112 blaue Ehrenamtskarten überreicht

Insgesamt 112 Ehrenamtskarten überreichte Landrat Jens Marco Scherf in Niedernberg an ehrenamtlich Tätige aus dem gesamten Landkreis Miltenberg.
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Die ersten goldenen Ehrenamtskarten wurden bereits Ende Januar im Beisein von Staatssekretär Johannes Hintersberger in Collenberg ausgehändigt, nun waren die blauen Karten an der Reihe: Landrat Jens Marco Scherf überreichte am Mittwochabend in der Niedernberger Hans-Hermann-Halle an 112 ehrenamtlich Tätige blaue Ehrenamtskarten.

Für Scherf steht dabei fest: „Das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger ist das Fundament unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft!“ Man müsse sich klarmachen, dass ohne das bürgerschaftliche Engagement weder die Gesellschaft in sich noch das Zusammenleben im Praktischen funktionieren würde, stellte er fest und nannte etwa die Rettungskräfte, Sport, Kunst, Kultur, Bildung und das gesamte soziale Netz. Grundgesetz und Bayerische Verfassung garantierten die Freiheit, sagte Scherf und genau diese Freiheit „ruft nach Menschen, die diese Freiheit nutzen und ausfüllen.“
Er, Scherf, freue sich sehr, dass der Kreistag mit einer überzeugenden Mehrheit entschieden habe, die Ehrenamtskarte einzuführen, so wie dies auch vom Freistaat gewünscht werde. Wie sehr der Landkreis das bürgerschaftliche Engagement wertschätzt und unterstützt, belegte der Landrat zum einen mit der Ehrenamtsstelle in Person von Helmut Platz und zum anderen mit dem Ehrenabend des Landkreises Miltenberg.
Zur weiteren Vorgehensweise mit den Ehrenamtskarten sagte Scherf, dass weitere 45 goldene Ehrenamtskarten bei der nächsten Verleihung des Staatlichen Feuerwehrehrenzeichens übergeben würden und dies auch künftig so gehandhabt werde. Weitere Ehrenamtskarten werde man am 25. April in der Festhalle in Altenbuch aushändigen, kündigte Scherf an. In Zukunft werde es einmal jährlich eine Veranstaltung für die Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarten und für die Akzeptanzpartnerinnen und -partner geben, gesponsert von der Sparkasse Miltenberg-Obernburg.
Wie stark das Interesse an der Ehrenamtskarte sei, belegte der Landrat mit beeindruckenden Zahlen: Bis zum heutigen Tag seien 491 blaue und 254 goldene Ehrenamtskarten im Landkreis Miltenberg beantragt worden. Scherf dazu: „Ich bin stolz auf diese hohe Zahl von Menschen, die wir auszeichnen können!“
Der Landrat nannte auch die Voraussetzungen für den Erhalt der blauen Ehrenamtskarte: seit mindestens zwei Jahren ein freiwilliges, unentgeltliches Engagement von durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche oder bei Projektarbeiten von mindestens 250 Stunden jährlich ohne Aufwandsentschädigung über einen Auslagenersatz hinaus, Wohnsitz im Landkreis Miltenberg und ein Alter von mindestens 16 Jahren. Die Karte erhalten auf Wunsch auch die Inhaber einer Juleica (Jugendleiterkarte), aktive Feuerwehrdienstleistende mit abgeschlossener Truppmannausbildung und aktive Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und Rettungsdienst mit abgeschlossener Grundausbildung.

„Danke, dass Sie gerade in der heutigen Zeit, in der vieles schlecht geredet wird und populistische Tendenzen versuchen die Oberhand zu gewinnen, mithelfen, sich auf das Gute zu besinnen, Positives zu bewirken und unser Zusammenleben zu gestalten“, sagte Scherf und dankte auch der Sparkasse Miltenberg-Obernburg in Person des Vorstandsvorsitzenden Thomas Feußner für die stete Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements im Landkreis. Scherf stellte aber auch die mittlerweile über 50 Akzeptanzpartner heraus, die den Ehrenamtlichen zahlreiche Vergünstigungen im Landkreis und in ganz Bayern gewähren.

Im Namen der gastgebenden Gemeinde Niedernberg erzählte dritter Bürgermeister Volker Goebel ein modernes Märchen von einer Gesellschaft, die sich nicht mehr engagiert und nur von Hauptamtlichen geleitet wird. Dieses erschreckende Szenario sei glücklicherweise im Landkreis Miltenberg keine Realität, sagte er und dankte allen Ehrenamtlichen, die sich für ihre Mitmenschen engagieren, sich der Verantwortung stellen und mit ihrer Arbeit das Richtige tun. Es sei künftig sogar verstärkter ehrenamtlicher Einsatz notwendig, um alle gesellschaftlichen Aufgaben erledigen zu können, glaubt er. Ehrenamtliche brächten nicht nur Freude in das Leben Anderer, sondern erfahren auch Glücksgefühle für sich, so Goebel. Man dürfe aber nicht vergessen, dass bürgerschaftliches Engagement nur funktionieren könne, wenn auch das persönliche Umfeld stimmt.

Zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Thomas Zöller und der Büroleiterin des Landrats, Susanne Seidel, überreichte Landrat Jens Marco Scherf die blauen Ehrenamtskarten. Ein Empfang schloss sich an, bei dem der Austausch im Mittelpunkt stand. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Jugendmusikcorps Niedernberg unter Leitung von Sandra Kraus.

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