Bildergalerie und Essay.
Mai adé und Vorfreude auf den kommenden Monat Juni.
- Das Dreifaltigkeitsfest näher – und mit ihm die Einladung zu Gottesdiensten, Andachten, Ausflügen und Wallfahrten, nicht zuletzt nach Walldürn, wo sich religiöse Tradition und frühsommerliche Landschaft auf besondere Weise begegnen.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Der Mai nimmt Abschied – nicht leise, sondern mit jener eigentümlichen Mischung aus Schwüle, Erwartung und landschaftlicher Pracht, die den Frühling in seinen letzten Tagen noch einmal zur großen Bühne werden lässt.
Bereits am Morgen des vorletzten Maitages zeigt das Thermometer gegen neun Uhr 27 Grad Celsius, und über den Feldern liegt jene schwere Wärme, die einen Wetterwechsel ahnen lässt. Während in den Dörfern, Kommunen und Städten der Tag allmählich Gestalt annimmt, entfaltet sich entlang der Verbindungsstraßen ein Bild von beinahe malerischer Eindringlichkeit:
sattgrüne Getreidefelder, dürstende Maisflächen und dazwischen ausgetrocknete Böden, deren Risse vom Mangel an Regen erzählen.
Auf einem Maisacker zieht ein Traktor seine Bahnen und streut Dünger in Kügelchenform aus – eine stille Geste der Hoffnung auf den angekündigten Regen, der ersehnt wird, sofern er nicht als Unwetter mit Hagel und Sturmböen über das Land hereinbricht.
Fast trotzig behauptet sich in dieser Szenerie die Schönheit des Frühsommers: Klatschmohnblüten wiegen sich im Wind, als wollten sie der Landschaft für einen Augenblick Leichtigkeit zurückgeben, während Hummeln unbeirrt in die schwankenden Blütenkörbe kriechen.
Dazu gesellt sich das leuchtende Blau der Kornblumen, von denen manche bereits in voller Blüte stehen, während andere sich noch tastend dem Licht öffnen.
So endet dieser Wonnemonat mit einer symbolträchtigen Geste: einem zweiten Vollmond im Mai.
Zugleich rückt das Dreifaltigkeitsfest näher – und mit ihm die Einladung zu Gottesdiensten, Andachten, Ausflügen und Wallfahrten, nicht zuletzt nach Walldürn, wo sich religiöse Tradition und frühsommerliche Landschaft auf besondere Weise begegnen.
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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