Spessart

Beiträge zum Thema Spessart

Kultur
Erinnerung ist kein Rückwärtsgang. Sie ist ein Kompass. Sie zeigt nicht, wohin man zurückkehren soll, sondern worauf man achten muss, wenn man nach vorn geht.
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Vor 50 Jahren: Wald, Main, Tauber – Klang der Jugendzeit.

Zwischen Odenwald, Spessart, Taubertal und Untermain lebt manche Erinnerung. REGION ODENWALD-SPESSART-TAUBERTAL-UNTERMAIN: Diese Landschaft war Mitte der 1970er Jahre kein einzelner Ort, sondern ein weiter Resonanzraum aus Dörfern, Marktflecken, Kleinstädten, Tälern und Höhen. Der Odenwald mit seinen bewaldeten Rücken, der Spessart mit seinen dunklen Buchen- und Eichenhängen, das Taubertal mit seinen Muschelkalkflanken, Weinbergen und Mühlenorten, der Untermain mit seinen Schiffen, Schleusen,...

Kultur
In Mönchberg wird diese alte Schwelle zwischen Sommerfülle und Herbstahnung bis heute auf besondere Weise erfahrbar. Der Bartholomäusmarkt ist dort mehr als ein Einkaufs- oder Festsonntag. Er ist ein Stück Ortsgedächtnis. Man trifft sich, bleibt stehen, kostet, schaut, plaudert, hört Musik, begleitet Kinder zu den Angeboten und merkt dabei, wie sehr ein Markt auch Zusammenhalt sichtbar machen kann.
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Barthel weiß, wo er den Most holt...

Bartholomäus – ein Heiliger zwischen Spessart, Maintal und Odenwald.   Wer im Spessart, am Main oder am Rand des Odenwalds eine Kirche betritt, die dem heiligen Bartolomäus geweiht ist, spürt oft sofort eine besondere Schicht von Stille. Es ist keine leere Stille, sondern eine, die nach Weihrauch, Holz, altem Gebet und nach vielen Generationen klingt, die hier gesessen, gebetet, gehofft und vielleicht auch manches still ausgehalten haben. Zwischen Mainbogen, Spessarthöhen und Odenwaldrand...

Natur & Tiere
Bei den Insekten herrschte derweil reger Betrieb. Hummeln und Falter zogen von Blüte zu Blüte, als müssten sie nach der Hitzepause eine verspätete Sommerinventur nachholen. Blütenpollen standen offenbar hoch im Kurs; wer genau hinsah, konnte meinen, hier werde nicht einfach gesammelt, sondern mit Kennermiene verkostet. Die Hummel brummte dazu ihr tiefes Zufriedenheitslied — irgendwo zwischen Traktor im Leerlauf und philosophischer Zustimmung.
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Endlich Temperatursturz und Regen ab 17. August 2026

Sommerfreuden.  Der Regen kam nicht mit großem Trommelwirbel über unsere Region, sondern eher wie ein höflicher Gast, der kurz anklopft, einen Eimer Frische dalässt und dann wieder hinter der nächsten Wolkenbank verschwindet. Mensch, Tier und Pflanze nahmen diese himmlische Dienstleistung dankbar entgegen. Nach Tagen voller Trockenheit und Hitze wirkte die Landschaft plötzlich, als habe jemand am Wetterregler vorsichtig von „Backofen“ auf „angenehm fränkisch“ zurückgedreht. Die Wiesen atmeten...

Kultur
Blick von der Mildenburg in Richtung Westen
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In Breitendiel und Mainbullau haben die Römer so manches Geheimnis hinterlassen, lassen sich die Rätsel lösen?

Das Imperium im Schatten des Odenwalds: Das ungelöste Wasserrätsel von Miltenberg und Breitendiel. MILTENBERG / BREITENDIEL / MAINBULLAU. Es ist einer der faszinierendsten Wendepunkte der europäischen Geschichte, und doch liegt er weitgehend im Verborgenen, tief vergraben im Waldboden des Mudtals und an den Hängen des Odenwalds. Hier, im heutigen Miltenberger Stadtteil Breitendiel und auf den windgepeitschten Höhen von Mainbullau, stieß das Römische Reich an seine äußerste Grenze. Es ist die...

Kultur
Vierhändiges Tastenspiel von Rachmaninow
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Juli im Rückblick, August in der Vorausschau.

Mais, Messen, Miltenberg – Drei M’s im Sommermodus. Der Juli verabschiedet sich aus dem Landkreis Miltenberg, aber seine Sonne bleibt wie ein Gast, der den Schlüssel verlegt hat. Früh am Morgen liegt ein goldener Schleier über den Feldern, doch wer näher tritt, erkennt die Müdigkeit des Sommers. Der Mais steht zwischen Bürgstadt und Kleinheubach wie ein erschöpfter Statist in einem Stück, das zu lange dauert. Die Blätter sind stumpf, manche bereits gelblich, als hätten sie die Farbe verloren...

Kultur
Das furiose (Sport-) Fest des FC Heppdiel hat bereits am ersten Tag gezeigt, dass das geräumige Sportheim weit mehr ist als ein Ort für Taktikbesprechungen und verschwitzte Trikots. Es ist ein unersetzlicher sozialer Kitt, der Menschen über Kreisgrenzen hinweg verbindet.
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Fußball, Funk und Fanta-Korn: Das furiose Fest in der Heppdieler Sporthalle.

Wer braucht schon Ibiza, wenn er das Heppdieler Sportheim haben kann? Am Freitagabend (24.07.2026) mutierte das geräumige Sportheim im Dreiländereck zum Epizentrum regionaler Partykultur. Ein soziologisches Phänomen im Miniaturformat, das bewies: Die Provinz lebt, tanzt und feiert grenzenlos. Die Völkerwanderung der Feierwütigen.  Schon früh am Abend setzte eine sanfte Völkerwanderung ein. Aus dem bayerischen Miltenberg, dem badischen Tauberbischofsheim und dem nahen Wertheim, sogar aus Hessen,...

Kultur
Erfrischtes Erdreich entbindet einen erdigen Duft. Wochenlange Dürre und flirrende Hitze weichen einem tiefen, satten Aufatmen der Natur. Das Wasser durchdringt den ausgedörrten Boden, bringt die Natur zum Strahlen, verändert den menschlichen Alltag, weckt Lebensgeister und lässt Städte wie ländliche Regionen aufatmen.
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Endlich Regen!

Wolkenbruch, Wiese, Wald erwachen. Erfrischtes Erdreich entbindet einen erdigen Duft. Wochenlange Dürre und flirrende Hitze weichen einem tiefen, satten Aufatmen der Natur. Das Wasser durchdringt den ausgedörrten Boden, bringt die Natur zum Strahlen, verändert den menschlichen Alltag, weckt Lebensgeister und lässt Städte wie ländliche Regionen aufatmen. Flora und Fauna im Wandel.  Das urbane Grün und die weiten Felder reagieren unmittelbar. Vergilbte Halme in Eichenbühl und Umgebung saugen das...

Gesundheit & Wellness
Frisch auf den Tisch!
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Sommer zwischen Freud‘ und Leid, Licht und Schatten.

Sommer, Strömung, Spessart – Ein Tag zwischen Schönheit und Gefahr.  Hitze, Hügel, Hochwald Der Sommer im Odenwald beginnt mit einem warmen Atem, der sich über die Hügel legt wie ein unsichtbarer Schleier. In den Tälern sammelt sich die Hitze, bleibt zwischen den Buchenhängen stehen und verdichtet die Luft zu einem flirrenden, fast vibrierenden Raum. Wer am späten Vormittag auf den Waldwegen unterwegs ist, spürt, wie die Wärme nicht nur die Haut berührt, sondern den Rhythmus des eigenen Körpers...

Gesundheit & Wellness
Endlich Regen nach tagelanger Hitze.
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Erlösung nach der Hitze.

Eine Gewitterfront beendet  in der Nacht zum 1. Juli 2026 die bleierne Starre der Tropentage — und verwandelt Wald, Wiese und Stadt binnen Minuten in eine Bühne elementarer Erneuerung. Es war, als hätte der Sommer selbst den Atem angehalten. Tagelang flirrte die Luft über dem Asphalt wie geschmolzenes Glas, die Wälder standen in staubiger Reglosigkeit, und über den Wiesen lag jenes matte Braun, das weniger Farbe als Erschöpfungszustand ist. Dann aber, in den späten Abendstunden, riss der Himmel...

Kultur
Erfrischung am Schnatterloch-Brunnen am Miltenberger Marktplatz. Eine Touristin aus Hamburg genießt die Abkühlung.
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Wie erträgt man die aktuelle Hitze bei uns? Ein Stimmungsbild am Vortag von Johanni.

Hitze, Himmel, Heimat – Ein Junitag im Odenwald und Maintal Firmung am Vormittag – Eichenbühl im Festlicht Der 23. Juni 2026 beginnt in Eichenbühl mit einem Licht, das schon früh die Schwere des Tages ankündigt. Die Sonne steht über dem Wengertsberg, als wolle sie selbst an der Firmung teilnehmen. Familien strömen zur Kirche, festlich gekleidet, die Kinder mit einer Mischung aus Nervosität und Stolz im Blick. Die Glocken klingen wie ein kühler Gegenpol zur Wärme, die sich bereits auf den Stufen...

Energie & Umwelt
„Holt's Holz vor der Hütt'n“ – dieser alpine Ur-Ausruf, der einst rein dem nackten Überleben in eisigen Tälern diente, feiert im Zeichen der modernen Nachhaltigkeit ein humorvolles Comeback. Längst hat die Sehnsucht nach dem echten, ehrlichen Rohstoff die hippen Vorstädte und ländlichen Idyllen gleichermaßen erobert.
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Der Duft von Harz und Zuversicht: Warum wir mitten im Juni Wärme wahren, Weitsicht walten!

Es ist Mitte Juni. Die Sonne brennt in den nächsten Tagen wohl wieder unbarmherzig, die Freibäder brummen, und das Thermometer kratzt vergnügt am sommerlichen Rekord. Wer in dieser Zeit lauer Sommernächte und eisgekühlter Getränke an Frost, klappernde Zähne und dicke Wollsocken denkt, gilt im Freundeskreis schnell als chronischer Partykiller. Doch der Schein trügt. Genau jetzt, im üppigen, lichtdurchfluteten Frühsommer, schlägt die Stunde der modernen Romantiker, der vorausschauenden Denker und...

Kultur
 Erzbischof em Prof. Dr. Ludwig Schick aus Bamberg mit Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula OFMConv. in Walldürn mit Ministrantinnen. Foto Roland Schönmüller
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Aufbruch, Augenhöhe, Alltagsnähe: Wenn die Basilika zum Wohnzimmer wird.

WALLDÜRN. Es gibt diese Sonntage, an denen die schwere barocke Luft einer Basilika plötzlich leicht wird. Am dritten Sonntag der Hauptwallfahrtszeit passierte in Walldürn genau das. Unter den Augen von Hunderten Gläubigen und Pilgergruppen aus Viernheim, Miltenberg und Eichenbühl verwandelte sich das ehrwürdige Gotteshaus in einen Ort ohne museale Erstarrung. Mittendrin: Erzbischof em. Prof. Dr. Ludwig Schick, ein Mann, der Theologie nicht von oben herab doziert, sondern auf Augenhöhe lebt....

Natur & Tiere
Vielleicht ist es gerade dieses Innehalten, das die Schafskälte so eigen macht. Sie ist kein Bruch, sondern eine Pause. Ein kurzer, kühler Zwischenraum, in dem der Sommer sich sammelt, bevor er sich endgültig entfaltet. Ein Naturmoment, der uns daran erinnert, dass Wärme kein Dauerzustand ist, sondern ein Geschenk, das sich Zeit nimmt.
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Was bedeutet Schafskälte?

Schafe, Schauer, Sommerpause: Was bedeutet Schafskälte? Schafskälte – ein Naturmoment im Rückwärtsgang des Sommers. Wenn der Juni schon nach Badetagen riecht und die Abende weich werden, kommt manchmal ein kühler Einspruch aus Nordwesten. Nicht laut, nicht dramatisch, eher wie ein Räuspern der Jahreszeit: Der Sommer hält inne, zieht die Schultern hoch und erinnert sich für ein paar Tage an den Frühling. Ein kühler Atem über warmem Land Naturkundlich betrachtet ist die Schafskälte ein...

Kultur
Am frühen Fronleichnams-Abend, als vielerorts die zweiten Messen beginnen sollten, kippte das Wetter. Der Regen kam nicht plötzlich, aber entschieden. In Eichenbühl etwa wurde rasch klar, dass kein Weg mehr hinausführte: Die Prozession fiel ins Wasser, der Abschlusssegen musste in der Kirche gesprochen werden.
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Fronleichnam am Abend.

Fronleichnam – Regen, Ritual, Rückhalt. Am Vormittag schien alles wie aus dem liturgischen Bilderbuch geschnitten. Der Festgottesdienst füllte die Kirchenbänke, die Monstranz glitt wie ein goldener Atemzug durch den Raum. Draußen warteten bereits die Stationen: Hausaltäre mit weißen Tüchern, Blumenaltäre in kräftigen Farben, flankiert von jungem Birkengrün, das im Wind raschelte wie eine leise Zustimmung. Die Prozession setzte sich in Bewegung, getragen von Gesang, Schritten, Erwartung. Ein...

Kultur
Die Besucher bewegen sich langsamer als sonst. Vielleicht, weil die Natur in dieser Übergangsphase eine eigene Sprache spricht. Die Hecken stehen dicht, aber noch nicht schwer. Der Lavendel beginnt zu duften, aber noch nicht zu dominieren. Die Amseln singen, als wollten sie den Mai verabschieden und den Juni zugleich begrüßen. Es ist ein Moment, in dem der Friedhof wie ein Kalenderblatt wirkt, das sich gerade umblättert.
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Warum sind Friedhöfe im Frühsommer einen Besuch wert?

Der Friedhof steht in diesen Tagen zwischen Mai und Juni in einer besonderen Schwebe. Es ist die Zeit, in der der Frühling noch nicht ganz gegangen und der Sommer noch nicht ganz gekommen ist. Die Luft trägt beides: das letzte Zarte und das erste Reife. Auf den Wegen liegt ein Licht, das sich jeden Morgen neu erfindet, als wüsste es selbst nicht genau, ob es noch Frühling oder schon Sommer sein möchte. Die Rosen öffnen sich zögerlich, die Taglilien dagegen mit einer Selbstverständlichkeit, die...

Kultur
Vor rund 235 Millionen Jahren lag das Gebiet um Miltenberg in einer weiten, heißen Senkenlandschaft aus rotem Sand und flachen Wasserläufen. Flussarme durchzogen das Wüstenbecken, in dem frühe Reptilien und Koniferen lebten – eine Urlandschaft des Buntsandsteins, deren Farben und Formen bis heute im Gestein der Haagsaussicht fortleben. Fotogestaltung Roland Schönmüller
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Bildergalerie und Essay.
Warum ist die Miltenberger Haagsaussicht so faszinierend?

Höhenblick, Haagsand, Heimatweite. Die Haagsaussicht zwischen Miltenberg und Wenschdorf ist ein Ort, der sich nicht mit einem einzigen Blick begreifen lässt. Sie ist Aussichtsbalkon, Geschichtsbuch und Geotop zugleich, ein stiller Balkon über dem Main, aufgeschichtet aus Millionen Jahren Erdgeschichte und überformt von Menschenhand. Der rote Mainsandstein, der hier offen zutage tritt, stammt aus der Zeit des Buntsandsteins, als vor rund 243 Millionen Jahren ein trockenes Becken von Flussläufen...

Kultur
Pfingstausflug am Main entlang.
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Pfingsten 2026 - erste Impressionen.

Pfingsten – Pfingstrosen – Pfingstfreuden. Pfingsten 2026 zeigt sich als ein Wochenende, das nach Aufbruch, Aufatmen und Aufblühen klingt. Der Himmel spannt sich weit über den Odenwald, die Luft trägt den Duft von Sommeranfang, und die Pfingstrosen öffnen ihre schweren Blüten, als wollten sie das Fest selbst kommentieren. In den Kirchen steht die Botschaft des Heiligen Geistes im Mittelpunkt – ein Fest der Inspiration, der Begeisterung, des inneren Funkens, der Menschen in Bewegung setzt....

Kultur
Kalt erwischt
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Die Begegnung mit den Eisheiligen: kalter Atem und heiße Nerven.

Frost-Fünfer im Frühsommer – ein Erfahrungsbericht zu den fünf widerspenstigen Kalendertagen. Die Eisheiligen sind jene fünf Kalendertage, die sich im Odenwald, im Spessart und im Maintal aufführen wie eine schlecht gelaunte Boyband auf Abschiedstournee: Sie kommen zu spät, sie sind zu laut, und sie bringen garantiert schlechte Stimmung mit. Man könnte meinen, der Mai sei längst ein freundlicher Monat – aber kaum hat man die Gartenmöbel rausgestellt, stolpern Mamertus und seine Kumpane herein...

Garten
Impressionen vom Sonntagnachmittag in Gottersdorf. Foto Roland Schönmüller
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Gottersdorf zwischen Himmel und Erde.

Gottersdorfer Pflanzentage: Wo selbst die Gießkanne Haltung zeigt. Walldürn. Man hätte meinen können, in Gottersdorf sei an diesem Wochenende nicht einfach Markt gewesen, sondern eine Art friedlicher Aufstand des Chlorophylls. Im Odenwälder Freilandmuseum öffneten die Garten- und Pflanzentage am 9. und 10. Mai ihre grünen Tore, und rund 40 Aussteller boten von 10 bis 18 Uhr, alles an, was wächst, rankt, blüht, duftet oder dem heimischen Beet ein neues Selbstbewusstsein verleihen kann: Rosen,...

Kultur
Vielleicht ist das die wahre Magie des Mai:
dass er uns für einen Moment glauben lässt, die Welt sei nicht nur erklärbar, sondern auch verzauberbar.
Dass jeder Schritt ein leises Klingen auslöst.
Dass jeder Atemzug ein Versprechen trägt.
Dass jeder Morgen ein Märchen sein könnte, wenn wir ihn nur lange genug anschauen.
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Bildergalerie und Essay.
Vom Zauber eines alltäglichen Anfangs.

Mai-Morgen-Magie – ein Essay. Der Mai betritt den Tag nicht, er schwebt hinein. Noch ehe ein Vogel sich räuspert, liegt über den Wiesen eine Traumhaut, dünn wie Atem, silbrig wie ein vergessenes Märchen. Es ist diese Stunde, in der die Welt so tut, als sei sie noch nicht ganz wach – und gerade deshalb am wahrhaftigsten. Man meint, die Landschaft habe über Nacht ein geheimes Abkommen mit der Fantasie geschlossen. Die Gräser stehen wie kleine Hofdamen Spalier, jede Tautropfenperle ein winziger...

Kultur
Magischer Mai-Morgen
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Mairegen bringt Segen.

Der Spruch „Mairegen bringt Segen“ stammt aus dem deutschen Volksmund und bezieht sich auf den Regen im Monat Mai. Die Bedeutung liegt darin, dass der Mairegen als besonders günstig für das Wachstum der Pflanzen und die Landwirtschaft angesehen wird. Im Mai beginnt die Natur zu sprießen, und der Regen sorgt dafür, dass Felder, Gärten und Wiesen ausreichend mit Wasser versorgt werden, was zu einer reichen Ernte führen kann. Die Symbolik des Mairegens steht für Fruchtbarkeit, Erneuerung und...

Kultur
Der Maikäfer ist mehr als ein Insekt – er ist der Frühlings-Flügelflitzer, der mit Charme, Chanson und Chitin den Mai zum Erlebnis macht.
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Wer ist der Gentleman im Garten?

Der Maikäfer – Mopsiger Musterknabe mit Musik im Marsch.   Wenn im Mai die Sonne schmunzelt und die Blätter brummen, wackelt der Maikäfer mit den Flügeln – ein fröhlicher Frühlings-Frechdachs, der als „mopsiger Musterknabe mit Musik im Marsch“ die Herzen höherschlagen lässt. Kein Wesen vereint mehr Witz, Wunder und Wandel als unser brauner Brummer, der zwischen Blatt und Blüte stets auf Abenteuer aus ist. Sein Aussehen? Ein glänzender Panzer, puschelige Beine, prächtige Antennen – ein echter...

Kultur
Mai-Szenerie  - Aquarellskizzen Roland Schönmüller
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Blüten, Blick, Begegnung.

Der Freudenberger Parksee zeigt Anfang Mai jene stille, aber eindringliche Form des Frühlings, die sich nicht aufdrängt und doch überall spürbar ist. Der Weg, weich wie ein Teppich aus Moos und feinem Gras, führt dicht am Wasser entlang und wirkt, als hätte er den Winter unbeschadet überstanden. Jeder Schritt ist gedämpft, und doch erzählt die Landschaft bereits von Aufbruch. Eine Bachstelze eröffnet den Tag. Sie trippelt über den Kies, leichtfüßig, aufmerksam, als würde sie den See persönlich...

Kultur
Zwischen 18 und 22 Uhr öffnen zwanzig Geschäfte ihre Türen ein Stück weiter als sonst, bereit für jene besondere Mischung aus Bummellust, Frühlingslaune und kleinen Verwöhnmomenten, die die Ladies Night seit Jahren prägt. Sektgläser klirren, Rabattaktionen locken, und die Stadt verwandelt sich in ein flanierendes Mosaik aus Farben, Stimmen und neugierigen Blicken. Wer durch die Altstadt geht, wird nicht nur einkaufen, sondern eintauchen – in ein Lebensgefühl, das irgendwo zwischen Wertheim und Via Veneto schwebt.
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Am 8. Mai 2026 verwandelt sich Wertheim in eine Nacht der Frauen.

Dolce‑Dämmerung – Damen‑Dynamik – Innenstadt‑Inspiration Ein feuilletonistischer Vorbericht zur Ladies Night in Wertheim Wertheim, 30. April 2026 – Es gibt Abende, die schon im Voraus ein leises Leuchten verheißen. Die Ladies Night am Freitag, 8. Mai, gehört zu jenen Terminen, an denen die Wertheimer Altstadt spürbar aufblüht, als würde sie sich für ein paar Stunden in eine italienische Piazza verwandeln. „La Dolce Vita“ lautet das Motto – und man darf davon ausgehen, dass es nicht nur auf...

Kultur
Volkslieder sind im Mai mehr als bloß musikalische Begleiter; sie sind die Klangfarbe des Frühlings selbst. Mit „Alle Vögel sind schon da“ oder „Der Mai ist gekommen“ wird das, was draußen blüht, gleich noch ein bisschen blühender – zumindest im Gemüt.
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Bildergalerie und Essay.
Im Wonnemonat Mai: Über Volkslieder, Frühlingsstimmung und Lebensfreude.

Charmant und leichtfüßig – warum im Mai die Musik nicht nur in den Ohren, sondern auch im Herzen klingt. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus – und mit ihnen auch das Herz zahlreicher Musikliebhaber. Es ist, als würde Mutter Natur ihren Dirigentenstab schwingen und das große Frühlingsorchester eröffnen. Der Mai, dieser Wonnemonat voller Versprechen und zarter Sonnenstrahlen, lockt nicht nur Spaziergänger aus dem Winterschlaf, sondern auch Melodien aus den Tiefen der Volksseele....

Kultur
Die Pusteblume ist mehr als nur eine botanische Kuriosität; sie ist ein Sinnbild für Aufbruch und Neubeginn. Wie ein Löwenzahnsame, der auf Reisen geht, trägt jeder von uns seine Hoffnungen und Sehnsüchte in die Welt hinaus.
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Bildergalerie und Essay.
Löwenzahn, Pusteblumen – Zeitreisen im Wind.

Ein feuilletonistischer Essay über Kindheit, Wünsche und die Magie des Vergänglichen.   Es gibt Momente im Leben, die sich in die Erinnerung einbrennen wie das flüchtige Licht eines Sommers. Der Löwenzahn, einst unscheinbar am Wegesrand, verwandelt sich plötzlich zur Pusteblume – und mit einem einzigen Atemzug wird aus Kinderspiel ein Symbol für das Vergehen der Zeit. Wenn wir die weißen, feinen Samen in die Luft pusten, schicken wir nicht nur Wünsche hinaus in die Welt, sondern auch kleine...

Kultur
Farbenprächtiger Übergang
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Bildergalerie und Essay.
Rot - Feuer - Fulminanter Wechsel : Walpurgisnacht mal anders gestalten, fern von Spuk und Streichen.

Die Walpurgisnacht vom 30. April zum 1. Mai legt sich wie ein flimmernder Schleier über den Odenwald, den Spessart und das Maintal, als würde die Landschaft selbst für einen Moment den Atem anhalten. Zwischen den letzten kühlen Aprilnächten und dem ersten warmen Maiabend entsteht jener schmale Spalt im Jahr, in dem die Menschen seit Jahrhunderten das Dunkle verabschieden und das Helle begrüßen. Man spürt es auf den Höhenzügen des Odenwaldes, wo der Wind noch einmal scharf durch die Buchen...

Kultur
Bewegung, Dynamik, Fortschritt.
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Bildergalerie und Essay.
Markusprozession leitet alljährliche Wallfahrtstradition sowie vorpfingstliche Bittgänge ein.

Hinaus ins Freie!  Rund um den 25. April, wenn der April sein finales Kapitel öffnet und die Landschaft zwischen zartem Frühling und letzten Wetterlaunen schwankt, entfaltet sich im Odenwald ein Ritual, das seit Jahrhunderten Bestand hat: die Markusprozession. Sie ist kein lautes Fest, kein spektakuläres Ereignis, sondern ein stiller, aber kraftvoller Gang durch Felder und Fluren – ein Übergangsritus, der den Menschen mit der Landschaft verbindet und den Kalender mit Bedeutung auflädt. Am Hang...

Kultur
Blindschleiche an einem warmen Apriltag im Erftal
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Bildergalerie und Essay.
Eichenbühl ist - nicht nur jetzt im Frühling - ein lohnenswertes Wander- und Ausflugsziel.

Frühlingsfreude, Fichtenflüstern, Feldfarben.   Ein poetischer Pressebericht zum Frühlingsbeginn in Eichenbühl im Erftal.   Wenn zarte Sonnenstrahlen über das Erftal tanzen und die Felder rund um Eichenbühl sich in ein leuchtendes Farbenmeer verwandeln, dann hält der Frühling mit leisen Schritten Einzug. Zwischen rauschenden Fichten und blühenden Wiesen erwacht der Ort an der Erf zu neuem Leben – ein Naturschauspiel, das in seiner Schönheit Herz und Sinne berührt. Eichenbühl blickt auf eine...

Kultur
Gelb  - magisch, mystisch, märchenhaft.
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Bildergalerie und Essay.
Mögen Sie die Farbe Gelb?

Goldwitz – Gelbgewitter – Gemütsglühen. Ein Essay über eine Farbe, die den Frühling nicht nur begleitet, sondern inszeniert. Der Frühling hat eine Lieblingsfarbe, und diese Lieblingsfarbe hat keinerlei Interesse daran, unauffällig zu sein. Gelb breitet sich über Felder, Wiesen und Bachränder aus, als hätte die Natur beschlossen, einmal im Jahr kollektiv zu übertreiben. Raps leuchtet wie eine frisch polierte Bühne, Dotterblumen glänzen, als hätten sie heimlich Solarzellen verbaut, Löwenzahn...

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