Bildergalerie und Essay.
Moderne Feuerwehr mit Blick in die Zukunft.

Katrin Adelmann und Felix Schneider schilderten, wie viel Freude es bereite, mit Kindern und Jugendlichen zu üben, ihnen die Technik zu erklären und die Begeisterung für das Feuerwehrwesen zu wecken. Damit wurde deutlich: Nachwuchsarbeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch ein Gewinn für alle Beteiligten. 

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  • Katrin Adelmann und Felix Schneider schilderten, wie viel Freude es bereite, mit Kindern und Jugendlichen zu üben, ihnen die Technik zu erklären und die Begeisterung für das Feuerwehrwesen zu wecken. Damit wurde deutlich: Nachwuchsarbeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch ein Gewinn für alle Beteiligten.

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Freiwillige Feuerwehr Külsheim: Neuwahlen, Rückblick und Zukunftsperspektiven. 

Külsheim – Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Gesamtfeuerwehr Külsheim wurden die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Die Führungsspitze mit Kommandant Daniel Reinhart und mit seinen beiden Stellvertretern Jörg Weber und Christian Böhrer wurde nach der einstimmigen Entlastung durch Neuwahlen erneut bestätigt – ein Zeichen für Vertrauen und Kontinuität in der Arbeit der Wehr.

Rückblick auf fünf Jahre intensiver Arbeit

In seinem Rückblick erinnerte Reinhart unterstützt durch Bilder und per Videobeitrag an Einsätze der vergangenen fünf Jahre, die die Wehrleute stark gefordert hatten, so berichtete er beispielsweise
von einem Dachstuhlbrand, der schnelle und entschlossene Maßnahmen erforderte, von
mehreren Verkehrsunfällen, darunter zwei tragischen Ereignissen mit Todesfolge sowie
von einem Mähdrescherbrand, der die Vielseitigkeit der Feuerwehrarbeit verdeutlichte.

Neben den Einsätzen wurde die vorbildliche Jugendarbeit hervorgehoben. Die Jugendfeuerwehr und die Bambini-Gruppe hätten sich zu wichtigen Säulen entwickelt. Zahlreiche neue Mitglieder seien gewonnen werden – ein ermutigendes Signal für die Zukunft der Wehr.

Pflichtaufgabe der Stadt und Ausstattung

Die Feuerwehrarbeit sei eine unentbehrliche Pflichtaufgabe der Stadt Külsheim, betonte Bürgermeister Thomas Schreglmann. Sie sorge dafür, dass Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall geschützt seien und Hilfe schnell und zuverlässig geleistet werde.

Die Stadt habe diese Verantwortung ernst genommen und die Feuerwehr in Külsheim sowie in den Stadtteilen mit einer sehr guten Ausstattung versehen: moderne Fahrzeuge, zeitgemäße Geräte und bestens ausgestattete Gerätehäuser. Damit seien die Einsatzkräfte in und um Külsheim nicht nur einsatzbereit, sondern auch zukunftsfähig.

Ein Familienvater brachte in der Versammlung zum Ausdruck, dass er sich für seinen fortbildungsfreudigen Sohn im aktiven Dienst eine adäquate Schutzkleidung wünsche. Dieser wohl bald in Erfüllung gehende Wunsch verdeutlichte, wie wichtig die persönliche Sicherheit der Einsatzkräfte sei und dass gute Ausstattung nicht nur eine Pflichtaufgabe der Stadt, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Engagement der Feuerwehrleute bleibe.

Blick in die Zukunft: Technik und Nachwuchs

Aus den Ausführungen des Kommandanten Daniel Reinhart, des Kreisbrandmeisters Andreas Geyer und von Stadtoberhaupt Thomas Schreglmann wurde deutlich: Die Feuerwehr Külsheim richtet ihren Blick entschlossen nach vorne. Mit der Einführung des Digitalfunks stünden binnen weniger Wochen moderne Kommunikationsmittel bereit, die alle Einsätze sicherer und effizienter machten.

Man lege Wert auf klare Sprachqualität und sichere Verbindungen, die künftig die Arbeit im Einsatz. erleichtern werden. Eine optimale Standortübermittlung und ein verbesserter Datenfunk würden so die Grundlage für eine zeitgemäße Einsatzführung schaffen – so das Fazit der Wehrführung.

Gleichzeitig bleibe die Nachwuchsarbeit ein zentraler Schwerpunkt. Die Feuerwehr wolle weiterhin junge Menschen für den Dienst am Nächsten begeistern und ihnen eine sinnvolle Aufgabe in der Gemeinschaft bieten.

Rede des Bürgermeisters

Bürgermeister Schreglmann hob in seinem Grußwort hervor, dass die Freiwillige Feuerwehr Külsheim mehr als ein Verein sei. Sie garantiere Sicherheit und Zusammenhalt in der Stadt. Das Engagement der Mitglieder sei zwar freiwillig, aber von unschätzbarem Wert. Wer mitten in der Nacht ausgerückt sei, wer sich regelmäßig fortgebildet habe und Verantwortung übernommen habe, habe Respekt und Dankbarkeit verdient, so der Rathauschef.
Nicht nur er stellte fest, dass es im Vereinsleben manchmal Rivalitäten geben, sei es um Mitglieder, Veranstaltungen oder Aufmerksamkeit. Gerade die Feuerwehr habe jedoch gezeigt, dass echte Gemeinschaft nicht im Wettbewerb, sondern im gemeinsamen Einsatz für andere entstehe. Besonders erfreulich sei es, dass inzwischen rund 15 Prozent der 140 Mitglieder Frauen sind. Dies zeige deutlich, dass Feuerwehrarbeit längst keine reine Männerdomäne mehr ist.

Der Bürgermeister resümierte, dass er stolz auf diese Entwicklung sei, dass er sich das stets gewünscht habe und dass die Feuerwehr Külsheim mit ihren Stadtteilen auch weiterhin ein Ort bleibe, an dem junge Menschen Verantwortung lernen, Kameradschaft erleben und Technik mit Herz verbinden.

Optimistische Rede des überörtlichen Feuerwehr-Funktionärs

Kreisbrandmeister Andreas Geyer stellte in seinem Beitrag heraus, dass die Feuerwehr Külsheim in den vergangenen Jahren gezeigt habe, dass sie nicht nur einsatzfähig, sondern auch zukunftsbereit gewesen sei. Ihr Fortbildungswille sei beispielhaft gewesen – von Atemschutzübungen bis hin zur Einführung des Digitalfunks. Wer sich ständig weitergebildet habe, sei nicht stehen geblieben, sondern mit der Zeit gegangen.

KBM Geyer erinnerte daran, dass das Ehrenamt heute keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Umso bemerkenswerter sei es gewesen, dass hier Menschen bereit gewesen seien, ihre Freizeit für die Sicherheit anderer einzusetzen. Rivalitäten mit anderen Vereinen seien verständlich gewesen, sie hätten zum bunten Leben einer Gemeinde gehört. Die Feuerwehr habe jedoch eine besondere Rolle gespielt: Sie sei da gewesen, wenn es gebrannt habe, wenn es gekracht habe und wenn Hilfe gebraucht worden sei.

Besonders hob er hervor, dass inzwischen ein beachtlicher Frauenanteil von 15 Prozent erreicht worden sei. Dies sei nicht nur eine Zahl gewesen, sondern ein Signal: Vielfalt habe die Einsatzkraft gestärkt.
Der Kreisbrandmeister gratulierte der Wehrleitung zur Wiederwahl und wünschte der Feuerwehr Külsheim weiterhin Erfolg, Zusammenhalt und die Kraft, auch in Zukunft die Flammen der Verantwortung hell leuchten zu lassen.

Zwei junge Feuerwehrleute berichten

Besonders eindrucksvoll war auch die Rückschau zweier junger Feuerwehrleute, die von ihrer Arbeit mit der Jugendfeuerwehr und der Bambini-Gruppe erzählten. Katrin Adelmann und Felix Schneider schilderten, wie viel Freude es bereite, mit Kindern und Jugendlichen zu üben, ihnen die Technik zu erklären und die Begeisterung für das Feuerwehrwesen zu wecken. Damit wurde deutlich: Nachwuchsarbeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch ein Gewinn für alle Beteiligten.

Feuerwehr im Wandel – Stimme der jungen Generation

Die Feuerwehr steht heute vor einem erweiterten Aufgabenspektrum. Neben der klassischen Brandbekämpfung prägen technische Hilfeleistungen, Umwelteinsätze und Katastrophenschutz den Alltag. Verkehrsunfälle, Hochwasserlagen und Gefahrgutunfälle erfordern zunehmend spezialisierte Kenntnisse.

Ein junger Feuerwehrmann beschreibt seine Sicht so:
„Wir müssen nicht nur löschen. Wir müssen verstehen, wie moderne Fahrzeuge aufgebaut sind, wie man Menschen aus verformtem Metall befreit, wie man mit Chemikalien umgeht und wie man in Extremsituationen Ruhe bewahrt. Technik, Teamarbeit und schnelle Entscheidungen gehören genauso dazu wie körperliche Fitness.“

Die nüchterne Bilanz: Feuerwehrleute sind heute Allround-Kräfte im Bevölkerungsschutz. Sie arbeiten mit moderner Ausrüstung, digitaler Einsatzdokumentation und enger Vernetzung mit anderen Hilfsorganisationen. Die Stimme der jungen Generation betont dabei vor allem die Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft – und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden.

Am Ende der Versammlung blieb noch Raum für ein heiteres Bild: Während die Technik mit Digitalfunk in die Zukunft wies, erinnerte ein älterer Kamerad daran, dass die wichtigste Verbindung immer noch die zwischen den Menschen sei. Man habe gelacht, dass selbst die modernste Funktechnik nicht ersetze, was im Gerätehaus seit jeher funktioniere – ein kurzer Zuruf, ein kräftiger Händedruck und eine Tasse Kaffee.
So endete die Versammlung mit einem Augenzwinkern: Külsheim funkte in die Zukunft, aber die Wärme der Gemeinschaft blieb das stärkste Signal.

Roland Schönmüller

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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