Bildergalerie und Essay.
Festfreude, Frühlingsflair, Feuerwehrgeist.

Einen festlichen und zugleich besinnlichen Akzent setzte der Gottesdienst am Sonntagvormittag, den Pfarrer Artur Fröhlich unter das bekannte Feuerwehrmotto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ stellte. Dabei ging er auf die Bedeutung und Symbolik dieses Leitwortes ein, das seit langem für selbstlosen Dienst, Hilfsbereitschaft und Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen steht. Sechs junge Feuerwehrfrauen sprachen dazu passend die Fürbitten und nahmen Bezug zu aktuellen Themen, die alle betreffen und beschäftigen.
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  • Einen festlichen und zugleich besinnlichen Akzent setzte der Gottesdienst am Sonntagvormittag, den Pfarrer Artur Fröhlich unter das bekannte Feuerwehrmotto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ stellte. Dabei ging er auf die Bedeutung und Symbolik dieses Leitwortes ein, das seit langem für selbstlosen Dienst, Hilfsbereitschaft und Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen steht. Sechs junge Feuerwehrfrauen sprachen dazu passend die Fürbitten und nahmen Bezug zu aktuellen Themen, die alle betreffen und beschäftigen.
  • hochgeladen von Roland Schönmüller


Der Eichenbühler Gemeindeteil Guggenberg zeigte sich am 9. und 10. Mai 2026 von seiner schönsten Seite: Bei sonnigem Maiwetter wurde das 111-jährige Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr zu einem Fest, das weit über den Odenwald-Höhenort hinausstrahlte.

Der kleine Ort präsentierte sich als einladendes Ausflugsziel, in dem Dorfbrunnen, Bildstöcke, Hausmadonnen, Maibaum, Ausstellungsstücke der hiesigen Feuerwehr und ein frühlingshaftes Ambiente die Gäste aus dem Bundesländereck Bayern und Baden-Württemberg willkommen hießen.

Wer nach Guggenberg kam, spürte schnell, dass hier nicht nur gefeiert, sondern auch gelebte Dorfgemeinschaft sichtbar wurde.

Entsprechend zufrieden fiel das Fazit von Kommandant Christian Gärtner aus. Er zeigte sich sehr angetan von der Organisation und der Durchführung des Festes und durfte dies mit Blick auf die Resonanz auch guten Gewissens sein: Die Besucherzahlen stimmten, Nachbarwehren kamen zahlreich, und auch viele Gäste aus der Region fanden den Weg nach Guggenberg.

So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Höhepunkt für die Wehr selbst, sondern auch zu einem Treffpunkt der Feuerwehrfamilie und vieler Freunde des Ortes.

Einen festlichen und zugleich besinnlichen Akzent setzte der Gottesdienst am Sonntagvormittag, den Pfarrer Artur Fröhlich unter das bekannte Feuerwehrmotto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ stellte. Dabei ging er auf die Bedeutung und Symbolik dieses Leitwortes ein, das seit langem für selbstlosen Dienst, Hilfsbereitschaft und Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen steht.

Sechs junge Feuerwehrfrauen sprachen dazu passend die Fürbitten und nahmen Bezug zu aktuellen Themen, die alle betreffen und beschäftigen. 

Musikalisch umrahmt wurden der Gottesdienst und der anschließende Frühschoppen von der Eichenbühler Musikkapelle, die mit ihrem Spiel zur feierlichen wie geselligen Atmosphäre des Wochenendes maßgeblich beitrug.

Die Formel „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ist in der Feuerwehrtradition eng mit Nächstenliebe, selbstlosem Helfen und verantwortlichem Handeln verbunden.
Gottesdienst und Frühschoppen der FFW Guggenberg – der Leitspruch im Herzen der Predigt

Der Festgottesdienst zum 111‑jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Guggenberg erhielt seinen inneren Brennpunkt in einem Satz, der seit Generationen über Gerätehäusern, Fahnen und Festschriften steht: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ Pfarrer Artur Fröhlich nahm diesen Leitspruch nicht als dekorative Tradition, sondern als geistliche Verdichtung dessen, was Feuerwehrdienst im Kern bedeutet. Er legte ihn aus wie ein kleines Glaubensbekenntnis, das aus zwei Hälften besteht und doch ein Ganzes bildet.

Die erste Hälfte – Gott zur Ehr – beschrieb er als Haltung, nicht als Pathos. Es gehe nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger durchs Leben zu gehen, sondern darum, das eigene Tun in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Wer hilft, ehrt Gott nicht durch Worte, sondern durch Taten. „Manchmal“, sagte Fröhlich, „ist ein ausgerollter Schlauch ein Gebet.  Und manchmal ist das stille Dableiben an einer Unfallstelle die ehrlichste Form von Glauben.“

Die zweite Hälfte – dem Nächsten zur Wehr – führte er in die Gegenwart des Dorfes zurück. Wehr sein bedeute nicht nur, Feuer zu löschen. Es bedeute, sich schützend vor Menschen zu stellen, die gerade nicht weiterwissen. Es bedeute, nachts aufzustehen, wenn andere schlafen. Es bedeute, Verantwortung zu tragen, ohne dafür Applaus zu erwarten. „Wehr sein“, so Fröhlich, „ist ein Versprechen: Du bist nicht allein.“

Der Pfarrer verband beide Teile des Leitspruchs zu einem Bild: Wie zwei Hände, die ineinandergreifen – die eine zeigt nach oben, die andere nach außen. Und genau in diesem Griff liege die Symbolik der Feuerwehr: Gottvertrauen und Menschenliebe, Himmel und Alltag, Glaube und Einsatzjacke.

Nach dem Gottesdienst, als die ersten Bratwürste dufteten und der Frühschoppen in Gang kam, klangen seine Worte in vielen Gesprächen nach. Besonders bei denen, die den Leitspruch nicht nur kennen, sondern leben.

Ein junge Feuerwehrfrau, sagte leise, fast verlegen: „Ich hab den Spruch früher nur auf der Fahne gesehen. Heute hab ich verstanden, was er meint. Wenn wir ausrücken, dann ist das nicht nur Technik. Es ist ein Gefühl: Wir passen aufeinander auf. Und irgendwie fühlt sich das größer an als wir selbst.“

Ein Feuerwehrmann aus der Region,Anfang vierzig, mit zwanzig Dienstjahren im Rücken, formulierte es bodenständiger: „Der Pfarrer hat’s gut getroffen. Wir machen das nicht für Orden. Wir machen’s, weil jemand uns braucht. Und wenn man nach einem Einsatz heimfährt und weiß, dass man geholfen hat – dann ist das vielleicht genau das, was der Spruch meint.“

So wurde der Leitspruch an diesem Jubiläumssonntag nicht nur zitiert, sondern neu gespürt. Er stand nicht auf Bannern, sondern zwischen den Menschen. Und er verlieh dem 111‑jährigen Fest der Guggenberger Wehr jene stille Würde, die entsteht, wenn Tradition und Gegenwart sich gegenseitig tragen.

Dass die Freiwillige Feuerwehr Guggenberg trotz ihrer überschaubaren Größe als außerordentlich engagiert gilt, wurde an diesem Wochenende ebenfalls deutlich hervorgehoben.

Rund zwei Dutzend Aktive, darunter acht Feuerwehrfrauen, stehen für eine Wehr, die sich mit vorbildlichem Eifer in Übungen und Weiterbildung einbringt, wie Kreisbrandinspektor Hauke Muders betonte.

Zum Gelingen des Jubiläums trugen darüber hinaus auch die vielen Helferinnen und Helfer bei, die mit Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen beste Voraussetzungen für lange Gespräche zwischen Gästen und Einheimischen schufen. Gerade dieses Miteinander verlieh dem Fest jenen warmen Ton, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Am Ende stand ein Wochenende, das vieles zugleich war: würdige Jubiläumsfeier, lebendiger Ausdruck ehrenamtlichen Engagements und stimmungsvolles Dorffest. Für die Feuerwehr Guggenberg und ihre vielen Unterstützer war dieses 111-jährige Bestehen damit vor allem eines: ein voller Erfolg. Und vielleicht liegt genau darin die schönste Botschaft solcher Tage – dass Tradition dann besonders lebendig bleibt, wenn sie mit Herzblut organisiert, offen gefeiert und gemeinsam getragen wird.

Roland Schönmüller

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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