Spatenstich an der Grundschule Miltenberg
Der lange ersehnte Startschuss für die Sanierung ist endlich gefallen
- Endlich geht es los! Mit dem ersten Spatenstich für das Heizhaus.
Von links: Schulamtsleiter Harald Frankenberger, die ehemalige Schulleiterin Brigitte Hauck, Schulleiterin Patricia Kissel-Dauber, Bürgermeister Bernd Kahlert, Architekt Stephen Knapp, Johannes Hortig, Projektleiter und Bauamtsleiter Alexander Beuchert. - hochgeladen von Marlene Deß
Endlich geht es los: Mit einem ungewöhnlich bildreichen Auftakt wandten sich Bürgermeister Bernd Kahlert, Schulamtsdirektor Harald Frankenberger und Schulleiterin Patricia Kissel-Dauber am 5. Dezember an die anwesenden Gäste, um mit dem Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten an der Grundschule Miltenberg einzuläuten.
In seiner Ansprache knüpfte Bürgermeister Bernd Kahlert an das Datum an: Am Tag vor Nikolaus stellten viele Kinder traditionell ihre Schuhe vor die Tür, und ähnlich habe auch die Grundschule ihren „Schuh“ schon vor Jahren mit dem Wunsch nach Sanierung und Erweiterung hinausgestellt. Das passende „Päckchen“ habe Zeit gebraucht, doch mit dem Spatenstich sei es nun geschnürt.
„Die Schuhe sind gefunden und sie werden ab jetzt endlich gefüllt - nicht mit Süßigkeiten, sondern mit moderner Pädagogik und Zukunft für unsere Kinder“,
sagte Kahlert. Schulamtsdirektor Harald Frankenberger verglich den Moment augenzwinkernd mit der Mondlandung und Patricia Kissel-Dauber nannte ihn ein „historisches Ereignis“.
Drei Formulierungen, die die Bedeutung des Baustarts deutlich machten.
Viele Grundschulkinder begleiteten die Veranstaltung mit Gesang und Flötenspiel. Obwohl sie die Schule nach Fertigstellung des Bauprojekts längst nicht mehr besuchen werden, konnten sie dessen Beginn direkt miterleben.
Einrichtung in der Stadt verankert
Die Grundschule Miltenberg ist in einem denkmalgeschützten Gebäudekomplex aus den 1950er Jahren sowie in einem Verwaltungsbau aus den 1990er Jahren untergebracht. Seit langem besteht dort erheblicher Sanierungsbedarf. Es wurde kontrovers diskutiert, ob die Schule am aktuellen Standort bleiben oder auf die andere Mainseite ziehen soll. Ein Bürgerbegehren mit über 2.000 Unterschriften brachte schließlich Klarheit: Die Miltenbergerinnen und Miltenberger entschieden sich bewusst für den Erhalt und die Entwicklung der Schule an der Wolfram-von-Eschenbach-Straße.
„Genau diese Verbundenheit zeigt, wie tief diese Einrichtung in unserer Stadt verankert ist und wie bedeutsam es ist, dieses besondere Ensemble zu bewahren und zugleich in die Zukunft zu führen“,
so der Bürgermeister.
Kahlert sprach von einem der komplexesten Bauvorhaben der Region: Bodendenkmal, Denkmalschutz, historischer Bestand und viele Fachplanungen erforderten größte Sorgfalt.
Zugleich bleibt die Maßnahme mit 28 Millionen Euro eine erhebliche finanzielle Herausforderung für die Stadt.
Jahrelange Planung zahlt sich endlich aus
Schulamtsdirektor Harald Frankenberger erinnerte an die langen Planungsprozesse und sagte:
„Ein kleiner Spatenstich für einen Menschen, ein großer Wurf für Miltenberg! Wir sind froh, dass diese Baumaßnahme nun in die Umsetzung geht.“
Er wies darauf hin, dass viele Anläufe, verschiedene Modelle und kontroverse Diskussionen nötig gewesen seien, um pädagogische Anforderungen, räumlichen Gestaltungsspielraum und finanzielle Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Sein Dank galt allen, die mit kritischen und konstruktiven Beiträgen geholfen hätten, einen umsetzbaren Plan zu entwickeln.
Zudem machte er deutlich, dass die kommenden Jahre einige Herausforderungen mit sich bringen würden, etwa den Umzug in Container, Lärm und Absperrungen. Sie seien aber auch von der Vorfreude auf moderne Räume begleitet, von denen langfristig alle profitieren würden.
Mit Ausdauer am Projekt geblieben
Schulleiterin Patricia Kissel-Dauber bezeichnete den Tag als „historisches Ereignis“:
„Unsere Schule hat in den vergangenen Jahrzehnten Generationen von Kindern begleitet. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen“,
so Kissel-Dauber. Eine moderne Schule müsse heute pädagogischen, energetischen und sicherheitstechnischen Ansprüchen gerecht werden.
Sie betonte, dass der Baustart nur möglich geworden sei, weil viele Menschen über die Jahre hinweg ausdauernd an diesem Projekt festgehalten hätten. Trotz Rückschlägen und Unsicherheiten hätten Eltern, Lehrkräfte, die Stadt und Unterstützerinnen und Unterstützer immer wieder dafür gesorgt, dass das Projekt nicht aus dem Blick geraten sei und nun endlich umgesetzt werden könne.
Bei dem nun beginnenden Bauprojekt steht der weitgehende Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude im Mittelpunkt. Diese werden denkmalgerecht und energetisch saniert. Neue Anbauten sollen moderne Lernräume schaffen.
Das mehrjährige Projekt beginnt mit dem Heizhaus. Anschließend folgen der Aufbau von Containerklassen, Abriss, Neubau und Sanierung. Schritt für Schritt sollen in den nächsten Jahren eine Mensa, Gruppen- und Ganztagsräume, eine Turnhalle nach heutigen Standards sowie einladende und kindgerechte Außenanlagen entstehen. Laut Bauamtsleiter Alexander Beuchert sollen die Arbeiten in sieben Jahren abgeschlossen sein.
Autor:Marlene Deß aus Miltenberg |
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