Kreisverband für Garten und Landschaft e.V.
Reise ins Alte Land nach Stade

Früh um 6 Uhr starteten wir in Richtung Norden, alle waren pünktlich an ihren Zustiegen.
Unsere große Pause hatten wir in Bremen. Schon beim Betreten des Marktplatzes spürte man die besondere Atmosphäre der Stadt. Das prächtige Rathaus mit seiner kunstvollen Fassade wirkte wie aus einer anderen Zeit. Direkt daneben standen die Bremer Stadtmusikanten, umringt von Besuchern, die lachend die bereits glänzenden Vorderbeine des Esels berührten – natürlich für eine Portion Glück. Auch wir reihten uns dort ein. Nur wenige Schritte entfernt ragte der imposante Bremer Dom in den Himmel. Am schönsten war der Spaziergang durch das verwinkelte Schnoor Viertel, hinter jeder Ecke wartete ein neues kleines Detail, das entdeckt werden wollte. Die engen Gassen, schiefen Fachwerkhäuser und kleinen Läden vermittelten das Gefühl mehrere Jahrhunderte zurück gereist zu sein.
Am zweiten Tag holten uns die Gästeführerinnen in Altländer Tracht am Hotel ab und schlenderten mit uns durch die Altstadt von Stade und brachten uns viele Details des malerischen Städtchens nahe. Kaffee und mitgebrachter Kuchen auf der Aussichtsplattform mit Blick über den Hafen ließ maritimes Flair aufkommen und uns fast den Start der Tiedenkieker-Fahrt „verbummeln“. 3 Stunden waren wir bei bestem Wetter auf der Schwinge und der Elbe unterwegs, lernten „backbord“ und „steuerbord“ zu unterscheiden und sehr viel Wissenswertes über Flora und Fauna - „Wollschweine“ – Schafe auf dem Deich. Auf der Elbinsel Pagensand stiegen wir vom Boot und hatten eine Exkursion zu Fuß auf der andere Inselseite.
Die Fahrt nach Hamburg begann mit einem echten Höhepunkt: der Fahrt über die imposante Köhlbrandbrücke. Hoch über dem Hamburger Hafen bot sich uns ein spektakulärer Blick auf Containerterminals, Kräne und unzählige Schiffe, die sich auf den kommenden Hafengeburtstag vorbereiteten. In Hamburg erwartete uns eine wortgewandte und abwechslungsreiche Stadtrundfahrt mit einer Fülle von Informationen. Zwischen moderner Architektur, Speicherstadt, Studenten und den pulsierenden Straßen der Hansestadt blieb kaum Zeit, all die Eindrücke vollständig aufzunehmen. Fast wohltuend war anschließend der Rundgang durch den Park Planten un Blomen. Zwischen farbenfrohen Blumenbeeten, riesigen alten Bäumen und Wasserläufen entstand mitten dieser Großstadt eine fast märchenhafte Ruhe und Gelassenheit.
Ein weiterer Höhepunkt war die Rundfahrt durchs Alte Land. Unsere Reiseleiterin verstand es meisterhaft, Geschichte und Geschichten lebendig werden zu lassen. Mit viel Humor erzählte sie amüsante Anekdoten über das Leben im Alten Land, über die prächtigen Fachwerkhäuser und die typischen Haustüren mit ihren kunstvollen Oberlichtern – und darüber warum diese Türen keinen Türdrücker besitzen. Immer wieder machte sie uns auf die liebevoll restaurierten Gebäude und die einzigartige Atmosphäre der Region aufmerksam.
Auf dem Obsthof von Schassen erwartete uns ein äußerst informativer Vortrag einer studierten Agrarwirtin. Mit großer Begeisterung erklärte sie den modernen Obstanbau und sprach über Pflege, Ernte und Krankheiten der Bäume. Anschließend wurde der Hofladen regelrecht leergekauft – niemand wollte ohne regionale Spezialitäten nach Hause fahren.
In Jork hinterließ die Kirche bleibenden Eindruck mit ihrem dunkelblauen Sternenhimmel und dem nebenstehenden Kirchturm mit außenhängender Glocke – ein ungewöhnlicher Anblick.
Natürlich durfte der Abstecher nach Buxtehude nicht fehlen. Dort erinnerte vieles an das berühmte Märchen vom Hasen und Igel, welches hier bis heute lebendig gehalten wird.
Die Rückfahrt führte über Finkenwerder vorbei an der riesigen Airbus-Werft. Gewaltige Hallen, Flugzeugteile und schließlich sogar der Start eines Flugzeugs sorgten für staunende Gesichter auf dem Aussichtspunkt.
Am Donnerstag wartete schon der nächste Höhepunkt: Bremerhaven. Während der Hafenrundfahrt mit dem Bus erhielten wir faszinierende Einblicke in das gigantische Container- und Fahrzeugterminal. Endlose Reihen von Containern, riesige Frachtschiffe für allerlei Fahrzeuge und perfekt organisierte Logistik machten deutlich, welche Bedeutung dieser Hafen besitzt.
Beeindruckend waren außerdem das Walfangschiff, die U-Boote und das elegante Dreimaster-Segelschulschiff „Deutschland“, das majestätisch im Hafen lag. Danach blieb genügend Zeit für den Besuch des Zoos, Klimahaus, Auswandererhaus oder zum Bummeln und Sonne und frische Seeluft genießen. Natürlich durfte das gemeinsame Gruppenfoto zum Abschluss nicht fehlen.
Am Abend wurde es gesellig: bei fröhlichen Karten-Zockerrunden wurde viel gelacht und natürlich auch diskutiert, wer wohl das beste Blatt hatte.
Am letzten Tag starteten wir früh über die weite Landschaft der Lüneburger Heide in Richtung Heimat. Den letzten kulinarischen Höhepunkt erlebten wir beim gemeinsamen Essen auf der Königsalm in Nieste. In uriger Atmosphäre ließ die Gruppe die vergangenen Tage Revue passieren. Als wir schließlich gegen 19 Uhr ankamen waren sich alle einig: diese Reise war weit mehr als nur ein Ausflug. Sie war eine wunderbare Mischung aus Natur, Kultur, Gemeinschaft, Humor und unvergesslichen Momenten.

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