Lernen Sie Frankreich kennen….
Zu einem Besuch bei Freunden zwischen Ärmelkanal und Seine hatte der Deutsch-Französische Club Miltenberg am 22. März im Franziskushaus in Miltenberg eingeladen.

Etretat
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Unsere Beziehungen zu Frankreich sind wichtiger denn je in einem Europa, dessen Einigkeit existentiell gefährdet zu sein scheint. In diesem Sinne begab sich der DFC Miltenberg auf Spurensuche in unser Nachbarland Frankreich. Die Leitung der virtuellen Reise übernahm Wolfgang Hugo vom Partnerschaftskomitee des Bezirks Unterfranken, der, wie bereits in den vergangenen Jahren, einen interessanten und reich bebilderten Vortrag hielt. So konnten die Zuschauer durch faszinierende normannische und bretonische Landschaften und Städte wandeln. Die Reise begann in Le Havre, dem zweitgrößten Hafen Frankreichs. Nachdem die Stadt im letzten Weltkrieg fast vollständig zerstört worden war, baute der Architekt Auguste Perret sie in den Nachkriegsjahren wieder auf. Inzwischen wurde sie zum Weltkulturerbe ernannt. Nicht weniger beeindruckend ist die Brücke „Pont de Normandie“, eine der größten Schrägseilbrücken Europas, die sich mehr als zwei Kilometer über die Seinemündung erstreckt und Le Havre mit Honfleur, der Partnerstadt Wörths, verbindet. Auch die Kreidefelsen von Etretat waren einen Besuch wert, an dieser traumhaften Landschaft hatten bereits die Impressionisten Gefallen gefunden und sie in zahlreichen Bildern verewigt. Weiter ging es nach Caen, der Partnerstadt Würzburgs. Beide Städte waren nach dem Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Caen hat mit dem „Mémorial“ ein Museum des Friedens geschaffen, das sich mit den Ursachen, Hintergründen und Folgen der beiden Weltkriege beschäftigt. Das Grab Wilhelms des Eroberers, der 1066 England eroberte, kann man in der Männerabtei besichtigen. Weiter ging es über die Landungsstrände der Alliierten nach Bayeux mit seiner gotischen Kathedrale und der „Tapisserie de Bayeux“, dem Teppich von Bayeux, dem ersten Comic der Weltgeschichte, der die Geschichte der Eroberung Englands erzählt. Auch ein Besuch des Klosterbergs „Mont-Saint-Michel“ durfte nicht fehlen. Dieses einzigartige architektonische Ensemble ist seit 1979 Weltkulturerbe. In der Bretagne angekommen, ging es zum „La Vallée des Saints“, dem „Tal der Heiligen“, einer historischen Stätte im Landesinneren. Hier werden seit zehn Jahren monumentale Statuen von Heiligen aufgestellt. Ein Ort, der inzwischen viele Touristen anzieht. Nach einem kleinen Abstecher nach Concarneau, der Wirkungsstätte von Kommissar Dupin, führte die Reise zum äußersten westlichen Punkt Frankreichs, der Pointe du Raz. Hier, im Finistère, dem Ende der Erde, (lat. finis terrae) endete auch unsere Reise. Die Reiseteilnehmer wurden jedoch nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch mit französischen Weinen, Käse und Baguette verwöhnt. Dank an dieser Stelle den fleißigen Küchenhelferinnen, den Bediensteten des Franziskushauses und Herrn Hugo.
DFC Miltenberg

Autor:

Brigitte Hartung-Bretz aus Miltenberg

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