Exkursion in St. Jakobus Miltenberg
Kunst aus Jahrhunderten und ein Einschlag während des Gottesdienstes
- Martin Pechtold und Jutta Winterheld (rechts) erläutern den anderen Mitgliedern des Kunst-Stammtisches ART5 die sakrale Kunst in St. Jakobus, Miltenberg.
- Foto: Kunst-Stammtisch ART5
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„Warum in die Ferne schweifen?“ dachten sich die Mitglieder des Miltenberger Kunst-Stammtisches ART5 und führten ihre Exkursion im Februar in der örtlichen Pfarrkirche St. Jakobus durch. Denn dort ist eine beachtliche sakrale Kunst zu finden, die von der Zeit um 1400 bis heute den Bogen durch die Jahrhunderte spannt.
Martin Pechtold hatte sich bereiterklärt, die Exponate des Kirchenraumes zu erläutern. Dabei stand ihm Jutta Winterheld zur Seite, die dann auch Ausführungen zum Altarretabel von Clemens Kaletsch gab, einem zeitgenössischen Künstler aus Köln.
Nicht nur die künstlerische oder kunsthistorische Bedeutung der einzelnen Werke stand dabei im Zentrum, sondern auch die spirituelle. Dies galt insbesondere bei der Statue der Heiligen Odilie, deren Leben und Legende Pechtold exemplarisch ausführlich erläuterte. Oder bei den von Jutta Winterheld gegebenen fundierten Informationen zu den einzelnen Teilen des modernen Altarbildes, das Szenen aus dem Leben des Heiligen Jakobus zeigt.
Daneben gab es auch historische Berichte, z.B. über den einst im Hof der Mildenburg zu Dekorationszwecken gelagerten Taufstein, der nun wieder seine ursprüngliche Funktion hat. Auch der 28. März 1945 blieb nicht unerwähnt, als ohne Vorwarnung die Mainbrücke gesprengt worden war. Damals war ein großer Brocken während eines Gottesdienstes eingeschlagen und hatte Wand sowie Fenster am Marienaltar zerstört.
Einig waren sich die Mitglieder des Kunst-Stammtischs, dass die heimischen Kirchen und Kapellen nicht nur spirituell, sondern auch künstlerisch und historisch viel zu bieten haben, wenn man sich darauf einlässt und die zur Verfügung stehenden Informationen nutzt.
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