Straßenbauprojekte vorgestellt

Der Landkreis Miltenberg hat im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Euro für den Straßenunterhalt und 1,74 Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben, für das laufende Jahr geht das Kreisbauamt von rund 1,5 Millionen Euro für den Neubau und den Ausbau der Kreisstraßen aus.
Im Ausschuss für Energie, Bau und Verkehr gab Roland Dittrich (Kreisbauamt) einen Überblick aller Maßnahmen. Demnach habe sich in 2019 der Ansatz von 900.000 Euro für den Straßenunterhalt aufgrund einiger Maßnahmen auf 1.124.436 Euro erhöht, auch die Aufwendungen für den Winterdienst hätten 18.757 Euro über dem Ansatz gelegen. Im Bereich Verkehrssicherung/Ausstattung habe sich dagegen ein Minderbedarf von 13.365 Euro ergeben. Die Überschreitungen hätten aus allgemeinen Haushaltsmitteln gedeckt werden können.
Dittrich gab einen Überblick aller Straßenbaumaßnahmen im Jahr 2019 wie etwa die Deckenerneuerung zwischen Weilbach und Amorbach auf der Kreisstraße MIL 6, die statt 490.000 Euro am Ende 559.101 Euro gekostet habe. Zudem wurde die Decke auf der Kreisstraße MIL 5 zwischen Miltenberg und Mainbullau für 511.531 Euro erneuert, dazu kamen Schutzplanken für 109.938 Euro. Die Deckenerneuerung auf der MIL 10 zwischen Amorbach und Neudorf schlug mit 273.549 Euro zubuche. Zu den Straßenbaumaßnahmen, die 2020 vorgesehen und teilweise schon beendet sind, gehört Dittrich zufolge unter anderem die Erneuerung der Decke der MIL 18 zwischen Weckbach und Gönz.

Die Arbeiten, die fast beendet sind, wurden mit 600.000 Euro veranschlagt. Der zweite Bauabschnitt auf der MIL 10 zwischen Amorbach und Neudorf, der mit 500.000 Euro vorgesehen war, soll verschoben werden, da bereits jetzt Mehrausgaben im Haushalt bekannt sind. Allerdings soll die Decke zwischen Reichartshausen und dem Geisenhof auf der MIL 10 für 300.000 Euro erneuert werden, ergänzte der Leiter des Staatlichen Bauamts, Klaus Schwab. Dittrich zufolge wurde mit ersten Maßnahmen zum Bau des Geh- und Radwegs zwischen Röllbach und Schmachtenberg entlang der MIL 28 im Zuge des Radwegekonzepts begonnen; Planungsleistungen und Bodengutachten seien vergeben. Weiter sind im Budget für die Beschaffung von Fahrzeugen, Anhängern und Anbaugeräten 215.000 Euro vorgesehen.
Klaus Schwab, der Leiter des Staatlichen Bauamts, ging auf die verschiedenen Maßnahmen ein, die im Bundesverkehrswegeplan für die Region aufgeführt sind. Das sind unter anderem der Ausbau der Bundesstraße 469 zwischen den Anschlussstellen Großostheim und Stockstadt auf einer Länge von 5,7 Kilometern mit einem Kostenvolumen von rund 103 Millionen Euro. Der Vorentwurf sei genehmigt, die Planfeststellungsunterlagen in Bearbeitung. Im Fall der Ortsumgehung Sulzbach werde aktuell der Vorentwurf für die präferierte Variante Nord-Süd 1a bearbeitet, für den Neubau der Mainbrücke südlich von Kleinwallstadt in kommunaler Sonderbaulast sei der Planfeststellungsbeschluss erlassen worden. Zurzeit arbeite man am Grunderwerb und bereite den Förderantrag sowie die Ausführungsplanung vor. Im Fall der Verlegung der Staatsstraße 2315 bei Kirschfurt mit Mainquerung und Bau der Ortsumfahrung rechne man mit Kosten von rund 23,4 Millionen Euro. Der Vorentwurf sei von Bayern und Baden-Württemberg genehmigt, ein Staatsvertrag und ein Verwaltungsabkommen zwischen den Bundesländern sei in Abstimmung. Die Verhandlungen zum Grunderwerb seien aufgenommen worden, die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren liefen. Zwei Jahre werde sich der Ausbau der B47 zwischen Amorbach und Boxbrunn gemäß den Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten hinziehen, kündigte der Bauamtsleiter an. Der Bau sei nur unter Vollsperrung möglich.
Schwab erläuterte den Stand der Bauarbeiten an der Anschlussstelle Kleinheubach der B 469 und kündigte an, dass im September 2020 die Fahrbahn auf der B469 nach dem Abzweig an der HEM-Tankstelle in Richtung der Kreisverkehrsbaustelle erneuert wird. Die Arbeiten werden unter halbseitiger Sperrung rund sechs Wochen dauern; während dieser Zeit wird eine Fahrspur durch Kleinheubach geführt. Schwab kündigte zudem die Erneuerung der Fahrbahn auf der B426 zwischen Obernburg und Eisenbach an, die 2020 und 2021 in zwei Abschnitten erfolgen wird. Während dieser Zeit wird die Straße voll gesperrt, die Umleitung erfolgt innerörtlich. Der überörtliche Verkehr wird großräumig umgeleitet.

In diesem Zusammenhang soll auch die Radweglücke an der Bundesstraße geschlossen werden. Schwab ging in der Folge kurz auf weitere Bauvorhaben etwa in Wörth, zwischen Wenschdorf und der Landesgrenze, in Weckbach sowie in Soden ein. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Roßbach sei in Vorbereitung, noch aber seien Abstimmungen mit der Gemeinde Leidersbach nötig.

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