Hohe, teilweise höchste Waldbrandgefahr in Unterfranken: Vorsorgliche Luftbeobachtung ab Freitag bis Sonntag

Einsatzflugzeug

Würzburg (ruf) – Nach einem Montag mit viel zu geringem Niederschlag setzen sich die Hundstage mit hohen Tagestemperaturen, langer Sonnenscheindauer ohne einen Tropfen Regen in Unterfranken weiter fort. Damit stellt sich nach vielen Wochen struktureller Trockenheit langsam Dürre in Unterfranken ein, die nicht nur zu einem hohen und teilweise sogar sehr hohen Grasland-Feuerindex, sondern auch zu hoher und örtlich am Sonntag sogar sehr hoher Waldbrandgefahr führt. Aus diesem Grund ordnet die Regierung von Unterfranken hiermit im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken für die Zeit von Freitag, 07.08.2020, bis Sonntag, 09.08.2020, die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.

Auf Grund des schönen Wetters ist gerade in der aktuellen Ferien- und Urlaubszeit mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt aus. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen weiteren Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

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