GartenTipp
Zur Nachahmung empfohlen: Eine Blumenwiese im eigenen Garten

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Das Thema Insektensterben ist in diesem Jahr präsenter denn je. Nicht zuletzt durch den Siegeszug der Bienenschützer in Bayern. Aufgrund deren Initiative zum erfolgreichen Volksbegehren, der Text des Referendums jetzt unverändert zum Gesetz wird.

Ziel ist es ja, generell ein Umdenken zu fördern. Es gibt so viele Möglichkeiten, mit denen man sich im eigenen Garten einbringen kann. Zum Beispiel auf tote Steinvorgärten zu verzichten. Keine Pestizide verwenden. Und vor allem viele Blühflächen anzulegen.

Joschi Becker aus Elsenfeld zum Beispiel, hatte im letzten Jahr die Idee, einen Teil seines Rasens in eine Blumenwiese umzugestalten.  Im Frühjahr setzte er seine Idee dann um: Etwa 20 m² wurden von ihm umgegraben, um anschließend von einem befreundeten Gärtner, Blumensamen aussäen zu lassen. Natürlich musste das Wiesenstück gut gewässert werden. Und schon bald zeigten sich die ersten grünen Spitzen. Kurze Zeit später, erblühte bereits das ganze Feld. Und seit dem Frühjahr sieht die Wiese jede Woche anders bunt aus. Denn gerade die unterschiedliche Vielfalt macht es aus. Und die Bewunderung vorbeilaufender Fußgänger ist ihm sicher.

Anlegen einer Blumenwiese 

Mit ihrer Artenvielfalt bieten Blumenwiesen Kleintieren und Insekten  einen hervorragenden Lebensraum. Wussten Sie übrigens, dass es über 200 Blumenwiesen-Typen gibt . Eine Wiese allein besteht schon aus mindestens 30 verschiedenen Blumenarten. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel oder Gärtnerei beraten, welche Art sich für Ihren Garten am besten eignet. Eines haben sie alle gemeinsam: Der Pflegeaufwand ist sehr gering. Es gibt im Handel  speziell für die Bodenart zusammengestellte Blumenwiesenmischungen, einige Anbieter stellen eine Mischung sogar individuell zusammen.

Optimale Standorte für Blumenwiesen sind nährstoffarme, eher trockene Böden in voller Sonne. Ein guter Zeitraum für die Aussaat sind die Monate März bis Mai. Die Bodenbearbeitung ist die gleiche wie bei der Rasenaussaat: Zunächst  die Grasnarbe (falls vorhanden) mit einem Spaten entfernen. Anschließend den Boden umgraben und die Fläche mit einem Rechen einebnen und größere Erdklumpen zerkleinern. Dann den Boden entweder mit einer Walze bearbeiten oder einige Tage ruhen und sich setzen lassen.

Saatgut für die gewünschte Fläche in eine Säwanne geben – Richtwert für die Aussaatdichte: fünf bis zehn Gramm Saatgut pro Quadratmeter –  und als Hilfsstoff sogenanntes Vermiculit hinzutun. Vorteile: Das natürliche Mineral hat die Fähigkeit, Wasser zu speichern und wieder abzugeben. Es schützt so die Keimlinge vor der Austrocknung. Das Saatgut mit breitwürfigem Schwung ausbringen. Nicht zu dicht streuen!  Besser zum Schluss noch etwas Blumensaat übrig lassen um Lücken zu schließen.

Anschließendes Anwalzen, sorgt für den nötigen Bodenschluss. Die Samenkörner sollten nämlich komplett von Erde umschlossen sein, so dass die Wurzeln später bei der Keimung nicht in der Luft hängen und vertrocknen. Gut angießen - auch die nachfolgenden Tage noch -
per Sprengler und nicht mit Strahl, so dass  das Saatgut nicht weggeschwemmt wird.

Autor:

Sylvia Kester aus Miltenberg

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