Bildergalerie und Essay.
Sommernachtslieder und Klang-Kunst.
- KlangArt auf der Mildenburg verband musikalische Qualität mit Nähe zum Publikum und einer angenehm leichten Form der Präsentation. Die vier Musikerinnen gestalteten einen Abend, der Professionalität, Spielfreude und atmosphärische Dichte vereinte.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
KlangArt auf der Mildenburg: Musikalischer Abend im Burghof.
Miltenberg. Als die Mildenburg am Samstag, dem 01.08.2026, an einem angenehmen Sommerabend, ihren Burghof öffnete, wurde sie für einige Stunden zur klingenden Bühne über den Dächern der Stadt. Zwischen alten Mauern, Abendlicht und der besonderen Stille eines historischen Ortes entfaltete KlangArt einen musikalischen Abend, der weniger nur Konzert als vielmehr eine kleine Reise durch Stimmungen, Zeiten und Klangfarben war.
Vier Musikerinnen mit weitem Horizont.
Mit Miriam Möckl und Theresa Zänglein-Unger, beide Sopran, Birgit Saemann am Violoncello und Britta Gläser am Klavier standen vier Musikerinnen auf der Bühne, die ihr Programm mit spürbarer Freude an Kontrasten gestalteten. Sie spannten einen Bogen von geistlichen und romantischen Stücken über Oper, Filmmusik und Musical bis hin zu Chanson und feinsinnig-humoristischen Momenten.
Zum Programm gehörten unter anderem „Sing Me a Song of the Lord“, „White Mountain Princess“, Chopins Nocturne, „Summertime“ aus Gershwins „Porgy and Bess“, Beiträge von Mozart und Rossini sowie bekannte Melodien aus Film und Pop. Auch „Make You Feel My Love“, „The Prayer“ und als Zugabe „You Raise Me Up“ fanden ihren Platz in diesem vielgestaltigen Konzertverlauf.
Zwischen Klassik, Humor und leichter Eleganz.
Gerade in der Mischung lag der Reiz des Abends. Lyrische Passagen standen neben augenzwinkernden Einlagen, große Melodien neben kleinen musikalischen Pointen. Rossinis „Miau-Duett“, „Tauben im Park“ und die Bezüge zu Loriots „Karneval der Tiere“ setzten heitere Akzente, ohne den musikalischen Anspruch preiszugeben. Das Chanson „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann“ fügte sich als charmante Reminiszenz an eine ebenso lebensnahe wie unterhaltsame Unterhaltungskultur ein.
Die Kulisse der Mildenburg wirkte dabei nicht bloß als Hintergrund, sondern als Mitspielerin des Abends. Der Burghof verlieh den Stimmen, dem warmen Ton des Violoncellos und den Klavierlinien eine besondere Resonanz. Was im Konzertsaal vielleicht vor allem als Programmfolge erschienen wäre, gewann hier eine fast erzählerische Qualität: Musik als Gespräch zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Stein und Klang, zwischen Ernst und Lächeln.
Positive Resonanz aus dem Publikum.
Das Publikum folgte dem Abend aufmerksam und dankbar. In den Reaktionen nach dem Konzert wurden besonders die stimmlichen Leistungen, das fein abgestimmte Zusammenspiel mit Violoncello und Klavier sowie die abwechslungsreiche Dramaturgie des Programms hervorgehoben. Die Vielfalt wurde nicht als bloße Aneinanderreihung empfunden, sondern als Einladung, sich immer wieder neu auf andere Farben und Stimmungen einzulassen.
Fazit:
KlangArt auf der Mildenburg verband musikalische Qualität mit Nähe zum Publikum und einer angenehm leichten Form der Präsentation. Die vier Musikerinnen gestalteten einen Abend, der Professionalität, Spielfreude und atmosphärische Dichte vereinte. So setzte die Veranstaltung einen gelungenen, klangvollen Akzent im Kultursommer — einen Moment, in dem die Burg nicht nur Ort der Geschichte war, sondern auch Resonanzraum lebendiger Gegenwart.
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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