Kreishandwerkerschaft
Starker Nachwuchs für die Region: Neue Gesellinnen und Gesellen freigesprochen
- Auszeichnung der Besten: Die Innungsbesten gemeinsam mit Ehrengästen und Vertretern der Kreishandwerkerschaft Miltenberg auf der Bühne im Bürgerzentrum Elsenfeld.
- hochgeladen von Katja Bergmann
Am Montagabend, den 28. September 2026, stand das Bürgerzentrum Elsenfeld ganz im Zeichen des handwerklichen Nachwuchses. Die Kreishandwerkerschaft Miltenberg hatte zur traditionellen Freisprechungsfeier in den Großen Saal eingeladen, der bis auf wenige Plätze gefüllt war. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Region feierten die neuen Gesellinnen und Gesellen ihren offiziellen Schritt ins Berufsleben. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Schmitti & Friends.
Mit Tradition und Innovation in die Zukunft
Kreishandwerksmeisterin Monique Haas eröffnete den Abend und begrüßte die Anwesenden. In ihrer Ansprache richtete Haas den Blick auf das Potenzial der Nachwuchskräfte. Sie ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, Chancen aktiv zu ergreifen, bewährte Traditionen mit modernen Technologien zu verknüpfen und frische Ideen in die Betriebe einzubringen. Nach intensivem Lernen sei es nun an der Zeit, den Erfolg gemeinsam zu genießen und danke zu sagen – an Eltern, Lehrkräfte und Ausbildungsbetriebe. Gleichzeitig betonte sie die unverzichtbare Rolle des Handwerks. „Kreativität, echtes Können und Leidenschaft lassen sich auch im Zeitalter digitaler Transformation und Künstlicher Intelligenz nicht ersetzen."
Im Anschluss folgte der eigentliche Höhepunkt des Abends: Unter stehendem Empfang, buntem Konfetti und langanhaltendem Applaus der Anwesenden wurden die Auszubildenden feierlich von ihren Lehrpflichten freigesprochen.
Impulse aus Politik und Handwerk
In den darauffolgenden Grußworten hoben Vertreter aus Handwerk und Politik die Bedeutung des handwerklichen Nachwuchses hervor.
Matthias Kress, Obermeister der Metallinnung und Kreishandwerksmeister in Aschaffenburg, lobte den feierlichen Rahmen und gratulierte den Absolventen zu ihrer bestandenen Prüfung. Er erinnerte an die über 1000-jährige Tradition des Handwerks in Deutschland, das Land und Gesellschaft zusammenhalte: „Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr geschafft habt. Ihr prägt das Land und gestaltet die Zukunft." Moderne Technologien wie KI seien dabei keineswegs als Konkurrenz zu verstehen, sondern als wertvolles Werkzeug in der täglichen Praxis zu betrachten.
Auch Altbürgermeister Günther Oettinger (Großheubach) überbrachte Glückwünsche im Namen des Landkreises Miltenberg und zeigte sich erfreut über den voll besetzten Saal, was den hohen Stellenwert des Handwerks widerspiegele. Gut ausgebildete Fachkräfte seien für die Region unersetzlich. Den Gesellinnen und Gesellen gab er einen klaren Wunsch mit auf den Weg: „Bleibt der Region treu, behaltet die Freude an eurem Beruf und engagiert euch auch im Ehrenamt!“ Landtagsabgeordneter Thomas Zöller schloss sich den Glückwünschen an und hob hervor, wie entscheidend Mut, Willenskraft und Engagement der jungen Generation für die Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft sind.
Thomas Becker (2. Bürgermeister des Marktes Elsenfeld) begrüßte die Anwesenden in der „guten Stube“ der Marktgemeinde und blickte schmunzelnd auf seine eigene Freisprechung als Schreiner vor rund 30 Jahren zurück. Sein Apell an die Junggesellen: „Bleibt dran – Handwerk macht Spaß! Ich hoffe, dass ihr ein Leben lang stolz auf euren Beruf bleibt.“
Persönlicher Rückblick und feierliche Briefübergabe
Stellvertretend für die Absolventen nahm Antonia Becker das Mikrofon in die Hand. Mit einer guten Portion Humor und ehrlichen Anekdoten blickte sie auf den Ausbildungsalltag, Prüfungsstress und Erfolgsmomente zurück. Ihr Dank galt vor allem den Betrieben und Lehrkräften für deren Geduld und die wertvolle Wissensvermittlung. Anschließend folgte die feierliche Aushändigung der Gesellenbriefe. Zunächst wurden die jeweiligen Innungsbesten für ihre herausragenden Leistungen gewürdigt und mit Präsenten ausgezeichnet, bevor die Absolventinnen und Absolventen der einzelnen Gewerke ihre Dokumente entgegennahmen.
Perspektiven für den weiteren Weg
Das Schlusswort formulierte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Nick Braunwarth. Er gratulierte herzlich und gab den Frischeingeweihten mit auf den Weg, dass das Ausbildungsende kein Schlusspunkt ist, sondern der Startschuss für kontinuierliche Weiterbildung und persönliche Entwicklung. Nach einem Dank an Monique Haas für die Organisation sowie an das gesamte Team hinter den Kulissen (Service, Catering, Gebäudetechnik und Dekoration) ging der Abend im Foyer bei Snacks, Drinks und guten Gesprächen entspannt zu Ende.
Autor:Katja Bergmann aus Niedernberg |
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