Integrationsbeirat nimmt Arbeit auf

Der Integrationsbeirat des Landkreises Miltenberg hat nach zwei vorbereitenden Sitzungen des runden Tischs Integration am Montagabend, 25.10.2016, die Arbeit aufgenommen. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Vereinen, Verbänden und Verwaltung diskutierten zunächst über eine Geschäftsordnung, ehe man über konkrete Themen sprach.

Laut Geschäftsordnung wird Landrat Jens Marco Scherf den Vorsitz übernehmen, dessen Mitglieder ehrenamtlich arbeiten und dessen Geschäftsführung von Mitarbeitern des Landratsamts übernommen wird. Alle Mitglieder des runden Tischs Integration sind demnach auch Mitglieder des Integrationsbeirats; weitere Mitglieder können vorgeschlagen werden. Der Beirat soll mindestens zweimal im Jahr tagen und Themen ansprechen, die sich rund um die Integration drehen – weitere Treffen können je nach Bedarf einberufen werden.

Einig waren sich alle Mitglieder, dass sich in Sachen Integration und Hilfen zur Integration im Landkreis Miltenberg schon viel getan hat. Solche positiven Beispiele müssten aber auch in die Öffentlichkeit getragen werden und mit den Tätigkeiten anderer in der Integration Tätigen vernetzt werden, ergänzte Landrat Jens Marco Scherf. Das Gremium einigte sich darauf, dass einige Mitglieder in kleinen Arbeitsgruppen Themen vorbereiten und diese in den nächsten Sitzungen in Kurzreferaten vorstellen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Vorstellung des Sprachvermittlerdiensts, der vom Verein Frauen für Frauen im Auftrag des Landkreis Miltenberg Menschen mit Migrationshintergrund bei der Überwindung sprachlicher Defizite hilft. Aber auch die Themen „Situation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Landkreis“ sowie die Darstellung der Arbeit des türkisch-islamischen Arbeitskreises Miltenberg stehen auf der Tagesordnung.

Auf große Aufmerksamkeit stieß der Kurzvortrag von Stefan Adams, der am Miltenberger Landratsamt für die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) zuständig ist. Adams konzentrierte sich dabei auf die Aspekte der Jugendsozialarbeit an Schulen, die sich speziell mit der Unterstützung der Integration befassen. Mit der Jugendsozialarbeit an Schulen unterstützen Sozialpädagogen im Auftrag des Jugendamts Schüler, Eltern und Lehrer, definierte Adams den Aufgabenbereich der Pädagogen. Die JaS sei mittlerweile flächendeckend im Landkreis eingeführt, sagte er und verwies darauf, dass dieses Angebot bereits an 15 von 26 Grundschulen genutzt werde. JaS werde an dieser Schulart vom Ministerium gefördert, sobald der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund über 20 Prozent liegt. Die Jugendsozialarbeit werde aber auch an den Förderschulen, den Mittelschulen, der Berufsschule Miltenberg-Obernburg sowie an der Johannes-de-la-Salle-Berufsschule Aschaffenburg gefördert.

In ihrer Arbeit seien die Sozialpädagoginnen und –pädagogen mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wies Adams unter anderem auf ungenügende Deutschkenntnisse von Schülern und Eltern, kulturell bedingte Anpassungsschwierigkeiten und vielfältiges auffälliges Verhalten hin. Die Fachleute intervenieren in Krisen, reden mit den Betroffenen und bauen Vertrauen auf. Sie sprechen sich mit schulischen Hilfsdiensten ab und unterstützen die Jugendlichen bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. In ihre Arbeit beziehen sie auch die Eltern ein, reden mit ihnen, sprechen über Werte und Normen und vermitteln weitere Hilfsstellen.

In der Sitzung des Beirats stellte sich zudem die neue Koordinatorin für Bildungsangebote für neu Zugewanderte, Heidrun Zeug, vor. Sie ist seit dem 10. Oktober im Landratsamt beschäftigt. Ihre Aufgabe ist die Analyse des Bildungsangebots im Landkreis, das Aufdecken von Lücken sowie die Abstimmung dieser Angebote untereinander.

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