"Fünf-Wunden-Bruderschaft" Miltenberg
Bruderschaft feierte Jahrtag am Hochfest "Epiphanie"

Die neugewählten Burdermeister stellen sich dem Fotografen,
von links: Präses Pater Richard Heßdörfer, Timo Wolf-1.Brudermeister, Stefan Schüssler-2. Brudermeister, Pfarrer Jan Kölbel und Versammlungsleiter 1. Bürgermeister Helmut Demel
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  • Die neugewählten Burdermeister stellen sich dem Fotografen,
    von links: Präses Pater Richard Heßdörfer, Timo Wolf-1.Brudermeister, Stefan Schüssler-2. Brudermeister, Pfarrer Jan Kölbel und Versammlungsleiter 1. Bürgermeister Helmut Demel
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Miltenberg. Der Tradition folgend feierte die „Fünf-Wunden-Bruderschaft“ Miltenberg am vergangenen Sonntag, dem Hochfest „Epiphanie“, ihren Jahrtag. Ein Festgottesdienst in der Franziskanerkirche am Morgen, die nachmittägliche Andacht mit anschließender Jahreshauptversammlung im Vinzenz Saal im Miltenberger Kloster waren die Kerninhalte dieses Tages. Ebenfalls zur Tradition gehörte die alljährliche Neuwahl der Führungsspitze. So wurde Timo Wolf zum 1. Brudermeister und Stephan Schüßler zum 2. Brudermeister jeweils einstimmig gewählt.

Aktivere Toleranz und deutlichere gelebte Solidarität forderte Bürgermeister Helmut Demel bei seiner Begrüßungsrede als Versammlungsleiter. Die „Fünf-Wunden-Bruderschaft“ sei eine franziskanische Gemeinschaft und setze diese Tradition in Miltenberg fort, dafür sei er dankbar.

Altbürgermeister Joachim Bieber, seitheriger 1. Brudermeister, gab einen umfangreichen Jahresbericht. Vor allem aber bescheinigte er der Bruderschaft, dass sie lebe und vital sei und damit ein lebendiger Bestandteil von Kirche, Pfarrei und Stadt. Bieber sprach auch die derzeitige Krise in der Katholischen Kirche an. Er zitierte einen Artikel in der „Zeit“ vom 15.11.2018, worin es heißt: „Wer heutzutage sagt, dass er an Gott glaubt, wird schnell blöd angemacht“. Die Miltenberger Bruderschaft habe keine Angst, sich klar und deutlich zu ihrem Glauben zu bekennen. Er bescheinigte auch dem Miltenberger Stadtpfarrer Jan Kölbel, ein mutiges und klares Auftreten in Sachen Kirchenkrise. Pfarrer Kölbel habe in einem Artikel von Primasonntag dazu gesagt: „Wichtig ist mir, dass die Menschen die Kirche als Heimat erleben. Sorgfältig gestaltete Gottesdienste und Predigten, Wallfahrten, Feste und verlässliche Hilfen sind zu einem soliden Glaubenserlebnis dabei ganz wichtige Faktoren“. Pfarrer Kölbel rede nicht nur so, sondern setze diese Worte auch tatsächlich um, so Brudermeister Bieber.

In seinem geistlichen Wort ging Pfarrer Kölbel auf dieses Thema ein. Die Kirchenkrise in Deutschland sei weniger eine Krise der Gläubigen, sondern eine Krise der Bischöfe. So habe ein Bischof geäußert, die deutsche Kirche sei eine "Tätergemeinschaft". Eine solche Äußerung könne nicht akzeptiert werden. Dass Gläubige der Kirche den Rücken zukehren und austreten, sei schmerzlich aber auch verständlich. Mit Freude Christ zu sein und mit Freude Katholik zu sein, sei zurzeit schwer. Umso mehr freute sich Pfarrer Kölbel, dass die Bruderschaft in Miltenberg ein klares Bekenntnis zu ihrem Glauben gebe. Und dass das auch Erfolg bringe, zeige sich an der Mitgliederzahl der Brudergemeinschaft. Im vergangenen Jahr habe man zwar 4 Mitglieder durch Tod verloren, aber 7 Mitglieder neu aufgenommen.

Zu Beginn der der Jahresversammlung verlas Präses Pater Richard die Namen der verstorbenen Mitglieder im Jahr 2018: Horst Leers, Gustel Heimberger, Heinz Riegel und Reiner Zink. Aufgenommen wurden: Domkapitular Clemens Bieber, Holger Ullrich, Torsten Schmitt, Karl-Heinz Link, Jakob Link, Klaus Hennig, Fabian König und Klaus Altmann.

Bernhard Setzer

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