Irreversible Trockenschäden an Pflanzen vermeiden
Junge Streuobstbäume richtig bewässern

Gerade junge Streuobstbäume sind stark von der Klimaerwärmung und langen Trockenperioden betroffen - gießen ist hier besonders wichtig. | Foto: © Landschaftspflegeverband Miltenberg e.V.
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  • Gerade junge Streuobstbäume sind stark von der Klimaerwärmung und langen Trockenperioden betroffen - gießen ist hier besonders wichtig.
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Wenn Streuobstwiesen nicht gepflegt werden, verbuschen sie und verlieren ihren ursprünglichen, offenen Charakter. Um sie zu erhalten, ist sowohl die Bewirtschaftung der Wiese als auch die Pflege der Bäume wichtig. Dazu gehört auch das Nachpflanzen junger Bäume.

Besonders in den ersten zwei Jahren nach Pflanzung – vor allem in der Wachstums­phase von März bis Juli –, ist eine großzügige Bewässerung unabhängig von der Witterung wichtig. Auch in den folgenden Jahren kann bei Trockenheit das Gießen notwendig sein. In der Region erleben wir zunehmend trockene Frühjahre und Sommer. Trockenschäden an Pflanzen sind irreversibel. Umso wichtiger ist es, vor allem Jungbäume zu wässern. Deren Wurzeln konnten noch nicht in tiefere Bodenschichten wachsen, wo sich die Bodenfeuchte länger hält. Wurzeln wachsen dem Wasser hinterher, denn die darin gelösten Nährstoffe sind Nahrung der Pflanzen.

Daraus ergibt sich die wichtigste Gießregel: Viel hilft viel! Das heißt: Wenn gegossen wird, dann eine große Menge von bis zu 100 Liter pro Baum. Das Wasser muss im Wurzelbereich einsickern. Würde diese Wassermenge auf einmal gegossen, flösse fast alles weg und der Baum bekäme kaum etwas ab.
Daher besser einen Gießrand anlegen, der möglichst viel Wasser auf der Baumscheibe hält. Die Baumscheibe sollte während der Erziehungsphase regelmäßig gehackt werden.

Die Schlaraffenburger gGmbH empfiehlt, in die Böden zweier Speiskübel (etwa 65 Liter) über die ganze Fläche verteilt 15 Löcher mit zwei bis drei mm Durchmesser zu bohren. Die Kübel können an den Baum gestellt und mit Wasser gefüllt werden. Nach 15 bis 30 Minuten hat sich das Wasser im Wurzelbereich verteilt. Ist der Boden auf diese Art gut gegossen, hält sich die Bodenfeuchte relativ lange. Die Pflanzen dagegen jeden Abend ein wenig zu gießen, ist kontraproduktiv, denn damit werden lediglich die obersten Bodenschichten erreicht. Nur Pflanzen, die tiefer verwurzelt sind, können längere Trockenzeiten überstehen.

Veranstaltungshinweis: Am 29. Juni findet der Workshop „Richtig Bewässern“ des Naturpark Spessart in Kooperation mit dem Markt Mönchberg statt. Dabei werden Bewässerungstechniken mit Vor- und Nachteilen gezeigt und verglichen – von Bewässerungssäcken bis zum Tankwagen. Weitere Informationen gibt es im Flyer zum „Streuobstjahr 2024“ unter www.naturpark-spessart.de oder
www.landkreis-miltenberg.de.    sed

Gerade junge Streuobstbäume sind stark von der Klimaerwärmung und langen Trockenperioden betroffen - gießen ist hier besonders wichtig. | Foto: © Landschaftspflegeverband Miltenberg e.V.
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Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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