Das Hochfest Fronleichnam -
Mehr als ein verlängertes Wochenende

Anbetung des Allerheiligsten in der Monstranz
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  • Anbetung des Allerheiligsten in der Monstranz
  • Foto: Martin Winkler
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Gemäß dem 2. Vatikanischen Konzil sei die Eucharistiefeier Quelle und Höhepunkt allen christlichen Lebens, so Pfarrer Bernd Winter bei der Begrüßung der Gläubigen zum Hochfest Fronleichnam am 03.06.21 in der Pfarrkirche St. Jakobus, Miltenberg. Jesus selbst habe die Eucharistie vor seinem Leiden als Gedächtnismahl eingesetzt, als er beim letzten Abendmahl Brot und Wein mit seinen Jüngern geteilt habe. In seiner Predigt ging Pfarrer Winter darauf ein, dass vielen Menschen die Bedeutung von Fronleichnam unbekannt sei. Für diese Menschen handele es sich bei diesem Feiertag eher um eine willkommene Gelegenheit für ein verlängertes Wochenende. Für Christen sei es daher besonders wichtig, den Sinn dieses Festes näher zu betrachten. Unter dem mittelhochdeutschen Wort „Fronleichnam“ sei „Leib des Herrn“ zu verstehen. Inhaltlich gehe es um die Feier der Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Fronleichnam stehe in enger Verbindung zum Gründonnerstag, an dem die Kirche der Einsetzung des Herrenmahls durch Jesus gedenke. Höhepunkt am heutigen Fest sei die Feier der Hl. Messe. Die Prozession, in der die in den Leib Christi verwandelte Hostie in der Monstranz feierlich mitgetragen werde, müsse in diesem Jahr leider erneut entfallen. Eucharistie feiern heiße, Jesus in unser Herz aufzunehmen und mit ihm eins zu werden in einem tiefen Glauben. In jeder Eucharistiefeier werde Brot gewandelt, es werde zum Leib Christi und uns als Speise zum ewigen Leben geschenkt. Neben einem Hunger nach Brot gebe es auch einen anderen Hunger, der nicht weniger groß sei: Den Hunger nach Zuwendung und Liebe. Diesen Hunger könnten Menschen allein nicht stillen. Es bedürfe einer Speise, die nicht von der Erde, sondern vom Himmel komme. Diese Speise sei Jesus selbst, uns gereicht in Brot und Wein. Jesus gebe nicht irgendein Brot – er selbst sei das Brot. Er lade uns ein zum Verzehr seines Leibes und seines Blutes und somit zur Kommunion, d.h. zur Gemeinschaft mit ihm. So lebe Christus in uns, er schenke uns Leben in Fülle. Die Wandlung, die wir feierten, werde auch unsere Wandlung zur Folge haben. Wer Liebe erfahren habe, wolle sie auch erwidern. Vieles könne sich wandeln, wenn dieses Fest für uns mehr sei als nur ein verlängertes Wochenende. Nach der Kommunionspendung bedankte sich Pfarrer Winter für die musikalische Gestaltung bei Michael Bailer, den Kantorinnen und der Stadtkapelle sowie für den Kirchenschmuck - Christa Winkler hatte vor dem Altar einen schönen Blumenteppich gelegt. Danach folgte die Aussetzung und Anbetung des Allerheiligsten in der Monstranz. Pfarrer Winter und die Gemeinde beteten abwechselnd aus dem Gotteslob, z.B. für geistliche Berufungen. Nach dem „Tantum Ergo“ spendete Pfarrer Winter den eucharistischen Segen für die Gläubigen, dann begab er sich zum Kircheneingang an der Mainseite und spendete der Stadt und ihren Bewohnern den eucharistischen Segen. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes erklang das „Te deum“ und die Glocken läuteten.
Nina Reuling

Autor:

Nina Reuling aus Miltenberg

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