Miltenberg - Kultur

Beiträge zur Rubrik Kultur

Die Faszination der mittelalterlichen Minnelyrik liegt in dieser Verbindung von Innerlichkeit und Welt. Sie ist kunstvoll und zugleich unmittelbar, höfisch und zugleich menschlich. Walther sprengt die höfische Form immer wieder, indem er nicht nur von unerreichbarer Liebe singt, sondern auch von politischer Verantwortung, von Gerechtigkeit, von der Suche nach Wahrheit. Seine Lieder sind keine höfischen Dekorationen, sondern lebendige Texte, die die Welt betrachten und befragen.
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Main, Mildenburg, Minnesang.

Walther, Wege, Weite. Zwischen Miltenberg und dem Erftal beginnt jene Landschaft, die sich wie ein stiller Auftakt zu Walther von der Vogelweide lesen lässt. Der rote Sandstein der Altstadt, die Mildenburg über dem Fluss, die Rebenhänge von Bürgstadt, die Wälder zwischen Rippberg, Schneeberg und Amorbach – all das trägt eine mittelalterliche Spannung in sich, die an den wandernden Minnesänger erinnert. Wer von hier nach Würzburg fährt, nimmt diese Stimmung mit, als würde die Region selbst ein...

BU 4: Meisterhaftes Trio-Spiel von „The Extinction Tales“ (Andreas Hamary). – Foto Roland Schönmüller
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„Alles zum Niederknien schön“

Klang-Kreise, Kunst-Kraft, Kulissen-Zauber . Wertheim. Der Vormittag im Hofgarten-Schlösschen entfaltete sich, als lausche der Ort zunächst sich selbst, ehe er sich dem Publikum öffnete. Über den Wegen, die vom Main herauf zu dem 1777 errichteten Rokokohaus führten, lag eine frühe Junihitze, weich genug, um nicht zu bedrängen, aber deutlich genug, um dem Gang zum Konzert etwas Feierliches zu verleihen. Das Schlösschen im Hofgarten, das heute als Museum und kultureller Veranstaltungsort lebt,...

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Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein …

… und in Franken auch! Sonnen‑Schimmer, See‑Sehnsucht, Stadt‑Sommer. Am letzten Abend dieser Würzburger Weißen‑Rössl-Reihe liegt ein feiner Abschiedston über der Blauen Halle, als hätte der Raum selbst verstanden, dass dies der Moment ist, an dem sich ein halbes Jahr Musik, Stimmen und Geschichten zu einem letzten warmen Atemzug sammelt. Draußen glimmt der Main im frühen Juni, drinnen hebt sich ein Vorhang, der seit Silvester vertraut geworden ist – und ein Ensemble tritt hervor, das in seiner...

Im Würzburger Hofgarten
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Im fränkischen Frühsommer-(Saturday-Night-)"Fever"

Sommer, Stadt, Schlussakkord. Würzburg erlebte am Samstag, dem 6. Juni 2026, einen jener Junitage, die sich anfühlen, als hätte der Sommer selbst beschlossen, früher zu erscheinen. Ein Brückentag, sonnig, warm, leicht – und die Stadt antwortete mit belebten Plätzen, offenen Gesichtern und einer Leichtigkeit, die man eher an Küstenstädten vermuten würde. Die Menschen trugen kurze Kleider, luftige Hemden, gebräunte Haut. Arme, Beine, Rücken, Dekolletés, Tatoos – Würzburg zeigte sich sommerlich,...

Im Reifeprozess
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Zwischen Mai und Juni, Versuch einer Bilanz und Vorfreude.

Maiglanz, Mainwege, Menschen – Ein Frühsommer zwischen Glaube, Genuss und Gemeinschaft. Der Mai liegt hinter der Region wie ein farbiger Schleier, der sich nur langsam hebt. Er hat nach Flieder geduftet, nach Regen, nach Grillfeuern, nach dem ersten Eis, das in Wertheim am Mainufer schmolz, während Kinder barfuß über die warmen Steine liefen. Er hat geklungen nach Chören, nach Blaskapellen, nach dem gedämpften Schritt der Fronleichnamsprozessionen, nach dem Stimmengewirr der Wallfahrer, die in...

Carmen und Stefan aus Heppdiel genießen in ihrer Freizeit den Radsport.
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Kennen Sie Stadtradeln?

Pedale, Pioniere, Perspektiven – Stadtradeln startet im Landkreis Miltenberg. Der Landkreis Miltenberg macht sich bereit für drei Wochen, in denen das leise Surren der Räder zum Klang einer ganzen Region wird. Am 8. Juni 2026 beginnt das Stadtradeln – ein gemeinsamer Aufbruch, der frühmorgens sichtbar wird, wenn beispielsweise die ersten Pendlerinnen und Pendler durch Klingenberg‑Trennfurt rollen und der Main zwischen Bürgstadt und Freudenberg im ersten Licht glitzert. Viele nutzen ihre...

Am frühen Fronleichnams-Abend, als vielerorts die zweiten Messen beginnen sollten, kippte das Wetter. Der Regen kam nicht plötzlich, aber entschieden. In Eichenbühl etwa wurde rasch klar, dass kein Weg mehr hinausführte: Die Prozession fiel ins Wasser, der Abschlusssegen musste in der Kirche gesprochen werden.
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Fronleichnam am Abend.

Fronleichnam – Regen, Ritual, Rückhalt. Am Vormittag schien alles wie aus dem liturgischen Bilderbuch geschnitten. Der Festgottesdienst füllte die Kirchenbänke, die Monstranz glitt wie ein goldener Atemzug durch den Raum. Draußen warteten bereits die Stationen: Hausaltäre mit weißen Tüchern, Blumenaltäre in kräftigen Farben, flankiert von jungem Birkengrün, das im Wind raschelte wie eine leise Zustimmung. Die Prozession setzte sich in Bewegung, getragen von Gesang, Schritten, Erwartung. Ein...

CSD Aschaffenburg 2026 | Foto: Mapec
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Büro für KunstStoffWechsel
Jetzt erst recht! - Kommt zum CSD

UPDATE: 1.500 Menschen beim CSD in Aschaffenburg am vergangenen Samstag! - Nun geht es zum CSD in Miltenberg am Samstag, 13. Juni, Beginn um 14 Uhr am Landratsamt. Die Angriffe auf Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD) häufen sich bundesweit. Homophobie und teils hochagressive Ablehnung von Trans-Menschen machen sich nicht nur im Internet breit, sondern werden auf offener Straße gezeigt, auch in unserer Region. Queeren Menschen schlägt kaum gezügelter Hass entgegen. In diesem Klima,...

Musikalisch wird die Feier in Miltenberg traditionell von der Stadtkapelle getragen; genau diese Verbindung aus Stadtraum, Musik und liturgischem Ernst macht den besonderen Ton der Prozession aus. Wo sonst Geschäftigkeit herrscht, entsteht für eine Stunde eine andere Ordnung: Gebet statt Eile, Gesang statt Durchgangsverkehr, Birkengrün und Blumenschmuck statt bloßer Dekoration.
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Fronleichnam zwischen Höhe und Main.

Birkengrün und Blütensinn, Prozessionszug und Glockenkling.   Landkreis Miltenberg. -  Zwischen Odenwaldhöhe und Mainufer zeigte Fronleichnam am Donnerstag, 4. Juni 2026, in Eichenbühl-Heppdiel, Neunkirchen und Miltenberg seine eigentümliche Stärke: nicht laut, nicht effekthascherisch, sondern festlich aus dem jeweiligen Ort selbst heraus. Was anderswo leicht folkloristisch wirken mag, blieb hier gelebte Form – mit Birkengrün an den Wegen, mit Blumenteppichen vor den Altären, mit Musik, die den...

Als Thorsten Weil, Domkapitular und Offizial aus Freiburg, am Dreifaltigkeitssonntag vor dem Hochamt den Blutschrein feierlich öffnete, wurde aus liturgischer Ordnung ein dichter, beinahe atmender Moment: Geschichte trat aus dem Halbdunkel der Jahrhunderte in die Gegenwart.
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Blutschrein – Bewegung – Begegnung. Eröffnung der Hauptwallfahrtszeit 2026 in Walldürn.

In Walldürn beginnt die Hauptwallfahrtszeit nicht einfach mit einem Termin im Kalender, sondern mit einem Augenblick, der Raum und Zeit für einen Moment stillstehen lässt. Als Thorsten Weil, Domkapitular und Offizial aus Freiburg, am Dreifaltigkeitssonntag vor dem Hochamt den Blutschrein feierlich öffnete, wurde aus liturgischer Ordnung ein dichter, beinahe atmender Moment: Geschichte trat aus dem Halbdunkel der Jahrhunderte in die Gegenwart. Mit dieser Öffnung begann am 31. Mai 2026 die...

Jugendliche begleiten die Fronleichnamsprozession – Glauben im Aufbruch, Tradition im Dialog mit der Zukunft. Fotogestaltung Roland Schönmüller
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Mit jugendlicher Frühlings-Frische auf das Fronleichnams-Fest zu.

Fronleichnam – Monstranz, Morgenmut, Millennials - Jugendfokussierter Vorbericht. Fronleichnam dürfte in diesem Jahr wie ein Fest wirken, das die Jugend nicht mehr nur am Rand begleitet, sondern selbstbewusst in die Mitte tritt. Während die Monstranz im Licht schimmert, als hätte sie ein eigenes Herz, stehen neben den vertrauten Gesichtern  wohl immer mehr junge Menschen, die das alte Ritual mit neuen Fragen, neuer Energie, neuer Sprache füllen. Sie kommen nicht, weil man es „immer so gemacht...

Fast  wie im Märchen
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Juni im Odenwald- erste Impressionen.

Zwischen Amorbach‑Reichartshausen und dem Wald, dort, wo der Odenwald seine Hügel sanft an die Geschichte lehnt, steht die Sankt‑Mauritius‑Kirche. Ein Bau, der noch den Atem des Mittelalters in seinen Mauern trägt, einst von der Dürner Herrscherfamilie gestiftet, als Glaubenszeichen und Machtsymbol zugleich. Heute aber scheint ein anderes, leiseres Zeichen diesen Ort zu beherrschen. Unweit des Gotteshauses, ein paar Schritte weiter, hat die Zeit sich einen alten, aber heute sehr gepflegt...

Im Rahmen des Wallfahrtstages wurde außerdem Erika Ullrich aus Mömbris besonders geehrt. Sie gehört seit 50 Jahren dem dortigen Wallfahrerverein an, engagiert sich seit 40 Jahren aktiv im Wallfahrtswesen und war von 2006 bis 2016 als Wallfahrtsführerin tätig. Darüber hinaus wirkte sie als Pilgerführerin und ist seit 2017 geistlicher Beistand im Wallfahrtsressort. Die Ehrung nahmen Weihbischof Paul Reder sowie der Walldürner Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula OFMConv. vor.
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Würzburger Weihbischof in Walldürn zu Gast - Besondere Ehrung einer Wallfahrtsführerin aus unserer Region

Wallfahrtstag für Mömbris und Baulandgemeinden in Walldürn.  Die Wallfahrt zum Heiligen Blut in Walldürn steht im Jahr 2026 unter dem Leitwort „Die Liebe hört niemals auf“ aus dem ersten Korintherbrief (1 Kor 13,8). Am Montag, 1. Juni 2026, wurde in Walldürn der Wallfahrtstag für die Pilgerinnen und Pilger aus Mömbris sowie aus den Bauland-Orten rund um Külsheim begangen. Von 10.00 bis 11.30 Uhr feierten die Gläubigen in der Wallfahrtsbasilika ein festliches Pontifikalamt. Hauptzelebrant war...

Musikschule Miltenberg e.V.
Adrian Dederer berührt beim Bundeswettbewerb in Regensburg – 2. Preis für ein reifes, ausdrucksstarkes Klavierspiel

Beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2026 in Regensburg zeigte der junge Pianist Adrian Dederer eine Darbietung, die weit über technische Brillanz hinausging. Mit 22 Punkten und einem 2. Preis wurde er ausgezeichnet – doch was in Erinnerung bleibt, ist die besondere Tiefe, mit der er sein Programm gestaltete. Seine Interpretationen von Schostakowitsch, Beethoven und Fanny Hensel-Mendelssohn wirkten wie ein persönlicher musikalischer Weg: - das nach innen gerichtete, spannungsvolle Adagio von...

Auffällig ist in diesem Jahr die Präsenz der Jugend. Gruppen junger Erwachsener, die lachend ankommen und plötzlich still werden, wenn sie den Blutschrein betreten. Jugendliche, die den Weg als Herausforderung sehen und zugleich als Möglichkeit, sich selbst zu begegnen. Man spürt, dass das Pilgern für viele von ihnen eine neue Bedeutung bekommt. Nicht als Pflicht, sondern als Freiheit. Nicht als Tradition, die man erfüllt, sondern als Erfahrung, die man sucht. Es ist eine Bewegung, die weit über Walldürn hinausreicht, sichtbar in Frankreich, in den USA, überall dort, wo junge Menschen wieder nach spirituellen Wegen greifen, die ihnen Halt geben.
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Auf nach Walldürn!

Die Wallfahrtszeit im Jahr 2026 hat begonnen. Walldürn. Der Tag erwacht in einem weichen Licht, das sich über die Dächer von Walldürn legt, als wolle es die Ankommenden behutsam empfangen. Die Straßen wirken wie frisch geöffnet für jene, die sich auf den Weg gemacht haben, und die Schritte der Pilger mischen sich mit dem leisen Murmeln der Stadt. Es ist Wallfahrtszeit, und man spürt sofort, dass dieser Ort in diesen Wochen anders atmet. Die Luft trägt Geschichten, alte wie neue, und jeder, der...

Die Besucher bewegen sich langsamer als sonst. Vielleicht, weil die Natur in dieser Übergangsphase eine eigene Sprache spricht. Die Hecken stehen dicht, aber noch nicht schwer. Der Lavendel beginnt zu duften, aber noch nicht zu dominieren. Die Amseln singen, als wollten sie den Mai verabschieden und den Juni zugleich begrüßen. Es ist ein Moment, in dem der Friedhof wie ein Kalenderblatt wirkt, das sich gerade umblättert.
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Warum sind Friedhöfe im Frühsommer einen Besuch wert?

Der Friedhof steht in diesen Tagen zwischen Mai und Juni in einer besonderen Schwebe. Es ist die Zeit, in der der Frühling noch nicht ganz gegangen und der Sommer noch nicht ganz gekommen ist. Die Luft trägt beides: das letzte Zarte und das erste Reife. Auf den Wegen liegt ein Licht, das sich jeden Morgen neu erfindet, als wüsste es selbst nicht genau, ob es noch Frühling oder schon Sommer sein möchte. Die Rosen öffnen sich zögerlich, die Taglilien dagegen mit einer Selbstverständlichkeit, die...

Erlenbacher Musikerinnen und Musiker auf Wallfahrt in Walldürn
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Erlenbacher Pilger zu Gast in Walldürn.

Blutschrein – Bewegung – Begegnung.   Erlenbach am Main / Walldürn. Der Dreifaltigkeitstag in Walldürn beginnt wie ein langsamer Herzschlag, der sich durch die Basilika zieht, bis die feierliche Öffnung des Blutschreins den Raum mit einer Stille füllt, die zugleich alt und jung wirkt. Als Offizial Thorsten Weil aus Freiburg den Blutschrein öffnet, verdichtet sich der Moment zu einem sichtbaren Zeichen: Geschichte wird Gegenwart. Zwischen den vielen Pilgern fallen in diesem Jahr besonders die...

Sonne pur
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Rollentausch? Ein Frühling und Mai, der fast schon ein Sommer war.

Ein Frühling fast wie im Sommer – und ein Mai, der die Eisheiligen beleidigt hat. Der Frühling begann dieses Jahr so übermütig, dass selbst alte Odenwälder sagten, sie hätten so etwas noch nicht erlebt. Schon im April lagen die Temperaturen so hoch, dass man im Maintal glaubte, der Sommer habe sich verlaufen und sei zu früh angekommen. Und als der Mai kam, tat er so, als sei er der große Bruder des Juli. Die Eisheiligen standen im Kalender, aber nicht im Wetterbericht. Man hatte fast den...

Das Dreifaltigkeitsfest näher – und mit ihm die Einladung zu Gottesdiensten, Andachten, Ausflügen und Wallfahrten, nicht zuletzt nach Walldürn, wo sich religiöse Tradition und frühsommerliche Landschaft auf besondere Weise begegnen.
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Mai adé und Vorfreude auf den kommenden Monat Juni.

Der Mai nimmt Abschied – nicht leise, sondern mit jener eigentümlichen Mischung aus Schwüle, Erwartung und landschaftlicher Pracht, die den Frühling in seinen letzten Tagen noch einmal zur großen Bühne werden lässt. Bereits am Morgen des vorletzten Maitages zeigt das Thermometer gegen neun Uhr 27 Grad Celsius, und über den Feldern liegt jene schwere Wärme, die einen Wetterwechsel ahnen lässt. Während in den Dörfern, Kommunen und Städten der Tag allmählich Gestalt annimmt, entfaltet sich entlang...


Ein Reh äst ungestört in der weiten, grünen Frühlingsflur. Es steht darin nicht als Sensation, sondern als stilles Maß der Dinge: als Zeichen dafür, dass die Welt, wenn man sie lässt, noch ihre eigene Ordnung besitzt.
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Mai-Finale und Juni-Start.

Mai, Müdigkeit, Morgenweite. Der Sommerabend Ende Mai kennt keine Eile mehr. Die Hitze des Tages ist längst passé, als hätte sie sich lautlos hinter die Hügel zurückgezogen. Über den Feldern liegt eine Ruhe, die nicht leer ist, sondern erfüllt: von Atem, von Ausklang, von jenem milden Schweigen, das nur die Landschaft sprechen lässt. Es wird spürbar kälter, und eben darin liegt der Reiz dieses Abends – im zarten Umschlag der Luft, im Wechsel von Wärme und Kühlung, im Versprechen, dass auch ein...

Am Blutaltar in Walldürn.
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Was ist das Besondere am Dreifaltigkeitsfest ?

Trinitatis – Tiefe, Trost, Tradition. Das Dreifaltigkeitsfest gehört zu jenen stillen, aber kraftvollen Höhepunkten des Kirchenjahres, die sich nicht laut aufdrängen, sondern sich wie ein feiner Faden durch die Geschichte des Glaubens ziehen. Es ist ein Fest, das nicht ein Ereignis feiert, sondern ein Geheimnis: die Beziehung Gottes zu sich selbst und zu den Menschen. Schon im Mittelalter suchten Theologen nach einer liturgischen Form, die das Ineinander von Vater, Sohn und Heiligem Geist...

Jugenkulturpreis
Jugendkulturpreis 2026: Preisverleihung

Die Preisverleihung zum diesjährigen Jugendkulturpreis findet am Sonntag, 21. Juni um 11 Uhr in der Frankenhalle Erlenbach statt. In einer gemeinsamen Preisverleihung der Bereiche Musik und künstlerisches Gestalten werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Urkunden überreicht. Die Matinee wird von Teilnehmenden des Bereiches Musik gestaltet, so dass Gäste der Preisverleihung einen Einblick in die Leistungen der Kinder und Jugendlichen erhalten. Auch die Teilnehmenden aus dem Bereich...

Vor rund 235 Millionen Jahren lag das Gebiet um Miltenberg in einer weiten, heißen Senkenlandschaft aus rotem Sand und flachen Wasserläufen. Flussarme durchzogen das Wüstenbecken, in dem frühe Reptilien und Koniferen lebten – eine Urlandschaft des Buntsandsteins, deren Farben und Formen bis heute im Gestein der Haagsaussicht fortleben. Fotogestaltung Roland Schönmüller
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Warum ist die Miltenberger Haagsaussicht so faszinierend?

Höhenblick, Haagsand, Heimatweite. Die Haagsaussicht zwischen Miltenberg und Wenschdorf ist ein Ort, der sich nicht mit einem einzigen Blick begreifen lässt. Sie ist Aussichtsbalkon, Geschichtsbuch und Geotop zugleich, ein stiller Balkon über dem Main, aufgeschichtet aus Millionen Jahren Erdgeschichte und überformt von Menschenhand. Der rote Mainsandstein, der hier offen zutage tritt, stammt aus der Zeit des Buntsandsteins, als vor rund 243 Millionen Jahren ein trockenes Becken von Flussläufen...

So entstand das Kaltenbachtal im Lauf der Zeit. Fotogestaltung Roland Schönmüller.
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Kennen Sie das wildromantische Kaltenbachtal bei Eichenbühl-Pfohlbach? Ein Tal, das im Jetzt lebt und doch tief in der Zeit verwurzelt bleibt.

Mai–Melodie, Mühlen–Momente, Menschheits–Spuren. Der Mai liegt über dem Kaltenbachtal wie ein warmer Atemzug, der die Landschaft in ein weiches, goldwarmes Licht taucht. Der Bach läuft klar und hell durch die frisch gemähten Wiesen, und sein Plätschern klingt wie eine leise Naturmelodie, die nur jene hören, die stehen bleiben und zuhören. Brennnesseln stehen dicht am Ufer, Brombeersträucher greifen mit langen Ranken ins Licht, und über allem schwebt der Duft von Gras, Erde und einem Hauch von...

Fromme Utensilien und symbolträchtige Zeichen der Pfingstzeit.
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Pfingsten, Maiandachten und Engelberg-Wallfahrt

Festliche Tage in der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen. Es gibt Tage, an denen sich Landschaft und Liturgie auf beinahe vollkommene Weise berühren. Ein solches Zusammenspiel war in diesen Maitagen in der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen zu erleben: Pfingsten , die festlichen Gottesdienste in den Kirchen der Gemeinschaft, die Maiandachten und die spürbare Marienverehrung fügten sich zu einem Bild, das weit über den bloßen Kalender kirchlicher Termine...

Pilgern bedeutet in Walldürn aber mehr als Ankunft. Es ist eine Bewegung nach außen und zugleich nach innen. Der Weg zwingt zur Langsamkeit, er entzieht sich dem Takt der Nachrichten und Termine, und gerade darin gewinnt er seine Symbolik: Wer pilgert, lässt etwas hinter sich und sucht zugleich etwas, das größer ist als der Alltag.
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Blutaltar, Begegnung, Bewegung: Walldürn feiert 400 Jahre lebendige Wallfahrt

Frohe Pfingsttage in Walldürn: Sehnsucht nach Sinn, Unterbrechung und Verbundenheit. Walldürn. Es ist ein frommer in Ort im Odenwald zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Weihrauch und Wegen, zwischen Erinnerung und Erwartung. Das diesjährige Jubiläum „400 Jahre Blutaltar“ verleiht der Wallfahrtsstadt 2026 eine besondere Strahlkraft. Wer heute die Basilika betritt, spürt schnell, dass hier nicht nur ein Kunstwerk gefeiert wird, sondern ein geistlicher Mittelpunkt, um den sich seit...

Magischer Pfingstsonntag-Morgen bei Miltenberg-Wenschdorf
Wie ein gehütetes Geheimnis liegt der Morgen über den Höhen bei Miltenberg-Wenschdorf. Der Himmel atmet in zartem Gold, und über Wiesen, Feldern und stillen Wegen ruht ein Licht, das nicht nur den Tag eröffnet, sondern die Welt für einen Augenblick verwandelt. Kein Laut scheint die Sanftheit dieser Stunde stören zu wollen; selbst der Wind streicht nur leise durch das junge Grün, als wolle er die Stille nicht wecken. Es ist ein Pfingstsonntag-Morgen, der nicht einfach anbricht, sondern sich wie ein leiser Segen über die Landschaft legt – voller Frieden, voller Duft, voller jenem stillen Zauber, der das Herz anhält und die Seele lächeln lässt.
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Pfingsten - sonnig, aber nicht ungefährlich!

Pfingst‑Pracht‑Pausenlust. Pfingsten zeigt sich in diesem Jahr, als hätte der Sommer im Odenwald, im Spessart, im Maintal und im Taubertal einen Probetag eingelegt. Die Sonne hängt über den Hügeln wie ein gut gelaunter Scheinwerfer, der einfach nicht ausgehen will. Der Deutsche Wetterdienst meldet Temperaturen, die im Südwesten an die 34 Grad reichen – und selbst die sonst eher zurückhaltenden Täler zwischen Amorbach, Miltenberg, Wertheim und Tauberbischofsheim wirken plötzlich wie mediterrane...

Pfingstausflug am Main entlang.
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Pfingsten 2026 - erste Impressionen.

Pfingsten – Pfingstrosen – Pfingstfreuden. Pfingsten 2026 zeigt sich als ein Wochenende, das nach Aufbruch, Aufatmen und Aufblühen klingt. Der Himmel spannt sich weit über den Odenwald, die Luft trägt den Duft von Sommeranfang, und die Pfingstrosen öffnen ihre schweren Blüten, als wollten sie das Fest selbst kommentieren. In den Kirchen steht die Botschaft des Heiligen Geistes im Mittelpunkt – ein Fest der Inspiration, der Begeisterung, des inneren Funkens, der Menschen in Bewegung setzt....

Alt und neu, real und reflektiert
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Geheimtipp: Ein Stadtbummel am frühen Mai-Morgen durch Miltenberg.

Impressionen am 22. Mai 2026. Miltenberg am frühen Mai­morgen – Geschichte und Topographie im Stillstand des Tagesbeginns Der Engelplatz liegt im ersten Licht des Tages, als hätte die Stadt beschlossen, den Morgen langsam zu beginnen. Der Brunnen steht reglos, kein Wasser, kein Geräusch, nur die steinerne Ruhe eines Platzes, der seit Jahrhunderten Übergang und Mittelpunkt zugleich ist. Unter dem Pflaster liegen die Spuren des römischen Kastells, das hier einst den Main kontrollierte. Die Lage...

Gemälde von Rudolf Hirth du Frênes  | Foto: Mapec
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Kunststammtisch ART5
600 Euro für die Arbeit des Freundeskreises Museum Stadt Miltenberg

Nach den Exkursionen ins Museum auf der Mildenburg im März und ins Dommuseum Würzburg im April blieb man bei der Mai-Exkursion des Kunststammtischs ART5 wiederum in Miltenberg: Insgesamt 15 Personen aus Stammtisch und Umfeld trafen sich beim Frühlingsfest des Fördervereins für das Museum der Kreisstadt. Nicht nur die gute Bewirtung im Hof des Museums wurde durch die Kunstinteressierten gelobt. Auch die Themen-Führungen, z.B. auf den Spuren des Malers Hirth du Frênes, überzeugten. Rudolf Hirth...

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