Wilhelmstraße Klingenberg
Nadelöhr ist Vergangenheit
- Mit dem Durchschneiden des Bandes wird die Wilhelmstraße in Klingenberg offiziell für den Verkehr freigegeben (von links: Bernd Schötterl, Ralf Reichwein, Michael Straub, Judith Gerlach, Dr. Iris Kreile, Klaus Schwab und Adolf Väth, Zöller-Bau).
- Foto: Andrea Kaller-Fichtmüller
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Am Freitag, 30. Januar 2026, war ein großer Tag für die Stadt Klingenberg: die ausgebaute Wilhelmstraße in der Ortsdurchfahrt Klingenberg wurde feierlich für den Verkehr freigegeben. In rund 18 Monaten Bauzeit wurde das Nadelöhr in der Stadt am Main beseitigt und damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sowie die Situation für die Anwohner verbessert.
Klaus Schwab, Behördenleiter des Staatlichen Bauamts Aschaffenburg, konnte zu Beginn seiner Ausführungen zahlreiche Gäste begrüßen, darunter die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, Bürgermeister Ralf Reichwein und den stellvertretenden Landrat Bernd Schötterl. Die Planungen für das Projekt begannen laut Schwab bereits in den 1980er Jahren. Der Bau startete offiziell am 29. Juli 2024 mit einem Spatenstich. Nun ist die Fahrbahn von 4,5 auf 6,5 Meter verbreitert worden, Gehwege und ein Parkstreifen wurden angelegt. Die Baumaßnahme konnte unter halbseitiger Verkehrsführung durchgeführt werden, lediglich im Herbst 2025 war eine einwöchige Vollsperrung in den Herbstferien notwendig.
Staatministerin Judith Gerlach betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit der Beseitigung dieses Nadelöhrs in Klingenberg. „Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt haben wir auch Raum für die städtebauliche Entwicklung der Stadt geschaffen“, so die Ministerin. Dies bedeute mehr Sicherheit und eine höhere Lebensqualität für alle Verkehrsteilnehmer.
Bürgermeister Ralf Reichwein sprach von einem „guten Tag für unsere Stadt Klingenberg“, der ihn mit Dankbarkeit und Stolz erfülle. Nach über 50 Jahren des Wartens, Hoffens und Kämpfens könne endlich die Verkehrsfreigabe der Wilhelmstraße gefeiert werden. Diese Straße sei jahrzehntelang ein echtes Hindernis für den fließenden Verkehr und aufgrund des fehlenden Gehsteigs ein Sicherheitsrisiko für Fußgängerinnen und Fußgänger gewesen. Das Projekt, so Reichwein weiter, habe Geduld, Ausdauer und vor allem gemeinsames Engagement erfordert. „Es ist eine bewusste Investition der Stadt Klingenberg in die Sicherheit, die Lebensqualität und auch in die Zukunft gewesen.“ Sein aufrichtiger Dank galt allen, die an dem Projekt beteiligt waren, und besonders den Anwohnenerinnen und Anwohnern der Straße für ihre Geduld und ihr Verständnis.
„Mit der Freigabe der Wilhelmstraße wird Klingenberg um einiges attraktiver“, hob der Stellvertretende Landrat Bernd Schötterl hervor. Die Staatsstraße 2309 verbinde die Städte und Gemeinden auf der rechten Mainseite und sei für Pendlerinnen und Pendler, den Wirtschaftsverkehr, den ÖPNV und nicht zuletzt für die Rettungsdienste von großer Bedeutung. Er wünschte abschließend allen Verkehrsteilnehmern eine gute und sichere Fahrt und den Anwohnerinnen und Anwohnern mehr Ruhe, Sicherheit und Lebensqualität.
Pfarrerin Dr. Iris Kreile von der evangelisch-lutherischen Trinitatis-Gemeinde Klingenberg-Wörth und Michael Straub, Gottesdienstbeauftragter von der katholischen Pfarrei Johannes-Nepomuk Klingenberg-Röllfeld-Trennfurt, segneten gemeinsam den neuen Straßenraum.
Autor:Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg |
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