Spatenstich in Miltenberg
Neue Papiermaschine PM8 der Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG
- Strahlende Gesichter beim Spatenstich der Papiermaschine PM8 mit (von links) Christoph Maaß (Abteilungsleiter Papiererzeugung Fripa), Jan Wohlbold (Geschäftsleiter Fripa), Verena Queck-Glimm (Geschäftsführende Gesellschafterin Fripa), Björn Glass (Geschäftsführer Glass Bauunternehmung), Peter Oksakowski (Geschäftsführer BHM Ingenieure) und Christoph Raggl (BHM Ingenieure).
- Foto: Fripa
- hochgeladen von Andrea Kaller-Fichtmüller
Startschuss für eine neue Papiermaschine: Mit dem symbolischen Spatenstich begann am Mittwoch, 29. Oktober bei strahlendem Sonnenschein offiziell der Bau der neuen Papiermaschine PM8 der Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG in Miltenberg.
Größte Einzelinvestition der Firmengeschichte
Verena Queck-Glimm, Geschäftsführende Gesellschafterin des traditionsreichen Unternehmens, konnte dazu Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie die Belegschaft begrüßen. Sie zeigte sich hocherfreut, dass ausgerechnet am Geburtstag ihres Großvaters der Startschuss für die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte falle. „Mein Großvater wäre sehr stolz auf diesen besonderen Tag.“
Das mittelständische Unternehmen stellt mit der neuen PM8 die Weichen für den Einzug neuester Technologie in der Papierherstellung. Nach der PM6 im Jahr 2008 und der PM7 im Jahr 2015 ist die PM8 bereits die dritte Papiermaschine, die unter Verena Queck-Glimms Leitung entsteht. Zudem habe man mit der Firma Glass Bauunternehmung GmbH aus Mindelheim einen Partner gefunden, der zum ersten Mal für die Fripa tätig sein wird. Der Bau der neuen Papiermaschine PM8, so Verena Queck-Glimm weiter, sei ein deutliches Zeichen für Zukunftssicherung und nachhaltiges Wachstum am Standort Miltenberg.
Nutzfläche von rund 6.000 Quadratmetern
Jan Wohlbold, Geschäftsleiter der Fripa, skizzierte das Bauvorhaben. So erfolgt zunächst der Abbruch bestehender Gebäude, um Platz für die neue Papiermaschinenhalle mit einer Nutzfläche von rund 6.000 Quadratmetern zu schaffen. Des Weiteren entstehen ein Mutterrollenlager, eine Transportbrücke für den automatischen Rollentransport sowie ein zweigeschossiges Büro- und Sozialgebäude. Zudem wird der Bereich der Zellstofflagerung überdacht, um einen reibungslosen Materialfluss und einen optimalen Witterungsschutz zu gewährleisten.
Nach der Fertigstellung wird die neue Anlage eine Jahresproduktion von 37.000 Tonnen Papier ermöglichen. Dabei wird sie eine Produktionsgeschwindigkeit von 2.100 Metern pro Minute erreichen. Die automatische Anbindung an das Rollenlager erlaubt eine effiziente und sichere Lagerung von bis zu 1.000 Tissue-Rollen. Das Lager ist mit einer Sauerstoff-Reduktionsanlage ausgestattet, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Nachhaltiges Bauvorhaben
Im Zuge des Bauvorhabens wird auch das Thema Nachhaltigkeit, dem sich das Unternehmen verschrieben hat, konsequent weiterverfolgt. Der Bau einer Anlage zur Nutzung von Niederschlagswasser mit einem Volumen von 1.400 Kubikmetern ist ebenso geplant wie eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung. Dazu wird ein neuer Radweg zwischen Miltenberg und Großheubach gebaut, um den Fahrradverkehr auf den stark von LKWs frequentierten Straßen in Miltenberg-Nord zu entzerren.
Stärkung der Produktionskapazitäten
Jan Wohlbold dankte in diesem Zusammenhang dem Landratsamt Miltenberg sowie der Stadt Miltenberg und dem Markt Großheubach für die gute Zusammenarbeit und der Unternehmerfamilie für ihre Investitionsbereitschaft. Mit der neuen Papiermaschine PM8 und den umfangreichen Baumaßnahmen stärkt das Unternehmen seine Produktionskapazitäten und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig, so Jan Wohlbold abschließend.
Sicherung der Wirtschaftlichkeit
Björn Glass, Geschäftsführer der Glass Bauunternehmung GmbH, betonte die hervorragende Marktstellung, die mit dem Neubau der PM8 ermöglicht wird. Er lobte die zukunftsorientierte Unternehmerfamilie für ihre Investition in den Fortschritt und die Sicherung der Wirtschaftlichkeit. Abschließend dankte er seinen Mitarbeitern und wünschte dem Bauvorhaben einen guten und unfallfreien Verlauf.
„Bedeutender Meilenstein“
Christoph Raggl von der BHM Holding GmbH aus dem österreichischen Feldkirch sprach von einem „bedeutenden Meilenstein“, der eine enge Zusammenarbeit erfordere, und bedankte sich für das in die BHM-Ingenieure gesetzte Vertrauen. Das Ingenieurbüro ist für die technische Generalplanung verantwortlich.
Autor:Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg |
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