Jahrtag am Fest der „Heiligen Drei Könige“
Gelebte Tradition – Fünf-Wunden-Bruderschaft Miltenberg
- Neu im Amt bei der 5-Wunbden-Bruderschaft Miltenberg: 1. Brudermeister Karlheinz Zöller (Mitte), 2. Brudermeister Helmut Demel (Zweiter von links), Schatzmeister Theo Schäfer (rechts), links im Bild Versammlungsleiter Bürgermeister Bernd Kahlert, Präses Pfarrer Jan Kölbel (Zweiter von rechts).
- hochgeladen von Bernhard Setzer
Miltenberg. Die „Fünf-Wunden-Bruderschaft Miltenberg“ ist eine franziskanische Sodalität, die im Jahre 1640 gegründet wurde. Sie ist heute überkonfessionell und lebt in Wort und Tat nach dem christlichen Glauben. Präses Pfarrer Jan Kölbel erinnerte am Beginn der Andacht zum Jahrtag am vergangenen „Dreikönigstag“ in der Miltenberger Klosterkirche an den franziskanischen Ordensgründer Franz von Assisi, der vor genau 800 Jahren am 03. Oktober 1226 verstorben ist. Vier besondere Wesensmerkmale kennzeichnen Franz von Assisi: seine radikale Nachfolge Christi durch Armut, seine tiefe Verbundenheit mit der gesamten Schöpfung, seine Rolle als Friedensstifter und Gründer der Franziskanerorden. Am 3. Oktober dieses Jahres, so Präses Kölbel, wolle man diesem großen Heiligen in besonderer Weise gedenken. Ein festlicher Gottesdienst am Morgen und die Jahreshaupt-Versammlung der Sodalen am Nachmittag im Klostergebäude waren die Höhepunkte des Jahrtages 2026.
Der Tradition entsprechend leitete Bürgermeister Bernd Kahlert die Versammlung. Mit den Worten: „seit Generationen steht die Bruderschaft für Zusammenarbeit, Verantwortung und gelebte Tradition“ begrüßte er die Sodalen. Im Verlauf der Versammlung verlass Schriftführer Jörg Amrhein das Protokoll Jahreshauptversammlung 2024, gab Schatzmeister Christoph Keller seinen Finanzbericht für 2025. Der amtierende 1. Brudermeister Martin Winkler berichtete ausführlich über das Jahresgeschehen der Bruderschaft. Ein besonders schmerzlicher Verlust war für die Bruderschaft der Tod von Archivar Klaus Hench. Klaus Hench war der Mentor der Bruderschaft, er war einer der Initiatoren für das Wiederaufleben der Fußwallfahrten nach Dettelbach. Immer unkompliziert und direkt nahm er viele Aufgaben wahr, die er neben der Führung des umfangreiche Archivs stets aus eigenem Antrieb erledigte. Der Fortbestand der Bruderschaft war für Klaus Hench ein Herzensanliegen. Das Amt des Archivars hat inzwischen Karl-Theodor Zöller übernommen. Schatzmeister Christoph Keller hat aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt. Auch ihm dankte Winkler für sein außerordentliches Engagement bei der Bewältigung der Finanzgeschäfte. Als Nachfolger haben die Sodalen Theo Schäfer einstimmig gewählt. Turnusgemäß wählten die Sodalen Karlheinz Zöller zum ersten Brudermeister, Helmut Demel zum zweiten rudermeister.
Bürgermeister Bernd Kahlert berichtete vom Geschehen in und um das Rathaus in Miltenberg. Etwa von der Verlegung der Amtsgerichtszweigstelle nach Obernburg, die für die Stadt Miltenberg ohne Zweifel ein merkbarer Einschnitt ist. Die Nutzung des Amtsgerichtsgebäudes wird durch eine Machbarkeitsstudie untersucht und zeigt durchaus Synergieeffekte für die Stadt Miltenberg auf. „Ein starkes Signal“ nannte Kahlert die Investition von über 1,25 Mio. Euro für die Feuerwehren der Stadt und der Stadtteile. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger habe in Miltenberg einen hohen Stellenwert, so der Bürgermeister. Er dankte der Bruderschaft für die gelebte Gemeinschaft, sie ist Erinnerung und Auftrag zugleich.
Bernhard Setzer
Autor:Bernhard Setzer aus Breitendiel |
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