Heiße Ausbildung beim THW-Miltenberg

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Ganz schön heiß ging es am vergangenen Samstag in der THW-Unterkunft her – und das lag nicht am Wetter, sondern am Ausbildungsthema. Es galt, unterschiedlichste Metalle fachgerecht zu zertrennen. Dabei kamen zwei Verfahren zum Einsatz, nämlich das Brennschneiden sowie das Plasmaschneiden.
Doch bevor es richtig los ging, wurde in einer kurzen theoretischen Einweisung auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der beiden Verfahren eingegangen. Beim Brennschneiden wird das Metall durch eine Acetylen-Sauerstoff-Gemisch Flamme örtlich auf Zündtemperatur gebracht. Durch die Zugabe von Sauerstoff wird das Metall verbrannt und es entsteht eine Schnittfuge. Im Gegensatz zum Plasmaschneiden, denn hier wird das Metall nicht verbrannt, sondern geschmolzen. Durch die Düse wird dabei das Plasmagas geleitet und mit einem Lichtbogen ionisiert, so dass eine Temperatur von 30.000 °C entsteht.
Natürlich wurde auch auf die Brand-, Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorkehrungen eingegangen, die es im Anschluss direkt in der Praxis umzusetzen galt. An unterschiedlichen Metallarten und Metalldicken konnten die Einsatzkräfte die Führung der Schneidflamme und auch das verhalten des Werkstücks kennen lernen. Als besondere Herausforderung hatte Ausbilder Michael Wolf einen beengten Tunnel vorbereitet, in dem das weitere vorankommen durch einen T-Träger versperrt war. So mussten die Teilnehmer auch unter beengten Verhältnissen sicher mit der Schneidflamme umgehen.
Beide Verfahren werden immer wieder durch den THW-Ortsverband eingesetzt, so zum Beispiel beim zerlegen von Anlagenteilen, aber auch beim Zugunglück, das sich vor einigen Jahren in Walldürn ereignet hatte.

Autor:

Stefan Wolf aus Miltenberg

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