Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG
Neue Logistikhalle im Großheubacher Auweg offiziell eingeweiht
- Anhand des Shuttle-Systems mit integrierter Fördertechnik, das an einer Rampe angebracht ist, wurde den Gästen demonstriert, wie 32 Paletten automatisch auf die Fördertechnik der Halle laufen und zu den Abnahmeplätze transportiert werden.
- Foto: Andrea Kaller-Fichtmüller
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Aus einer Idee eine leistungsfähige Realität gemacht: Am Dienstag, 30 Juni 2026, konnte die Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG in Miltenberg im Auweg in Großheubach die neue moderne Logistikhalle offiziell einweihen. Zahlreiche Gäste, darunter der stellvertretende Landrat Bernd Schötterl, Carolin Faltus (dritte Bürgermeisterin von Großheubach) sowie Vertreter des Bauausschusses, der beteiligten Baufirmen und Nachbarn waren gekommen, um sich von der Funktionstüchtigkeit der neuen Halle persönlich zu überzeugen.
Geschäftsführer Torsten Bahl begrüßte die Gäste und dankte für deren Kommen. Neben den oben bereits genannten konnte Bahl Mariska Pietsch und Kurt Bittner vom Bauausschuss, Gerd Stapp und Annette Schraut von der Kanzlei Stapp und Schraut, Volker Mayer von der Bäckerei Mayer, Georg Klöckner, Heiko Schmidt und Roland Herkert von der Firma Dreßler Bau GmbH, Architekt Klaus Wolf und Jens Schallock vom Architekturbüro Wolf, Frank Weidmann von der Firma STA Ingenieurgesellschaft, Vertreter der Firma KLEMENS Ott Dachdecker und Frank Kiefer von der Firma Hörmann Logistik begrüßen. Sein besonderer Gruß und Dank galt dem Fripa-Team, dass sich tatkräftig eingebracht hatte. „Ihr habt hier einen ganz tollen Job gemacht!“
Hygienepapier ist wichtiger Artikel
In seinen weiteren Ausführungen verglich Torsten Bahl das Geschäft der Firma Fripa mit der Fußball-Weltmeisterschaft. „Wir von Fripa stehen im Wettbewerb wie bei der WM und messen uns mit den besten Mannschaften der Welt.“ Er betonte, dass Hygienepapier ein wichtiger Artikel sei, was nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie sichtbar gewesen sei. „Wir sind vom Handel her gefordert, entsprechende Vorräte zu halten. Dies ist mit der neuen Logistikhalle möglich.“ Insgesamt 10.000 Paletten können in der Halle gelagert werden, so Bahl weiter. In normalen Zeiten liegt das Warenausgangsvolumen bei 3.500 bis 4.000 Paletten, in Aktionszeiten bei 5.000 bis teilweise 6.500 Paletten. „In einer Aktionsphase reicht die Ware, die hier in diesem Lager steht, nicht mal für zwei Tage.“ Torsten Bahl führte weiter aus, dass zahlreiche Firmen aus der Region beim Bau der Halle im Einsatz gewesen seien. „Das hat uns sehr gefreut!“
Faire Rahmenbedingungen nötig
Zum Abschluss seiner Ausführungen richtete Bahl das Wort an die Politiker in München, Berlin und Brüssel: „Wir hier alle in der Region brauchen faire Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene. Wir stehen in Deutschland im Wettbewerb innerhalb Europas und auch teilweise weltweit.“ Abschließend brachte er seine Freude über die neue Halle wie folgt zum Ausdruck: „Es freut uns, dass die Fripa in den Standort Miltenberg investiert und weiter wächst. Dies ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland!“
Logistikhalle in der Größe eines Fußballfelds
Anschließend stellte Achim Kirchgäßner, Leiter Fertigwarenlogistik, die neue Logistikhalle vor, wobei er ebenfalls mit Fußball verglich: „Mit einer Länge von 119 Metern und einer Breite von 57 Metern entspricht die Halle circa einem Fußballfeld. Die Höhe beträgt 10,75 Meter.“ Die sehr moderne und mit einem nachhaltigen Konzept errichtete Halle ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Diese besteht in Summe aus 2.132 Solarmodulen mit einer Anschlussleistung von 1.000 kV Ampere Peak. Die Beheizung der zwei Hallenteile erfolgt mit einer modernen Wärmepumpenanlage. Die notwendige Beleuchtung übernehmen moderne LED-Fluter.
Modern und flexibel
Der Neubau erfüllt nicht nur die modernsten Standards, sondern setzt auch auf Flexibilität. Kirchgäßner: „Die Halle haben wir in zwei Abschnitte eingeteilt. Diese können je nach eingelagerten Artikeln unterschiedlich beheizt werden. Dies wird dann erforderlich, wenn beispielsweise Hilfsstoffe wie Folien oder Farben eingelagert werden müssen.“ Fahrzeuge mit Palettenwaren können im Bereich der Rampen entladen werden.
Logistisches Highlight
Das logistische Highlight der neuen Logistikhalle ist die automatische Entladerampe für die Bestückung des Lagers mit Fertigwaren aus dem Fertigungswerk in Miltenberg. „Ein beladenes Fahrzeug mit 32 Europaletten kann in ca. 3 Minuten entladen werden“, legte Kirchgäßner dar. „Dies spart Standzeit von LKWs, die im Normalfall für die Entladung 30 Minuten benötigen.“ Auch Sozial- und Technikräume sind in der neuen Halle untergebracht.
Kontinuierlicher Ausbau der Lagerlogistik
„In einer Zeit, in der die Anforderungen an Logistik und Lieferketten immer komplexer und anspruchsvoller werden, ist es unerlässlich, dass wir auch die Lagerlogistik kontinuierlich ausbauen“, so Kirchgäßner weiter. „Dabei geht es nicht darum, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Vielmehr unterstützen intelligente Systeme unsere Mitarbeiter, erhöhen die Arbeitssicherheit und schaffen Freiräume für Tätigkeiten, bei denen Erfahrung, Fachwissen und Verantwortung gefragt sind. Mit dieser neuen Logistikhalle schaffen wir die Voraussetzungen, um auch künftig flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können.“
Dank an Beteiligte
Zum Abschluss dankte Kirchgäßner den Planern und Bauunternehmern, die mit ihrer Expertise und ihrem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass dieses Projekt Wirklichkeit geworden ist. Sein besonderer Dank galt auch den Fripa-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die ihren unermüdlichen Einsatz für den Erfolg des Projektes sicherstellten. „Sie alle haben dazu beigetragen, dass aus einer Idee eine leistungsfähige Realität geworden ist.“
Mit Zuversicht nach vorne blicken
„Unsere Kunden zuverlässig zu bedienen und weiteres Wachstum zu ermöglichen, ist oberstes Ziel“, so Kirchgäßner abschließend. „Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir heute investieren, um morgen erfolgreich zu sein. Diese Halle wird über viele Jahre hinweg für Effizienz, Innovation und gemeinsamen Erfolg stehen. Lassen Sie uns diesen Tag nutzen, um auf das Erreichte stolz zu sein und gleichzeitig mit Zuversicht nach vorne zu blicken.“
Autor:Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg |
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