Büro für KunstStoffWechsel
Jetzt erst recht! - Kommt zum CSD
- DIVERS – Objekt von Lilly (Büro für KunstStoffWechsel)
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Die Angriffe auf Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD) häufen sich bundesweit. Homophobie und teils hochagressive Ablehnung von Trans-Menschen machen sich nicht nur im Internet breit, sondern werden auf offener Straße gezeigt, auch in unserer Region. Queeren Menschen schlägt kaum gezügelter Hass entgegen. In diesem Klima, das durch rechte und rechtsextreme Gruppen und Parteien geschürt wird, zeigt nun der CSU-Bürgermeister von Aschaffenburg das völlig falsche Signal, wenn er zum CSD das Rathaus nicht in Regenbogenfarben beflaggen will. Dagegen setzten wir uns nun erst recht für die Belange unserer queeren Mitmenschen ein. Ein Angriff auf sie ist ein Angriff auf uns alle, ist ein Angriff auf ein vielfältiges und möglichst freies Leben ist ein Angriff auf mühsam errungenen gesellschaftlichen Fortschritt.
Jene Kräfte, die queere Menschen angreifen und gegen den CSD vorgehen, sind es auch, die heute gegen eine freie Kunst mobil machen, die Kunstförderung an national-rassistischen Ideen ausrichten wollen. Die Angriffe auf die queere Szene sind Teil einer reaktionären Kulturpolitik, die sich auch gegen die Freiheit der Kunst richtet. Auch deshalb stehen CSD-Veranstalter:innen und Künstler:innen auf der selben Seite.
Der Christopher Street Day ist ein Gedenk- und Demonstrationstag der queeren Szene, also von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen sowie Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten und sexuellen Neigungen. Mit dabei sind auch jene Menschen, die sich mit den queeren Belangen solidarisch erklären. Dabei wird für die Rechte der Genannten sowie gegen Diskriminierung demonstriert. Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der Christopher Street in New York 1969. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien in Kneipen mit trans- und homosexuellem Publikum; und rechte wie rechtsextreme Akteure wollen offensichtlich wieder dahin zurück, wollen die errungenen Selbstverständlichkeiten eindämmen, wollen die Rechte der queeren Menschen wieder abschaffen.
Dem halten wir entgegen: Jetzt erst recht! Wir rufen alle auf, zu den CSD-Demonstrationen am bayerischen Untermain zu kommen: am 6. Juni in Aschaffenburg, Beginn um 11.30 Uhr in der Duccastraße (gegenüber Bahnhof), am 13. Juni in Miltenberg, Beginn um 14 Uhr vor dem Landratsamt.
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