Erhöhte Waldbrandgefahr in Unterfranken: Regierung ordnet vorsorgliche Luftbeobachtung an

Schnelles Einsatzflugzeug

Würzburg (ruf) – Aufgrund der in ganz Unterfranken zwischenzeitlich anhaltenden allgemeinen Trockenheit bei sehr langer Sonnenscheindauer und hochsommerlichen Temperaturen, ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung vorläufig für die Zeit von Donnerstag, 31. Mai 2018 bis ein-schließlich Sonntag, 3. Juni 2018, die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk an.
In Unterfranken besteht seit Wochen eine andauernde Trockenheit, die auch durch einzelne geringe lokale Niederschläge nicht abgemildert wird. Nach Ansicht der Regierung von Unterfranken besteht Waldbrandgefahr. Aufgrund des sommerlichen Wetters, des Brückentages nach Fronleichnam und der Pfingstferien ist mit einer größeren Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die Wahrscheinlichkeit der Brandentstehung deutlich erhöht.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt (übermorgen von Mainbullau aus). Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt (übermorgen von Schweinfurt-Süd aus). Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.
Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

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