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Wie kommt es zum Namen "Rosenmontag"?
- So schließt sich der Kreis: Die Rose bei Eco steht für das Unausgesprochene, den Zauber des Moments – und Rosenmontag für das ausgelassene Feiern, das alle Geheimnisse für einen Tag vergessen lässt.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Geschichte, Bedeutung und Aktuelles zum Rosenmontag.
Rosen-Rätsel und Rosenmontags-Rambazamba.
Wie Umberto Eco und der Karneval gemeinsam das Geheimnis der Rose lüften.
„Im Namen der Rose“ – allein dieser Titel klingt nach Poesie, Parfüm und ein bisschen Verschwörung.
Umberto Eco, der Meister der literarischen Mysterien, hat uns mit seinem Roman nicht nur an mittelalterliche Schauplätze entführt, sondern ein florales Geheimnis gesät, das seit Jahrzehnten Leser und Literaturwissenschaftler zum Grübeln bringt: Was steckt hinter der Rose?
Das Geheimnis lüften wir heute mit einem Augenzwinkern: Die Rose im Roman steht für das Flüchtige, das Schöne, das Vergängliche – fast wie die Konfettiwolken am Rosenmontag.
Eco selbst sagte einmal verschmitzt, die Rose sei ein Symbol für das, was verloren ist und in der Erinnerung weiter blüht. Also, keine Sorge: Wer nach der letzten Buchseite noch Rätselraten betreibt, ist damit in bester Gesellschaft!
Apropos Rose: Ein paar Jahrhunderte nach dem Roman-Setting taucht sie wieder auf – diesmal nicht im Kloster, sondern mitten im närrischen Treiben. Rosenmontag ist das blühende Herz des Karnevals, ein Tag, an dem die Jecken lieber Kamelle statt Geheimnisse verteilen. Doch woher kommt dieser rabaukige Montag eigentlich?
Der Rosenmontag hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert, als clevere Karnevalisten in Köln beschlossen, dem Fest einen ganz besonderen Höhepunkt zu verpassen. Der Name „Rosenmontag“ stammt vermutlich vom mittelhochdeutschen Wort „rosen“, was nicht etwa nach Blumen duftet, sondern „rasen“ bedeutet – also ausgelassenes Feiern!
Aus dem Montags-Mystery wurde schnell der Probier-Tag für neue Kostüme, schrille Wagen und Schnapsideen, die noch nie jemand gesehen hatte.
Heute ist Rosenmontag der Tag, an dem ganz Deutschland die Alltagssorgen mit Konfetti bestreut und die Straßen zu bunten Bühnen werden. Egal ob Pirat, Prinzessin oder literarisch bewanderte Nonne – am Rosenmontag ist alles erlaubt, solange es Spaß macht und das Lachen lauter ist als der Zug.
[b]Und so schließt sich der Kreis: Die Rose bei Eco steht für das Unausgesprochene, den Zauber des Moments – und Rosenmontag für das ausgelassene Feiern, das alle Geheimnisse für einen Tag vergessen lässt.
Literatur und Karneval, vereint im Namen der Rose: Möge die Freude niemals verblühen!
Der Name der Rose: Autor, Hintergrund und Symbolik
Autor
„Der Name der Rose“ ist ein Roman des italienischen Schriftstellers und Semiotikers Umberto Eco. Das Werk erschien erstmals 1980 und wurde schnell zu einem internationalen Bestseller.
Hintergrund
Die Handlung spielt im Jahr 1327 in einer norditalienischen Benediktinerabtei und verbindet Elemente des Kriminalromans mit historischen und philosophischen Themen. Eco verarbeitet in seinem Buch sowohl die mittelalterliche Kultur als auch die Machtkämpfe innerhalb der Kirche. Die Erzählung folgt dem Mönch William von Baskerville und seinem Novizen Adson, die eine mysteriöse Mordserie aufklären.
Symbolik
Der Titel „Der Name der Rose“ ist vielschichtig und lässt verschiedene Interpretationen zu.
- Die Rose steht als Symbol für Schönheit, Vergänglichkeit und Geheimnis
- sie verweist zudem auf das zentrale Thema der Unzugänglichkeit von Wahrheit und Wissen.
Eco spielt mit der Idee, dass die Bedeutung von Zeichen und Namen oft vieldeutig und letztlich unentschlüsselbar bleibt.
Die Rose wird zum Symbol für das, was im Laufe der Geschichte verloren geht oder nicht fassbar ist.
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Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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