Hundeerziehungs-Tipps im Comedy-Format

Holger Schüler mit Hund

Elsenfeld. Eine zweistündige Bühnenshow rund um Mensch und Hund hatte der »Hundeversteher« Holger Schüler am Freitag, 15. November vor vollem Haus im Bürgerzentrum Elsenfeld präsentiert. Es war eine Veranstaltung im Kulturwochenherbst, die so ganz anders war, nämlich zwerchfellreizend durch die vielen lustigen Geschichten, die der Protagonist erzählte, aber auch lehrreich für alle Gäste mit und ohne Hund.

»1, 2 oder 3« hat der Hundetrainer aus Münsterappel sein aktuelles Programm betitelt. Eine Show, die sich dem Umgang mit mehreren Hunden oder auch nur mit einer Fellnase befasst. Seine sechs Bausteine für die Mehrfachhundehaltung sind nämlich auch für den Einzelhund anwendbar: soziale Sicherheit durch Bindung, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Konsequenz, Aktion und Reaktion und nicht zuletzt viel Spaß dabei für Hund und Mensch.

»Hunde wissen ganz genau, welche Knöpfe sie drücken müssen«, berichtete Schüler, deshalb sei Konsequenz auch so wichtig. Verbunden mit Geduld und Zeitaufwand. Hin und wieder fiel er ins Pfälzer Idiom »Mir müsse mal schwätze«! so sein Kommentar, als sich die Finger der Mehrfachhundehalte auf seine gezielte Frage nach der Anzahl ihrer Vierbeiner mit Fellnasen hoben. Er ging von der Bühne und ging mit einzelnen Gästen in den Dialog. »Je mehr Hund, je mehr Zeitaufwand«, stellte er trocken fest. Eine junge Frau, die vier Hunde besitzt, räumte ein, dass sie täglich sechs Stunden mit ihren Tieren beschäftigt ist.

»Schon bei drei Hunden wird die Zeit knapp«, stellte Schüler fest. Mit einem acht Stunden-Job, womöglich noch mit längerer An- und Rückfahrt, mit Familie und Kindern - fast unmöglich, sich ausreichend mit den Fellnasen zu beschäftigten. »Die Menschen, die nicht verantwortungsvoll mit einem Hund umgehen, haben so ein tolles Tier gar nicht verdient«, empörte sich Schüler und erhielt dafür Applaus.

Mit dynamischer Körpersprache, rollenden Augen und lebendiger Gestik beschrieb Holger Schüler falsche und auch richtige Verhaltensweisen. Dazu erzählte er bildhaft und höchst amüsant aus seinem Erfahrungsschatz, den er im Lauf seiner 25-jährigen Hundetrainerzeit gesammelt hatte.

Am lebenden Beispiel seines Hundes Dakota zeigte Schüler auf der Bühne, was eine gute Erziehung, die Beschäftigung mit dem Tier und viel Spaß dabei ausmacht. Hier wurde auch deutlich, dass man gar nicht viel reden muss, sondern Körpersprache das wichtigste Mittel der Kommunikation mit den Fellnasen ist. Mit tosendem Applaus wurde der Hundetrainer nach zwei Stunden von der Bühne entlassen. »Es war super! «, meinte eine Teilnehmerin auf dem Weg nach draußen mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

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