Ausbildung und Beruf
Erfolgreiche Bewerbung: Dein Lebenslauf – Türöffner zur Ausbildung
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Oft machen Bewerber den Fehler, sich zu sehr auf das Anschreiben zu konzentrieren, obwohl der Lebenslauf eigentlich der entscheidende Faktor ist. Deshalb Vorsicht: Es gibt bestimmte Dinge, die in deinem Lebenslauf nichts zu suchen haben und die dein Bewerbungsverfahren vorzeitig beenden können.
Wofür genau dient ein Lebenslauf in einer Bewerbung?
Der Lebenslauf ist das wichtigste Element einer Bewerbung und wird von Personalverantwortlichen oft allein aus Zeitgründen zur Auswahl geeigneter Kandidaten genutzt. Das Anschreiben dient dagegen vor allem dazu, deine Persönlichkeit und deine Motivation einzuschätzen. Der Lebenslauf verschafft einen klaren Überblick über deine Qualifikationen, Kenntnisse und bisherigen Erfahrungen.
Grundlegende Informationen, die in deinen Lebenslauf gehören:
- Kontaktdaten (Mobiltelefon, E-Mail-Adresse und Wohnort/PLZ)
- Schulausbildung, berufliche Ausbildung oder Studium (in umgekehrter chronologischer Reihenfolge)
- Praktische Erfahrungen, Nebenjobs und Praktika (ebenfalls in umgekehrter chronologischer Reihenfolge)
- Qualifikationen und Zusatzqualifikationen (sofern passend zur angestrebten Ausbildung)
Diese 10 Dinge solltest du unbedingt streichen oder optimieren
Arbeitgeber benötigen durchschnittlich nur 6 Sekunden, um zu entscheiden, ob ein Bewerber für eine Stelle geeignet ist oder nicht. Damit du in dieser kurzen Zeit einen guten Eindruck hinterlässt, solltest du unbedingt diese zehn Punkte aus deinem Lebenslauf streichen oder optimieren:
1. Irrelevante Arbeitserfahrungen:
Vermeide es, Tätigkeiten zu nennen, die keinen Bezug zu deiner angestrebten Ausbildung haben. Zum Beispiel solltest du Nebenjobs in der Gastronomie nicht aufführen, wenn du dich nicht erneut in dieser Branche bewirbst. Ausnahme: Ein Job hat dir Soft Skills vermittelt, die auch für deine neue Ausbildung wichtig sein können (etwa Teamarbeit, Durchhaltevermögen oder Organisation).
2. Persönliche Details:
Angaben wie Familienstand, Religion, Geburtsdatum, Nationalität oder deine Sozialversicherungsnummer gehören nicht in deinen Lebenslauf. Sie spielen für die Auswahlentscheidung keine Rolle. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt dich vor Diskriminierung aufgrund dieser Merkmale.
3. Vollständige Adresse:
Die vollständige Anschrift ist in Zeiten digitaler Kommunikation nicht zwingend erforderlich. Es genügt die Angabe von Ort und Postleitzahl (PLZ), zusammen mit einer aktuellen Handynummer und einer seriösen E-Mail-Adresse, über die man dich zuverlässig erreichen kann. Die Reduzierung auf PLZ/Ort ist datensparsamer.
4. Unerklärte Auszeiten oder Lücken:
Wenn du Lücken (in der Regel Zeiträume über drei Monate) in deinem Lebenslauf hast, solltest du diese nicht einfach freilassen. Das erweckt den Eindruck von Intransparenz und führt oft zur sofortigen Ablehnung. Erkläre diese Zeiträume stattdessen kurz, ehrlich und neutral (z. B. „Orientierungsphase“, „Sprachreise“, „Weiterbildung“, „Auszeit aufgrund Krankheit“). Wichtig ist, dass du selbstbewusst damit umgehst und zur Not im Vorstellungsgespräch darauf eingehst.
5. Informationen zum Gehalt:
Angaben zum Gehalt gehören nur dann in deine Bewerbung, wenn sie in der Stellenausschreibung ausdrücklich gefordert sind – und selbst dann sind sie im Anschreiben (oder im dafür vorgesehenen Feld des Online-Formulars) besser aufgehoben.
6. Hobbys und Interessen:
(ohne Bezug zur Stelle):
Freizeitbeschäftigungen musst du in deinem Lebenslauf nicht angeben. Arbeitgeber interessiert in der Regel nicht, ob du gerne Fußball spielst, liest oder reitest. Nur wenn ein Hobby direkten Bezug zur Ausbildung hat – etwa Programmieren für eine IT-Stelle oder ehrenamtliche Tätigkeiten, die soziale Kompetenzen belegen – lohnt es sich, es zu erwähnen.
7. Unnötige Referenzen:
Du musst weder die Kontaktdaten deines aktuellen Chefs noch die Adresse deines Praktikumsbetriebs ungefragt in deinen Lebenslauf schreiben. Das schützt die Daten deiner Kontakte. Wenn ein Unternehmen Referenzen wünscht, wirst du im Gespräch danach gefragt. Du kannst dann entscheiden, wen du nennst, und deine Kontakte vorher informieren.
8. Formale Fehler:
Rechtschreibfehler, falsche Grammatik oder ein unübersichtlicher Aufbau sind ein absolutes No-Go. Achte darauf, dass dein Lebenslauf klar strukturiert ist, mit einheitlichen Überschriften und Absätzen. Ein professioneller Lebenslauf verwendet eine gut lesbare Schriftart und -größe, die zum Layout deiner übrigen Unterlagen passt.
9. Zu viel oder zu wenig Text:
Dein Lebenslauf sollte gut lesbar und weder mit langen Textblöcken überladen sein noch nur aus Stichworten bestehen. Finde eine gute Balance: kurze, klare Formulierungen, die dennoch genug Informationen bieten. Verwende eine gut lesbare Schriftgröße und hebe wichtige Informationen dezent hervor (z. B. durch Fettungen). Achte darauf, dass der Lebenslauf bei Berufseinsteigern idealerweise eine Seite nicht überschreitet.
10. Lügen oder Falschangaben:
Einer der größten Fehler ist es, falsche Angaben in den Lebenslauf zu schreiben. Schon kleine Unwahrheiten können dich die Ausbildung kosten. Personalverantwortliche erkennen oft sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt – spätestens im Vorstellungsgespräch. Ehrlichkeit ist entscheidend, denn dein zukünftiger Arbeitgeber setzt dich später entsprechend deines Lebenslaufs ein.
Aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen werfen Personalverantwortliche ihren ersten Blick fast immer auf den Lebenslauf. Achte daher darauf, die genannten Fehler zu vermeiden. So erhöhst du deine Chancen deutlich, mit deinem Lebenslauf zu überzeugen und zu einem Vorstellungsgespräch
eingeladen zu werden.
Autor:meine-news.de Redaktion aus Miltenberg |
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