Erfolgreiche Restaurierung eines altehrwürdigen, jetzt erneuerten religiösen Flurdenkmals
Einweihung des restaurierten „Zeitlerskreuzes“ mit den heiligen fünf Wunden - mittelalterliche Bild-Tradition

Nachdem im Laufe der Jahrzehnte nur noch eine Handwunde des Kreuzes verblieben war, hatten die heutigen Besitzer und Nachfahren von Franz Zeitler, die Familie Manfred Farrenkopf, die Restaurierung des Kreuzes in Angriff genommen.
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  • Nachdem im Laufe der Jahrzehnte nur noch eine Handwunde des Kreuzes verblieben war, hatten die heutigen Besitzer und Nachfahren von Franz Zeitler, die Familie Manfred Farrenkopf, die Restaurierung des Kreuzes in Angriff genommen.
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Erfolgreiche Restaurierung eines altehrwürdigen, religiösen Flurdenkmals

Einweihung des restaurierten „Zeitlerskreuzes“ mit den heiligen fünf Wunden / mittelalterliche Bild-Tradition

Miltenberg-Schippach. Am Sonntag, 20. September 2020, fand am Nachmittag Uhr die Einweihung des restaurierten „Zeitlerskreuzes“ mit den heiligen. fünf Wunden am Ende von Schippach an der Straße nach Heppdiel durch Stadtpfarrer Jan Kölbel, Miltenberg und Pater Richard Heßdörfer OFM vom Kloster Engelbert statt.

Gelungene Restaurierung dank einiger Sponsoren

In der Schippacher Ortschronik von Franz Karl Bleifus steht im Jahr 1864 zu lesen:
„Auch hat Franz Zeitler ein Fünf- Wunden-Bildstock an der Straße nach Heppdiel errichten lassen.“

Nachdem im Laufe der Jahrzehnte nur noch eine Handwunde des Kreuzes verblieben war, hatten die heutigen Besitzer und Nachfahren von Franz Zeitler, die Familie Manfred Farrenkopf, die Restaurierung des Sandsteinkreuzes in Angriff genommen.

Durch die finanzielle Unterstützung des „Förderkreises Historisches Miltenberg“ - der „Fünf-Wunden-Bruderschaft Miltenberg“ und der Stadt Miltenberg sowie weiterer Sponsoren konnte die Restaurierung erfolgen, die vornehmlich Steinmetzmeister und Steinbildhauer Manfred Neuberger realisierte.

Hoher kulturgeschichtlicher Wert

Die Fünf-Wunden-Bruderschaft Miltenberg freute sich über eine zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung an der Feierstunde.

Der Erste Brudermeister Dr. Stefan Schüßler sowie weitere Ehrengäste wie Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kallert lobten die gelungene Restaurierung, das Engagement der Besitzerfamilie sowie den kulturgeschichtlichen Wert dieses Flurdenkmals, der nun auch für nachfolgende Generationen erhalten und in Erinnerung bleibt.

Von der Liebe Gottes zu den Menschen

Stadtpfarrer Jan Kölbel erinnerte an die Tradition der Kreuze mit den Wundmalen Christ im fränkischen und süddeutschen Raum Raum. Sie seien ein Hinweis auf die Liebe Gottes zu den Menschen, die im Kreuzes-Tod seines Sohnes sichtbaren Ausdruck fand.

Beliebtes Motiv auf Flurdenkmälern in der Region Miltenberg - Walldürn

Vor allem bei den Franziskanern standen in ihren Klöstern die fünf Wunden Christi in hoher Verehrung , betonte Dr. Schüßler. Der Ordensgründer, der heilige Franziskus, hatte die Stigmatisierung durch die fünf Wunden persönlich erlebt. Deshalb seien gerade im Raum Miltenberg / Walldürn / Madonnenländchen solche Kreuze und Darstellungen in Feld und Flur vorzufinden.

Manfred Farrenkopf bedankte sich bei allen Helfern, die das Projekt finanziell und mit persönlichen Engagement unterstützten. Mit einem Umtrunk, organisiert von den Schippacher Vereinen, klang die Feier in gelöster, spätsommerlicher Atmosphäre unter Wahrung der Corona-Bestimmungen, aus.
Den musikalischen Rahmen gestaltete gekonnt der Musikverein Schippach unter der Leitung von Klaus Hammer.

Fazit: Das altehrwürdige, jetzt erneuerte religiöse Flurdenkmal verschönert die Landschaft des Odenwaldes zwischen Miltenberg und Walldürn außerordentlich.

Form und Inhalt des Bildstocks sind einzigartig, haben Seltenheitswert und die ikonographische Bedeutungen gehen auf franziskanische Wurzeln des Mittelalters zurück.

Ein Besuch vor Ort im idyllischen Miltenberger Höhen-Stadtteil und ein stilles Gedenken am Kreuz lohnen sich.

Foto und Text: Roland Schönmüller

Weitere Bilder und Informationen folgen.

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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