THW trainiert am Überholbahnhof Burgsinn
Rettung unter Hochspannung
- Der Patient wird mit Hilfe einer Einheitskrankentrage an den Rettungszug übergeben.
- Foto: Stefan Wolf
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Am Überholbahnhof Burgsinn fand eine besondere Ausbildungsmaßnahme für rund 30 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) statt. Die Einsatzkräfte kamen aus fünf Ortsverbänden des Regionalbereichs Karlstadt zusammen, um sich mit einem außergewöhnlichen Einsatzmittel vertraut zu machen: dem Rettungszug der Deutschen Bahn.
Zu Beginn der Ausbildung erhielten die Einsatzkräfte eine umfassende theoretische Einweisung durch Sebastian Bechold, Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Burgsinn. Dabei standen vor allem sicherheitsrelevante Aspekte im Vordergrund, insbesondere das Verhalten im Gleiskörper. Der Gleisbereich stellt ein hochgefährliches Umfeld dar, in dem jede Bewegung wohlüberlegt sein muss. Die Teilnehmenden lernten, wie sie sich dort sicher bewegen und welche Maßnahmen im Ernstfall zu ergreifen sind.
Erkundung des Rettungszugs
Tags darauf ging es zur praktischen Erkundung des Rettungszugs. Dieses spezielle Einsatzmittel der Deutschen Bahn ist für Notfälle im Bahnverkehr konzipiert – insbesondere für Einsätze in Tunneln oder schwer zugänglichen Streckenabschnitten. Der Zug besteht aus mehreren spezialisierten Wagen, darunter Transport-, Geräte-, Löschmittel- und Sanitätswagen. Jeder dieser Wagen erfüllt eine eigene Funktion: So können im Transportwagen bis zu 60 Personen unter gasdichten Bedingungen mit eigener Luftversorgung untergebracht werden, während der Sanitätswagen mit Beatmungsgeräten und Geräten für einen Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgestattet ist. Der Löschmittelwagen führt große Mengen Wasser und Schaummittel mit, und der Gerätewagen enthält unter anderem hydraulische Rettungsgeräte sowie moderne Funktechnik.
Praktische Übung: Rettung unter Realbedingungen
Nach der theoretischen und technischen Einführung folgte der praktische Teil der Ausbildung. In einer realitätsnahen Übung wurden verletzte Personen simuliert, die aus dem Gleisbereich geborgen und in den Rettungszug verbracht wurden. Dabei konnten die THW-Kräfte ihr Wissen anwenden und ihre Zusammenarbeit unter Einsatzbedingungen trainieren. Die Übung verlangte nicht nur technisches Geschick, sondern auch klare Kommunikation und ein hohes Maß an Koordination.
Autor:Stefan Wolf aus Miltenberg |
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