BILDUNG: Ministerpräsident Markus Söder: „Die Maske ist besser als ein Schul-Ausfall“
Bayerischer Schul-Start mit befristeter Maskenpflicht im Klassenzimmer

Die Maske sei besser als ein Schul-Ausfall, begründete der Bayerische Ministerpräsident die Entscheidung. Zwar stelle das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes eine Belastung für Schüler und Lehrer dar, betonte Söder, Fachleute würden aber durch den Gebrauch von Alltagsmasken eine deutliche Reduzierung des Ansteckungsrisikos in den Schulen bis zu 90 Prozent sehen.
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  • Die Maske sei besser als ein Schul-Ausfall, begründete der Bayerische Ministerpräsident die Entscheidung. Zwar stelle das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes eine Belastung für Schüler und Lehrer dar, betonte Söder, Fachleute würden aber durch den Gebrauch von Alltagsmasken eine deutliche Reduzierung des Ansteckungsrisikos in den Schulen bis zu 90 Prozent sehen.
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BILDUNG.

Söder: „Die Maske ist besser als ein Schul-Ausfall“.

Bayerischer Schul-Start nächste Woche mit Maskenpflicht auch im Klassenzimmer.

Ziel: Mund-Nase-Bedeckung als „Sicherheitspuffer“ zur Verbesserung des Infektionsschutzes.

Landkreis Miltenberg / München. Das neue Schuljahr 2020 / 2021 beginnt in Bayernam Dienstag, dem 8. September.

Zum Schulstart gibt es eine markante Neuerung: das Tragen einer Maske für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie schulische Arbeitskräfte wie Hausmeister, Sekretärinnen oder Putzfrauen.

Die Mund-Nase-Bedeckung als Sicherheitspuffer zur Verbesserung des Infektionsschutzes ist Pflicht und gilt erst einmal für ersten neun Schultage.

Keine Masken für ABC-Schützen!

Ausgenommen bleiben nur die bayerischen Grundschulen.

Das erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am vergangenen Montag ( 31.08.2020) in München nach einem Treffen mit Vertretern von Schulleitungen, Lehrern, Eltern und Schülern.

Die Maskenpflicht-Maßnahme sei - so Söder - zunächst auf die ersten beiden Schulwochen begrenzt.

Danach soll die erweiterte Maskenpflicht (im Klassenzimmer) nur noch in Landkreisen mit mehr als 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gelten.

Minimierung des Ansteckungsrisikos durch Masken

Die Maske sei besser als ein Schul-Ausfall, begründete der Ministerpräsident die Entscheidung.

Zwar stelle das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes eine Belastung für Schüler und Lehrer dar, betonte Söder, Fachleute würden aber durch den Gebrauch von Alltagsmasken eine deutliche Reduzierung des Ansteckungsrisikos in den Schulen bis zu 90 Prozent sehen.

Vertreter der Schul-und Lehrerverbände zeigten sich nach dem Treffen mit den aktuellen Regelungen weitgehend einverstanden.

„Vorsicht sei besser als Nachsicht“
fand der Landesschüler-Sprecher Joshua Grasmüller, aber er warnte zugleich: „Auf Dauer sehe ich eine Masken-Pflicht sehr kritisch!“

Schul-Minister Michael Piazolo (Freie Wähler)
will dagegen hart bleiben: „Schüler, die sich beständig weigern, eine Maske zu tragen, werden nicht am Unterricht teilnehmen können.“

Nach seiner Meinung müssten aber auch medizinisch begründete Ausnahmen Berücksichtigung finden.

Bisher war zum Schulstart das Tragen der Masken nur außerhalb des Unterrichts und der Klassenzimmer verpflichtend vorgesehen, beispielsweise während der Pausen oder beim Gang zur Toilette.

Verbesserter Hygiene-Plan

Der Ende Juli 2020 vom Bayerischen Kultusministerium präsentierte „Hygiene-Plan“ schrieb jedoch schon eine regionale Masken-Pflicht im Unterricht vor - wenn bei einer Sieben-Tage-Inzidenz 20 bestätigte Corona-Fälle in der Region vorkamen.

Bei 35 Fällen sollte nach diesem Plan bereits zum Schichtunterricht in Kleingruppen übergegangen werden, bei 50 Fällen gar zum vollständigen Distanz-Unterricht.

Diese Abfolge wurde jetzt drastisch nach oben verschoben: eindeutig als Reaktion auf die gestiegenen Fallzahlen - insbesondere im südbayerischen Raum.

Dort wurden in mehreren Kreisen und Städten die kritischen Marken überschritten, mit dabei auch die Stadt München.

Jetzt soll erst ab 50 Fällen die Rückkehr die Rückkehr zum Schichtunterricht anpeilt werden.

Priorität für den Regelunterricht - wohl keine Schul-Schließungen

Absolute Ausnahmen dürften nun vollständige Schulschließungen bleiben - so zum Beispiel bei gehäuften Corona-Fällen in einer Schule.

Söder hierzu wörtlich: „Wir haben eine klare Priorität für den Regelunterricht!“

Die Richtwerte seien eine Art „Orientierungsrahmen“, ergänzte Minister Michael Piazolo. Maßnahmen vor Ort müssten immer an das lokale Infektionsgeschehen angepasst werden.

Festhalten will der Minister jedoch im Falle einer Corona - Infektion an einer festgelegten 14-Tage-Quarantäne für alle Schüler einer betroffenen Klasse.

Denn hier - so Piazolo - gelte der Grundsatz „Sicherheit zuerst“.

Roland Schönmüller

Mit aktuellen und Archiv-Aufnahmen

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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