Landkreis Miltenberg errichtet Ladestationen an Schulen

Der Landkreis Miltenberg errichtet im Rahmen des europäischen LEADER-Projekts „Wald erFahren“ weitere Elektroladesäulen. Wie in der Sitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr am Dienstag einstimmig beschlossen wurde, sollen sie an der Realschule Miltenberg, dem Schulzentrum Elsenfeld und der Realschule Obernburg entstehen.

Der Kreis muss hierfür 20.435 Euro vorfinanzieren und bekommt später vom LEADER-Projektträger Sinngrundallianz ca. 14.305 Euro zurück. Am Ende verbleibt dem Kreis ein Aufwand von ca. 6.131 Euro, zudem hat er die laufenden Kosten für Ladestrom und Unterhaltung der Ladestationen zu tragen und muss darüber hinaus den Betrieb für fünf Jahre sicherstellen. Mit dem Projekt erhofft sich der Landkreis laut Kreisbaumeister Andreas Wosnik vor allem eine bessere Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten sowie die Förderung des Alltagsradverkehrs ganz im Sinne des Radverkehrskonzeptes des Landkreises Miltenberg. „Wald erFahren“ sei erprobt und mehrfach ausgezeichnet, sagte er, das Konzept unterstütze den Klimaschutz nachhaltig. Beim Blick auf die mit dem Auto zurückgelegten Alltagsstrecken falle Wosnik zufolge auf, dass zwei Drittel aller Fahrten bis zu fünf Kilometer Länge ohne Probleme mit dem Fahrrad zu bewältigen seien. Das berge großes Potenzial für den Radverkehr, meinte er. Dass die Ladestationen an Schulen umgesetzt werden, begründete Wosnik mit der Feststellung, dass hier nicht nur tagsüber Schulbetrieb herrscht, sondern darüber hinaus auch an den Abenden Kurse und Sportangebote für Betrieb sorgen. Konkret hat das Kreisbauamt mehrere mögliche Standorte untersucht und am Ende drei favorisiert, die von den Mitgliedern des Ausschusses einstimmig abgesegnet wurden.

Eine öffentlich zugängliche Ladestation mit zwei Fahrradladepunkten und einem E-Auto-Ladepunkt wird demnach an der Realschule Obernburg (neben der Trafostation an der Ecke der alten Turnhalle) gebaut. In Elsenfeld werden am Julius-Echter-Gymnasium an der Trafostation neben dem Schulparkplatz zwei öffentliche Lademöglichkeiten für E-Bikes und eine für ein E-Auto installiert. An der Trafostation zwischen der Johannes-Hartung-Realschule Miltenberg und der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule sollen ebenfalls zwei E-Bikes und ein E-Auto aufgeladen werden können.

Zu den laufenden Sanierungsarbeiten im Rahmen des Schulbauprogramms am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach sagte Wosnik, dass die Abbrucharbeiten bis Ende Februar beendet sein sollen. Die Bauteile, die erhalten werden sollen – etwa der Fliesenbelag in der Aula und im Flur des Erdgeschosses –, hätten einen hochwertigen Schutz bekommen. Ein großer Teil der Wände sei abgebrochen worden, im Bereich des neuen Haupteingangs seien massive Abbrucharbeiten erfolgt. Die Südfassade sei komplett eingerüstet, um die Demontage der vorgehängten Sichtbetonelemente zu ermöglichen. Die Firmen hätten bereits mit den ersten Rohmontagen der technischen Gebäudeausrichtung im Untergeschoss begonnen, sagte der Kreisbaumeister. Nun stehe die Demontage der alten Holz-Alu-Fenster an. Aktuell liege man bei einer Kostenprognose von 22,1 Millionen Euro – 240.000 Euro unter der Prognose aus dem Herbst 2017.

Am Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg verzögerten sich die Bauarbeiten um etwa zwei Monate, erklärte Wosnik und begründete dies mit der Wiederholung der Ausschreibung der Elektro-Demontagearbeiten sowie der Abbruch- und Rohbauarbeiten. Die Abbrucharbeiten kämen aber gut voran, so Wosnik, auch alle anderen Gewerke lägen im Zeitfenster.

Kantine und Küchenbereich an der Berufsschule Obernburg seien nach dem Umbau bereits im Betrieb, vermeldete der Kreisbaumeister, einige kleinere Anpassung würden noch umgesetzt. Die Schlussrechnung stehe noch aus.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Kreistag den Abschluss einer Vereinbarung zwischen Staatlichen Bauamt, Landkreis und Markt Sulzbach, den Umbau der Kreuzung Hauptstraße/Jahnstraße/Breiter Weg/Märzbrückenweg in Sulzbach betreffend. Die Kreuzung wird zu einem Kreisverkehr umgebaut. In der Vereinbarung wird die Kostenaufteilung zwischen den Beteiligten geregelt. Der Landkreis wird im aktuellen Haushalt 120.000 Euro für die Maßnahme einstellen, allerdings rechnet der Kreisbaumeister erst 2020 mit dem Beginn der Bauarbeiten.

Aus nichtöffentlicher Sitzung vermeldete der Kreisbaumeister mehrere Vergaben am Hermann-Staudinger-Gymnasium: Rohbauarbeiten für 131.548 Euro, Fassadenbauarbeiten für 486.712 Euro, Metallbauarbeiten für Fenster und Alu-Glas-Innentüren für 527.722 Euro sowie für Sonnenschutz für 50.069 Euro. Am Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg wurden die Metall- und Verglasungsarbeiten für 300.620 Euro vergeben, das Zeiterfassungssystem für das Landratsamt Miltenberg und seine Außenstelle wird 37.192 Euro kosten.

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