Für eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung vor Ort
Gemeindeschwester-Petition an Landrat übergeben
- 525 Unterschriften nimmt Landrat Björn Bartels (Mitte) von Mitgliedern der Projektgruppe Pflege entgegen: v.l. Anja Kirchschlager, Jutta Schlowak, Sabine Zuber und Marcus Schuck.
- Foto: Foto: KAB sozial & gerecht
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Landrat Björn Bartels unterstützt das Anliegen, im Landkreis Miltenberg Gemeindeschwestern für eine zeitgemäße, interdisziplinäre Gesundheitsvorsorge vor Ort einzuführen. Dies versicherte er der Projektgruppe von KAB sozial & gerecht, als sie ihm 525 Unterschriften ihrer Petition zu diesem Thema übergaben.
Den Unterzeichnenden geht es „um eine bessere Versorgung im ländlichen Raum“ (Heribert Wolf, Laudenbach) und um eine „schnelle und unkomplizierte Hilfe zu Hause“ (Marion Salg, Obernburg). Viele wiesen auf den Bedarf älterer Angehöriger hin und sorgten sich um ihre eigene pflegerische Versorgung im Alter. Thomas Hoffmann aus Elsenfeld unterstrich die verbesserte Sicherheit der Pflege zu Hause und die Entlastung der hausärztlichen Versorgung.
Sabine Zuber und Anja Kirchschlager erläuterten als Sprecherinnen der Projektgruppe, wie sie das Thema immer wieder bei Politikern wie Patienten- und Pflegebeauftragten Thomas Zöller und Bürgermeister:innen aus dem Landkreis wie Katharina Hotz (Mömlingen), Peter Schmitt (Amorbach), Thomas Münig (Kleinheubach) und Stefan Distler (Laudenbach) zur Sprache gebracht haben. Konkrete Pläne zur Einführung einer Gemeindeschwester in Leidersbach hat der dortige Bürgermeister Michael Schüßler, der die Projektgruppe um fachliche Unterstützung gebeten habe.
Landrat Bartels sicherte Unterstützung bei der Umsetzung zu, indem er die rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen und eine Vernetzung über die Gesundheitsregion plus ermöglichen will. Er machte deutlich, dass die Zuständigkeit nicht in erster Linie beim Landkreis, sondern - was die Rahmenbedingungen angeht - bei Land und Bund liegt. Er versprach der Projektgruppe, sich bei den Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Miltenberg für eine Ausweitung der pflegerischen Kompetenzen einzusetzen, was die Einsatzmöglichkeiten von Gemeindeschwestern verbessern würde. Außerdem unterstützt Björn Bartels das Anliegen der Projektgruppe, ihre Petition im Gemeindetag vorstellen zu können.
Die Projektgruppe Pflege wird das Anliegen, die Gesundheitsversorgung vor Ort durch die Einführung von Gemeindeschwestern im Landkreis Miltenberg weiter vorantreiben. Sie dankt allen, die ihre Petition unterstützt und dem Anliegen dadurch mehr Gewicht gegeben haben.
Autor:KAB sozial & gerecht aus Miltenberg |
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