Fronleichnam -
Den Glauben auf die Straßen Miltenbergs gebracht
- Der 1. Altar befand sich am Miltenberger Rathaus
- Foto: Nina Reuling
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Die Gläubigen zogen singend und betend zum 1. Altar am Miltenberger Rathaus. Pfarrer Lutz stellte dar, dass an diesem Ort Entscheidungen der Verwaltung und der Politik für Miltenberg getroffen würden. Er bat Gott darum, dass die Verantwortlichen hierbei das Interesse der Bürger über parteipolitische Interessen stellen mögen und sie ihre Entscheidungen im Geist der Liebe Gottes treffen sollten. In den Fürbitten wurde für die Mitglieder des Stadtrates, der Ausschüsse und anderer Gremien gebetet. Außerdem wurden alle in Wirtschaft, Handwerk und Handel tätigen sowie die Angehörigen der Polizei, der örtlichen Sicherheitsbehörde, Arme, Wohnungs- und Arbeitslose in die Fürbitten eingeschlossen. Nach dem Singen des „Tantum Ergo“ spendete Pfarrer Lutz den Eucharistischen Segen und bezog darin die Stadt Miltenberg sowie alle, die dort lebten und arbeiteten ein. Am 2. Altar am Seniorenheim Maria Regina begrüßte der Pfarrer die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Pflegekräfte. Als er noch Pfarrer von Miltenberg gewesen sei, sei er stets sehr demütig an dieser Einrichtung vorbeigegangen. Hier schließe sich so mancher Lebenskreis, jedoch beginne dort auch manches neu, z.B. wenn ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit in die Gemeinschaft des Hauses aufgenommen würden und spüren dürften, dass sie nicht alleine seien. Die Seniorinnen und Senioren dürften getrost und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Er bitte Gott darum, dass das Haus Maria Regina ein Ort des Trostes, der Würde und des Friedens sein möge. In den Fürbitten wurden die Pflegekräfte, die Bewohner und Angehörigen Gott anvertraut. Hierbei solle der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Weiterhin wurde darum gebetet, dass die Angehörigen älterer Menschen gut mit dem damit verbundenen Rollenwechsel zurechtkämen. Zudem wurde Gott um den Engel des Trostes für die Sterbenden angerufen, der ihnen die Angst nehmen solle. Nach dem „Tantum Ergo“ erteilte der Pfarrer den Eucharistischen Segen für das Haus Maria Regina und für alle, an die niemand mehr denke. Am 3. Altar am Alten Rathaus erinnerte Pfarrer Lutz angesichts des historischen Gebäudes an die Vergangenheit der Stadt, aber auch an das gemeinsame Feiern und an kulturelle Veranstaltungen. Die drei christlichen Gemeinden Miltenbergs seien im Bund der Taufe vereint und prägten das Glaubensleben. In den Fürbitten wurde an die Vereine, die Stadtkapelle, die Freiwillige Feuerwehr und die Rettungskräfte gedacht, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement Verantwortung für das Zusammenleben in der Stadt übernähmen sowie sie kulturell bereicherten. Darüber hinaus wurde um ein gutes Miteinander der Generationen gebetet und darum, dass die drei christlichen Gemeinden und deren Gremien die Frohe Botschaft zeitgemäß in die Stadt einbrächten. Beim Eintreffen an der Pfarrkirche (4. Altar) läuteten die Glocken. Pfarrer Lutz sprach allen Beteiligten ein herzliches „Vergelts Gott“ aus. Ebenso ergeht ein Dank an ihn für die Feier des Fronleichnamstags!
Nina Reuling
Autor:Nina Reuling aus Miltenberg |
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