Mit Zuversicht ins Berufsleben
168 Absolventinnen und Absolventen der Berufsschule Miltenberg-Obernburg feiern ihren Abschluss und besondere Auszeichnungen
- Die Absolventinnen und Absolventen freuten sich mit den Ehrengästen über ihre Auszeichnungen. Mit im Bild sind (links vorne) der stellvertretende Landrat Bernd Schötterl, sowie (vierte von links) Veronika Repp, 2. Vorsitzende Förderverein, Dr. Maria Bausback von der IHK Aschaffenburg, Bürgermeister Kahlert, der stellvertretende Schulleiter Thomas Morhard und Kreishandwerksmeisterin Monique Haas.
- hochgeladen von Marlene Deß
Mit einem Impuls zum Thema Frieden begann die Auszeichnungsfeier der Berufsschule Miltenberg-Obernburg am Donnerstagabend, 5.Februar 2026.
„Gerade jetzt scheint Frieden besonders zerbrechlich zu sein“,
sagten die Ethiklehrkräfte Dorothea Kreß und Jens Roth.Frieden sei jedoch
„kein fernes Ziel, sondern ein pulsierender Prozess, der in jedem Augenblick unseres täglichen Handelns und Denkens lebendig sein soll“.
Fachkräfte, die dringend gebraucht werden
Der stellvertretende Schulleiter der Berufsschule Miltenberg-Obernburg, Studiendirektor Morhard, begrüßte die Gäste in der voll besetzten Aula. Unter ihnen waren Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, zahlreiche Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Eltern.
Insgesamt 168 Absolventinnen und Absolventen der Berufsschule Miltenberg-Obernburg wurden an diesem Abend gefeiert. Fünf von ihnen erhielten für die Traumnote 1,0 den Bayerischen Staatspreis, weitere 20 Schülerinnen und Schüler wurden mit Staatspreisen für Abschlussnoten bis 1,5 ausgezeichnet. Drei weitere Absolventinnen und Absolventen erhielten Preise des Landkreises Miltenberg. Außerdem konnten neun Schülerinnen und Schüler den Mittleren Schulabschluss erwerben.
Trotz Rückschlägen hätten die Absolventinnen und Absolventen ihren Weg erfolgreich gemeistert.
„Sie zählen zu den gesuchten Fachkräften, die wir hier am bayerischen Untermain so dringend brauchen“,
betonte Morhard. Sein Dank galt den Ausbildungsbetrieben, den Familien und dem Kollegium der Berufsschule.
Landkreis bekennt sich zur dualen Ausbildung
Der stellvertretende Landrat Bernd Schötterl richtete in seinem Grußwort zunächst den Blick auf die Absolventinnen und Absolventen. Das Zeugnis sei Ausdruck von Einsatz, Ausdauer und gelungener Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden, Betrieben und Berufsschule.
Mit Blick auf die Zukunft betonte Schötterl die Bedeutung der dualen Ausbildung für die gesamte Region.
„Damit Ausbildung auch künftig auf diesem hohen Niveau stattfinden kann, investieren wir als Landkreis bewusst in unsere beruflichen Schulen“,
sagte er.
„Mit der Sanierung senden wir ein klares Signal: Berufliche Bildung hat bei uns einen hohen Stellenwert.“
Wirtschaft braucht Menschen – nicht nur Technik
Gerade angesichts von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und schnellem Wandel komme es auf gut ausgebildete Menschen an, sagte Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert.
Besonders hob er die wirtschaftliche Stärke der Region hervor:
„Wenn wir auf unsere Region schauen, dann sehen wir, wie wertvoll Ihre Ausbildung ist.“
Im Landkreis Miltenberg gebe es starke, oft familiengeführte mittelständische Unternehmen, „hochspezialisiert, Welt- oder Europaführer in ihrer Nische“.
Auch das Handwerk spiele dabei eine zentrale Rolle.
„Das unterfränkische Handwerk erwirtschaftet jährlich rund 13 Milliarden Euro Umsatz“,
so Kahlert. „
Und dahinter stehen Menschen wie Sie – mit Fachwissen, Begabung, Erfahrung und Leidenschaft.“
Kahlert betonte:
„Sie sind eine Zukunftsgeneration. Bei aller Technik wird es mehr denn je auf Menschen ankommen.“
Durchhalten als Stärke
Dr. Maria Bausback, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Aschaffenburg, erinnerte daran, dass die Absolventinnen und Absolventen nicht nur fachliche Kompetenzen erworben hätten.
„Sie haben gezeigt, dass Sie durchhalten und etwas zu Ende bringen können.“
Dieses Wissen um die eigene Stärke sei ein wichtiges Werkzeug für kommende Herausforderungen.
Stillstand ist keine Option
Deutlich wurde auch die Botschaft von Monique Haas, Kreishandwerksmeisterin des Landkreises Miltenberg. Angesichts wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen stellte sie klar:
„Ohne gut ausgebildete junge Menschen läuft nichts. Keine Wirtschaft, kein Betrieb, keine Zukunft.“
Die Absolventinnen und Absolventen seien die Generation,
„die diese Herausforderungen nicht nur verwalten, sondern aktiv mitgestalten – mit frischen Ideen, neuen Blickwinkeln und dem Mut, Dinge anders zu machen.“
Anerkennung und Ermutigung – Der Förderverein gratuliert
Auch Veronika Repp, Vorsitzende des Fördervereins der Berufsschule, würdigte den Weg der Absolventinnen und Absolventen. Eine Ausbildung sei
„weit mehr als das Erlernen eines Berufs – sie ist ein Stück Lebensweg“.
Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und dranzubleiben seien Fähigkeiten,
„die Ihnen niemand mehr nehmen kann“.
Urkunden und persönliche Abschlussworte
Nach den Grußworten folgte die feierliche Verleihung der Abschlusszeugnisse und Urkunden. Im Anschluss richteten die Absolventinnen Alia Hörnig und Paula Weigandt ihre Abschlussworte an die Gäste. Sie blickten auf eine prägende Zeit zurück: Die Ausbildung habe sie gelehrt, mit Druck umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und an sich selbst zu glauben.
„Wir dürfen unseren eigenen Weg gehen. Wir dürfen träumen, wir dürfen Fehler machen und wir dürfen stolz auf das sein, was wir bereits erreicht haben“,
sagten sie. Ein Schlusswort, das den Abend abrundete und dazu ermutigte, selbstbewusst und zuversichtlich in den neuen Lebensabschnitt zu starten.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Projektband "Unisono", die mit ihren Stücken den Höhepunkten des Abends den passenden Klang verlieh und den Festakt feierlich abrundete.
Staatspreise mit Geldpreis 1,0 erhielten:
Simina Constantinescu
Dominik Miller
Felix Schäfer
Celine Schenk
Sherina Wengerter
Staatspreise bis 1,5 erhielten:
Leyla Askin
Jonas Bär
Simon Bauer
Selina Denk
Sadik Düzgün
Tizian Ebert
Hakan Ece
Lukas Fako
Alia Hörnig
Julian Karl
Ugur Kaya
Philipp Kellner
Lena Odenwald
Vivien Reuß
Bastian Rößner
Sophie Scheurich
Flavio Sorace
Kevin Spielmann
Florian Väth
Paula Weigandt
Preise des Landkreises erhielten:
Jonas Gehrig
Daniel Grimm
Frederik Zeitner
Autor:Marlene Deß aus Miltenberg |
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