Netzwerktreffen
Weniger Müll, mehr Zukunft
- Referentin Julia Groothedde auf dem Netzwerktreffen von fabuly.
- Foto: © LAG Main4Eck Miltenberg
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Netzwerktreffen der digitalen Bildungsplattform fabuly
Wie schaffen wir es, unseren Alltag umweltfreundlicher zu gestalten – ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren? Wie können wir globale Probleme wie die (Plastik-)Müllflut oder Ressourcenverschwendung lokal anpacken? Antworten auf diese Fragen lieferte das Netzwerktreffen der digitalen Bildungsplattform fabuly, bei dem Engagierte aus Kommunen, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft zusammenkamen.
Ein Höhepunkt war der Vortrag von Julia Groothedde, Gründerin des Bildungsinstituts GrünNatürlich. Ihr Thema: Plastik und der Preis unseres Konsums. Mit eindrucksvollen Zahlen zeigte sie, wie sehr Kunststoffe unseren Alltag – und unsere Umwelt – belasten.
Die Auswirkungen betreffen längst uns selbst.
Durchschnittlich nehmen wir wöchentlich rund fünf Gramm Mikroplastik auf – das entspricht dem Gewicht einer Kreditkarte. Über Luft, Wasser und Nahrung gelangen die Partikel in unseren Körper, mit möglichen Folgen für Fruchtbarkeit, Immunsystem und langfristige Gesundheit.
Weniger ist mehr: Zehn Tipps für den Alltag
- Einwegverpackungen vermeiden – ob aus Plastik oder Papier. Eigene Taschen und Behälter zum Einkaufen,
- Bäcker, Metzger oder ins Restaurant mitnehmen.
- Leere Gläser weiterverwenden – ideal zur Aufbewahrung von Lebensmitteln oder Kleinteilen.
- Mit Bedacht kaufen: Braucht man den Gegenstand wirklich? Vielleicht lässt er sich auch leihen
oder tauschen – oft ist gebraucht genauso gut wie neu. - Dinge so lange wie möglich nutzen, reparieren statt wegwerfen schont Ressourcen – und oft den Geldbeutel.
- Wer Mahlzeiten und Einkäufe gut plant, vermeidet Lebensmittelverschwendung – und greift seltener
zu verpacktem Fertigessen. - Auf feste Seifen, Shampoos und Duschstücke setzen – plastikfrei und ergiebig.
- Bienenwachstücher, Gläser oder Dosen ersetzen Frischhalte- und Alufolie.
- Für digitale Post anmelden und ein „Keine Werbung“-Schild am Briefkasten anbringen.
- Muss es wirklich eine Online-Bestellung sein?
- Oft gibt es Alternativen vor Ort – persönlicher, nachhaltiger und ohne Verpackung.
- Geschenkpapier kreativ ersetzen: etwa mit Packpapier,
- Zeitungen oder Stoffresten.
Handlungsmöglichkeiten wurden beim „Markt der Möglichkeiten“ erlebbar. So konnten die Teilnehmenden etwa eigene Bienenwachstücher herstellen oder sich über Reparaturboni informieren. Vor allem aber ging es darum, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen.
Impulse für ein bewussteres Leben liefert auch der ecoKompass auf fabuly.de. Die Erweiterung der Plattform bietet Infos und Tipps rund um Energie, Konsum und Mobilität. Denn Nachhaltigkeit beginnt bei jedem Einzelnen. Wie man mit kleinen Schritten große Wirkung erzielt, zeigt die Infobox.
Mehr nachhaltige Angebote aus der Region gibt es auf:
www.fabuly.de bl
Autor:Blickpunkt MIL aus Miltenberg |
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