Bildergalerie und Essay
Bitt-Tage, Christi Himmelfahrt, Pfingsten: Feiertage, Zeit zum Erholen, Reflektieren, Relaxen und Genießen.
- Deckengemälde in der katholischen Pfarrkirche St. Mauritius in Heppdiel, PG Eichenbühl.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Christi Himmelfahrt.
Wissenswertes rund um Himmelfahrt und Vatertag.
Bedeutung und Termin.
An Christi Himmelfahrt (auch als »Erhöhung Christi« bekannt) feiern jedes Jahr die katholischen und evangelischen Christen die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel.
Dabei wird das Hochfest Christi Himmelfahrt alljährlich 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen.
Das ist dann nach alter Tradition der Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern bzw. zehn Tage vor dem Pfingstfest, mit dem der Osterfestkreis dann schließlich sein Ende findet.
Der Termin von Christi Himmelfahrt richtet sich also immer nach dem Osterfest. Der Feiertag liegt somit immer auf einem Donnerstag und kann sich im Zeitraum vom 30. April bis 3. Juni befinden.
Herkunft des Festes aus dem Neuen Testament.
Der Feiertag leitet sich direkt aus den Schriften des Neuen Testaments ab.
Denn schon das Evangelium nach Lukas (Lk 24,50-52) und die Apostelgeschichte (Apg 1,1-11) berichten vom auferstandenen Jesus, der sich vierzig Tage lang den Jüngern zeigte und anschließend in den Himmel zur Rechten Gottes erhoben wurde.
Ebenfalls wird die Himmelfahrt Jesu bei Matthäus 26,64, Johannes 14,1-3, Epheser 4,8-10, 1, Thessalonicher 1,10 und Hebräer 2,9 4,14 erwähnt.
Eigenständige Entwicklung.
In den ersten drei Jahrhunderten nach Christus war es üblich, die Feier der Himmelfahrt Christi mit dem Pfingstfest zusammen zu begehen, aufgrund der engen Verbindung von Auferstehung und Geist-Sendung.
Allerdings entwickelte sich Christi Himmelfahrt im Laufe des vierten Jahrhunderts dann doch zu einem eigenständigen Fest und wird in der Liturgie von Jerusalem seit 383/384 erwähnt (Bericht der Pilgerin Egeria).
Bittprozession als typisches Brauchtum vor Christi Himmelfahrt.
Nach altem Brauch sind die drei Tage vor Christi Himmelfahrt die sogenannten Bitttage, die im vierten. Jahrhundert in der römischen Kirche eingeführt wurden und sich dann allmählich ausbreiteten.
Papst Gregor der Große hat die Prozessionen um 600 dann weiter ausgestaltet.
Im Zuge der Liturgie-Reform 1969 wurden diese Bittprozessionen in der katholischen Kirche abgeschafft.
Die liturgische Farbe zu diesem Hochfest ist das österliche Weiß als die Farbe des Lichtes.
Biblische Wurzeln des Vatertages oder Männertages.
Ein neuerer Brauch an Christi Himmelfahrt ist in Deutschland die Feier des so genannten Vatertages oder auch Männertages.
Dieser Volksbrauch hat seine Wurzeln ebenfalls in dem christlichen Feiertag, denn seit vielen Jahrhunderten waren am Himmelfahrtstag auch Flurumgänge und -umritte üblich.
Deren Ursprung liegt in der Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg zum Zweck ihrer Aussendung bzw. in einer von Papst Leo III. eingeführten Bittprozession (9. Jahrhundert).
In der Bildenden Kunst wird die Auffahrt Christi in den Himmel sehr anschaulich und dynamisch gezeigt: die Jüngerinnen und Jünger, insbesondere die Apostel schauen mit Maria, der Muttergottes, nach oben.
Horizontale und vertikale Linien sowie Gruppierungen beleben die kompositionsreiche Szenerie , inhaltlich wird Erstaunen, Abschied und Vorfreude auf ein Wiedersehen eindrucksvoll und nachhaltig wirkend präsentiert.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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