Im Kampf gegen das Hochwasser

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1993, 1995, 1998, 1999, 2003, 2011, 2013, 2016 – was haben diese Jahreszahlen alle gemeinsam? In diesen Jahren traten bundesweit Bäche und Flüsse massiv über die Ufer und ganze Landstriche mussten evakuiert werden. Viele Bürger und Bürgerinnen erlebten es hautnah, wenn die eigenen vier Wände plötzlich mit Wasser und Schlamm überflutet waren.
Grund genug, dieses Fachgebiet des Katastrophenschutzes in einer gemeinsam Übung aufzufrischen. Bereits bei den ersten Hochwasserkatastrophen war der Sandsack, das einzige Hilfsmittel gegen die Fluten – und auch heute noch ist er ein sehr flexibles und vielseitiges Einsatzmittel, wenn es um die Abdichtung von Deichen, aber auch um den Bau von Schutzwällen geht.
So übten unter der Leitung von Zugführer Thomas Frieß (Laudenbach) die Fachgruppe Wassergefahren des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Miltenberg gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Miltenberg, der THW Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen Obernburg sowie Mitarbeiter des Miltenberger Bauhofs den Umgang mit Sandsäcken.

20 Tonnen Sand von Hand bewegt

Im Bereich der Miltenberger Laurentiusbrücke wurde ein kleiner Teil der mobilen Hochwasserschutzwand aufgebaut. Hierbei erläuterte Matthias Rudolf (Feuerwehrkommandant Miltenberg) die Funktionsweise und den richtigen Aufbau der rund 1.500 m langen mobilen Hochwasserwand. Gemeinsam wurden dabei die Dammbalken in die Stützen eingesetzt, welche zuvor mit dem städtischen Kran an die entsprechende Stelle gehoben wurden.
Daneben wurde auch die „altmodische“ Bauweise eines Sandsackdamms gemeinsam erprobt, hierzu wurden rund 1.100 Sandsäcke fachgerecht aufgeschichtet. Trotz des nur kleinen Walls wurden auf diese Wiese rund 20 Tonnen Sand von Hand bewegt. Erschwerend kam bei dieser Station hinzu, dass eine Stützwand mit in den Wall eingebaut werden musste. Doch auch hier hatten die THW‘ler einen entsprechenden Lösungsansatz.

Im Kampf gegen die Zeit

An einer weiteren Station mussten sich die Helferinnen und Helfer sputen, denn aus dem Deich trat Wasser aus und es galt, eine Quellkade zu bauen. Doch gemeinsam und Hand in Hand – im wahrsten Sinne des Wortes – wurden die Sandsäcke um den Wasseraustritt sichelförmig aufgeschichtet. Mit einer Quellkade wird versucht, ein Gegendruck auf den Deich zu erzeugen, damit das austretende Wasser diesen nicht noch weiter schwächt und es zu einem Deichbruch kommt. Auch an dieser Station wurden immer wieder kurze Informationen zum Bau eingestreut, aber auch die Zusammenarbeit und der Teamgeist standen bei der Aufgabenbewältigung im Vordergrund.

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