Zielgerichtete Kommunikation über Funk will gelernt sein
Funk-Ausbildung im THW Miltenberg

Die Hilfskräfte interessiert bei der Vorstellung der Digital-Funkausstattung.
  • Die Hilfskräfte interessiert bei der Vorstellung der Digital-Funkausstattung.
  • Foto: THW Miltenberg
  • hochgeladen von Wolfgang Bohlender

Im siebten Leitsatz des THW heißt es: »Wir kommunizieren gezielt, ehrlich und verständlich!« Dieser Satz ist sehr gut übertragbar auf den Funkbetrieb. Denn über Funk muss eine präzise und eindeutige Kommunikation gegeben sein, diese Rückfragen vermeidet und hierdurch im Einsatzfall ein nahezu reibungsloser Austausch gewährleistet.
Damit dieser Austausch über Funk im Einsatz reibungslos funktioniert, absolvierten 28 Helfer und Helferinnen des THW Miltenberg hierzu eine Ausbildungseinheit in Sachen »Sprechfunk«, wozu das THW Miltenberg die Ausbilder des THW Widdern und Künzelsau gewinnen konnten.

Die Ausbildungsveranstaltung war aufgebaut in Grund- und Führungsausbildung, welche zu Beginn von den beiden Bereichsausbildern Kevin Kudzus (THW Widdern) und Johannes Schurich (THW Künzelsau) gemeinsam vermittelt wurde. Hierbei gingen die beiden Ausbilder auf die Themenschwerpunkte, wie rechtliche Rahmenbedingungen, physikalische, technische, wie auch funktechnische Grundlagen ein, sowie auf das Handling und das Verhalten am Funkgerät.
Unter dem Themenkomplex der funktechnischen Grundlagen wurde klar, dass jeder der sich im Sprechfunk einer Behörden / Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (den sogenannten BOS-Organisationen) einbringt, den Umgang und die Wirkungsweise von TMO (Trunkes Mode Operation) und DMO (Direktmodus) im Bereich des digitalen Sprechfunks kennen sollte, sowie dass neben dem DMO-Modus der TMO-Modus existiert, beide Modi getrennt sind, aber dennoch miteinander kommunizieren können.

Nach der gemeinsamen Einführung teilte sich die Gruppe auf.
Der Teil der Grundausbildung ging unter der Leitung von Kevin Kudzus weiter auf grundlegende Basiskenntnisse ein und absolvierte nach deren Vermittlung eine Lernerfolgskontrolle. Im Anschluss ging Kudzus anhand eines praktischen Übungskomplexes auf das Verhalten am Funkgerät ein und man funkte Nachrichten.

Währenddessen ging der andere Teil der Gruppe im Führungsteil auf weiterführende Details unter der Leitung von Johannes Schurich ein und vertieften die Kenntnisse.
Schurich informierte über die Möglichkeiten und Grenzen des Funkverkehrs und ging tiefgründig auf rechtliche Vorgaben, sowie auf technische Möglichkeiten ein und merkte an, dass auf Ebene des Bundes, das THW nach der Bundespolizei der zweitgrößte Nutzer des Digitalfunks ist. Darauffolgend trainierte man das Absetzen von Funknachrichten, übten das korrekte Setzen eines Repeaters – dieser dient zur Verstärkung des Funksignals im DMO-Modus, also im Direktmodus zwischen zwei Endgeräten ohne Netzanbindung – und ging auf eine Gateway-Schaltung ein – die bei taktischer Notwendigkeit zur Einbindung und Übermittlung des DMO in den TMO genutzt wird.

Zum Abschluss der Ausbildungsveranstaltung erhielt jeder Teilnehmer und Teilnehmerin eine Urkunde, dass er erfolgreich an der Sprechfunker-Ausbildung teilgenommen hat.

Autor:

Wolfgang Bohlender aus Miltenberg

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