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Von wegen Altweiber - Fasching!

Während die Sonne golden auf die fröhliche Menge schien, wurde der Rathaussturm zum sonnigen Höhepunkt des Külsheimer Faschings.
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Roter-Rain-Start, Rathaus-Rummel, Reim-Revolution.

Ein heiterer Nachbericht vom närrischen Rathaussturm in Külsheim.

Was für ein Tag, was für ein Triumph – Külsheim, das kleine Städtchen mit großem Herz, zwischen Taubertal und Odenwald, wurde am Donnerstag, dem 12. Februar 2026 zum Schauplatz eines Faschingsfestes, das wohl noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.

Schon am Morgen duftete die Luft nach Vorfreude und Sonnenstrahlen, und alles war bereit für den legendären Rathaussturm, der von der Durchgangsstraße am Roten Rain zwischen von Hardheim nach Bronnbach bis zum Schlossplatz führte.

Ein Fest, so bunt und wild wie Konfetti im Wind, getragen von Jung und Alt, von Närrinnen und Narren aus Steinfurt, Steinbach, Hundheim bis Uissigheim, vom Kindergartenkind bis Senior mit silbernem Haar.

Der Zug: ein kunterbuntes Kaleidoskop der Külsheimer Brunnenputzer-Gemeinschaft und ihren Fans. Vorneweg rollte ein Faschingswagen, gezogen von einem Traktor so mächtig, dass selbst Papa Schlumpf neidisch geworden wäre.

„Die Schlümpfe“ – das Motto, das den Zug anführte, begleitet von Musik vom Band, die selbst die strengsten Stadträte zum Mitschunkeln brachte. Die beiden Kindergärten der Stadt und Schüler:innen der Pater Alois-Grimm-Schule tanzten im Takt, gefolgt von Jugendlichen, Erwachsenen und junggebliebenen Närrinnen und Narren.

Ein Kindergartenkind rief begeistert: „Ich bin heute ein Schlumpf, und das Rathaus wird blau!“, während eine Erzieherin lachend anmerkte: „Unsere Kinder sind heute mutiger als die Feuerwehr, und genauso laut.“

Pünktlich um 11:11 Uhr begann das närrische Treiben auf dem Schlossplatz – eine Zeit, die selbst den Sonnenstrahlen ein Lächeln entlockte. Eine Konfetti-Kanone feuerte nach einem raketenstartstartähnlichen Countdown bunte Grüße ins Blau, und mutige Gruppen versuchten erfolgreich nach - vom Bürgermeister Thomas Schreglmann geforderten Reim, Gesang, Tanz und einem friedlichen Versprechen ins Rathaus und den Schlossinnenhof vorzudringen, stets begleitet von jubelnden Rufen und schmunzelnden Stadtbeamten und kommunalen Angestellten.

„Früher habe ich nur zugeschaut, heute schwinge ich den Besen – das hält jung“, meinte eine über achtzigjährige Seniorin, die sich tapfer dem Sturm anschloss. Ein Jugendlicher aus Hundheim verriet grinsend: „Nur heute kann man sich wie ein Bürgermeister fühlen – zumindest für ein paar Minuten.“

Wer vom Trubel hungrig wurde, konnte sich an Brezeln, Würsten, rustikalen Brotzeithäppchen und alkoholfreien Getränken stärken – alles frisch, alles regional, alles herzlich.

Während die Sonne golden auf die fröhliche Menge schien, wurde der Rathaussturm zum sonnigen Höhepunkt des Külsheimer Faschings. „Das Wetter heute ist fast zu schön, um wahr zu sein – da schmeckt die Brezel doppelt so gut“, sagte eine Teilnehmerin aus Steinfurt, und wurde prompt von einem Steinbacher Kind bestätigt: „Ich will nächstes Jahr wieder dabei sein!“

Der moderierende Brunnenputzer-Präsident Alex Difloe zeigte sich mit dem Ablauf und der Organsiation äußerst zufrieden, auch das Thema „Außerirdische und Aliens zu Gast im Külsheimer Schloss-Rathaus“ war bestens gewählt und faschingskostümmäßig bei Akteuren und Publikum gelungen umgesetzt.

Fazit: Was blieb, war das leuchtende Bild einer Stadt, die ihre Vielfalt feierte – mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, die gemeinsam lachten, tanzten und das Rathaus belagerten. Der Rathaussturm 2026: ein außergewöhnlicher Event, den man sich für den nächsten „Unsinnigen Donnerstag“ und „Altweiberfasching“ unbedingt vormerken sollte. "Külsheim, du warst und bist bis zum Aschermittwoch außerirdisch und erdverbunden närrisch – und das ist wunderbar!" resümierte eine junge Erwachsene zu Recht.

Roland Schönmüller

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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