AWO Bezirksverband Unterfranken - SpDi Miltenberg
Inklusionstag in Miltenberg setzt starkes Zeichen für Teilhabe
- Reges Treiben auf den Mainwiesen beim Inklusionstag am 3. Mai
- Foto: AWO - Alex Seifert
- hochgeladen von Susanne Kiesel
Miltenberg. Mit Musik, Mitmachaktionen und klaren Botschaften für mehr gesellschaftliche Teilhabe fand am Sonntag, 3. Mai, nun schon zum dritten Mal in den Mainanlagen in Miltenberg der Inklusionstag zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Veranstaltet wurde der Aktionstag vom Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi) Miltenberg der AWO Unterfranken gemeinsam mit der Stadt Miltenberg. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Aktion Mensch wie auch von den örtlichen Banken Sparkasse und Raiffeisenbank.
Rund 1.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über inklusive Angebote im Landkreis zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen. Verschiedene Organisationen und Initiativen präsentierten ihre Arbeit und machten gleichzeitig deutlich, an welchen Stellen es weiterhin Barrieren und Handlungsbedarf gibt.
Stephan Schreitz, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes machte in seiner Ansprache deutlich, dass Inklusion auch vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen weiter in den Fokus rücken müsse: „Wir sind hier, um auf Barrieren aufmerksam zu machen – Barrieren, die eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben, an der Arbeit und in der Gesellschaft verhindern.“ Dabei gehe es nicht nur um sichtbare Hindernisse, sondern auch um strukturelle Benachteiligungen: „Die Folgen der verkauften Reformen bauen bestehende Barrieren nicht ab – sie lassen neue Barrieren entstehen.“
Landrat Björn Bartels betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen für das gesellschaftliche Miteinander im Landkreis: „Der Inklusionstag bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und zeigt, welche vielfältigen Angebote es bereits gibt – und zugleich, wo es noch Handlungsbedarf gibt.“ Besonders wichtig sei dabei das tägliche Zusammenleben: „Oft sind es gar nicht die großen Maßnahmen. Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.“
Auch Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert unterstrich, dass Inklusion weit mehr bedeute als bauliche Barrierefreiheit: „Inklusion bedeutet mehr als Barrierefreiheit. Es bedeutet, dass wir einander wirklich sehen und vor allem anerkennen.“ Zugleich rief er dazu auf, Inklusion aktiv mitzugestalten: „Es liegt an uns. Inklusion geschieht nicht von selbst. Wir müssen hinsehen, zuhören und vor allem handeln.“
Neben den Grußworten sorgte ein vielfältiges Bühnen- und Mitmachprogramm mit Musik, Tanz, Sportangeboten, Kinderschminken, Button basteln, Hüpfburg, Fußball-Dart und weiteren Aktionen für eine offene und lebendige Atmosphäre in den Mainanlagen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.
Autor:Susanne Kiesel aus Miltenberg |
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