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Warum der Winterspaziergang mehr ist als nur kalte Füße.
- Warum der Winterspaziergang mehr ist als nur kalte Füße.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Schneeschmelze, Schlamm, Schmunzeln – Ein Essay über das Januarwetter.
Warum der Winterspaziergang mehr ist als nur kalte Füße.
Schneeschmelze, Schlamm, Schmunzeln – ein Trio aus Stabreimen, das sich wie ein Gedicht durch den Januar zieht. Der Monat, der das Wetter in die Waschmaschine steckt: erst eisig, dann matschig, und zwischendurch ein Schuss Sonnenschein, der die Nasenspitze kitzelt.
Kaum hat der erste Frost seine eisigen Finger zurückgezogen, beginnt das große Tropfen. Die Schneedecke, gestern noch makellos und majestätisch, verwandelt sich über Nacht in eine glitzernde Pfützenlandschaft.
Tauwetter ist das große Finale der Winteroper – und das Publikum, bestehend aus Spaziergängern, Sportlern, Hundeausführern und Naturfreunden, muss improvisieren. Jeder Schritt ist ein kleines Abenteuer zwischen Miniteich und Matsch.
Der Mensch im Winter: Er trägt Wollmütze, Gummistiefel und ein Gesichtsausdruck zwischen „Ich liebe die frische Luft“ und „Warum ist mein Hund immer schneller als ich?“
Die Sportler joggen heldenhaft durch das Grau, als wollten sie den Frühling herbei sprinten.
Hundeausführer jonglieren mit Leine und Regenschirm und hoffen, dass Bello den Bogen um die größte Pfütze schlägt.
Naturfreunde bewundern tapfer die winterlichen Farben – 37 Schattierungen von Braun und ein optimistisches Moosgrün.
Humorvolle Beobachtungen finden sich auf Schritt und Tritt: Da schlingert der Spaziergänger wie ein Eiskunstläufer wider Willen, hier macht der Hund einen Satz über den Schlamm, als wäre es ein Weltrekord. Das Tauwetter bringt nicht nur Wasser, sondern auch Geschichten, die am Küchentisch bei heißem Tee noch lange nachklingen.
Und das Fazit? Ein Spaziergang im Januarwetter ist wie ein gutes Buch: Man weiß nie, was kommt, aber man erlebt garantiert mehr als hinter Fensterscheiben. Die frische Luft weckt Lebensgeister, ein kleiner Plausch am Wegesrand wärmt das Herz, und die Natur zeigt, wie wunderbar Wandel sein kann. Also raus aus der Komfortzone, rein ins Januarabenteuer – die besten Geschichten beginnen draußen!
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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