Im Dienst am Nächsten

Die THW-Jugendgruppe des Ortsverbands Miltenberg hat im letzten Jahr erfolgreich beim Bezirkswettkampf in Mömlingen teilgenommen.
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Die Jugendgruppen von THW, freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz leisten einen wichtigen Beitrag zu Schutz, Hilfe und Rettung der Zivilbevölkerung

Mit einem offiziellen Festakt für geladene Gäste und einem abwechslungsreichen Tag der offenen Tür mit vielen tollen Angeboten und Aktionen für große und kleine Besucher feiert der Ortsverband Miltenberg des Technischen Hilfswerks (THW) am kommenden Wochenende ein Großereignis, auf das sich die Helferinnen und Helfer schon lange freuen: Die neue THW-Unterkunft im Fährweg in Miltenberg ist endlich fertiggestellt!

Wichtiges ehrenamtliches Engagement

Gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr, deren Aufgabe abwehrender Brandschutz und allgemeine Hilfe ist, und dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK), der führenden Hilfs- und Rettungsorganisation in Bayern, leistet die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, einen wichtigen Beitrag zum Schutz, zur Hilfe und zur Rettung der Zivilbevölkerung. In den Jugendgruppen der drei großen Organisationen werden schon Kinder und Jugendliche für die ehrenamtliche Arbeit sensibilisiert und an die Aufgaben herangeführt. Wie wichtig diese Aufgaben sind, zeigt sich im Katastrophen- oder Unglücksfall. Ohne die ehrenamtlichen Helfer würden Rettung und Schutz von Leben nicht gelingen.

THW-Jugend

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Für Jugendliche, die Spaß und Spannung lieben, technisch interessiert sind und dabei noch gute Freunde finden möchten, ist die THW-Jugend genau die richtige Jugendorganisation. Unter dem Motto „Spielend Helfen Lernen“ können Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres sich in den THW-Jugendgruppen Miltenberg oder Obernburg engagieren. Danach besteht die Möglichkeit, in den aktiven Dienst des THW zu wechseln. „Die THW-Jugend hat sich zum Ziel gesetzt, die Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft und Vorkenntnissen, in spielerischer Form an die Technik des THW heranzuführen“, erläutern Nico Kempf und Marco Schlackl, die beiden Jugendbetreuer des THW-OV Miltenberg. „Die THW-Jugend legt besonderen Wert auf die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund“, fügt Luisa Stark, die Ortsjugendbeauftragte des THW-OV Obernburg, hinzu. „Dabei wird jedoch neben der Ausbildung in diesem Bereich, wie z.B. Stegbau, Transport von Verletzten, Ausleuchten von Einsatzstellen und anderen fachbezogenen Tätigkeiten, die in etwa ein Drittel des Jahresprogramms ausmachen, großer Wert auf allgemeine Jugendarbeit gelegt. Das heißt, wir bieten regelmäßig Spiele-, Film-, Bastel- und Grillabende, Wanderungen, Ausflüge, Radtouren und vieles mehr an.“

Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehren sind die Jugendgruppen der freiwilligen Feuerwehren. In fast jedem Ort in Bayern gibt es freiwillige Feuerwehren – egal ob Großstadt oder Dorf. Alle Bürger und Bürgerinnen können sich dort ehrenamtlich mit einbringen, um ihren Mitmenschen in Notsituationen zu helfen. „Mit 12 Jahren können Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr beitreten, die es beinahe bei jeder freiwilligen Feuerwehr gibt“, legt Kreisjugendfeuerwehrwart Joao Lopes Meira dar. „Dort lernt man wichtige Grundlagen für den späteren Feuerwehrdienst. Mit 16 Jahren kann man die Feuerwehrgrundausbildung absolvieren und teilweise schon an richtigen Einsätzen teilnehmen. Mit 18 Jahren tritt man dann zur erwachsenen Einsatzmannschaft über.“

Kinderfeuerwehr

Eine Sonderform stellen die Kinderfeuerwehren dar. Hier werden Kinder unter 12 Jahren spielerisch mit Feuerwehrthemen vertraut gemacht, denn gerade jüngere Kinder sind für die Feuerwehr im Allgemeinen sehr begeisterungsfähig. Diese Kinderfeuerwehren sind klar von den Jugendfeuerwehren abgegrenzt und stellen einen eigenen Bereich in der Feuerwehr dar. Hier findet noch keinerlei feuerwehrtechnische Ausbildung statt. Idealerweise ergänzt eine Kinderfeuerwehr die Jugendfeuerwehr eines Feuerwehrvereins.

Jugendrotkreuz (JRK)

Das Bayerische Jugendrotkreuz (JRK) ist der eigenständige Jugendverband des BRK. „In unserem Landkreis bietet es in 11 Gruppen über 300 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre eine Plattform für Freizeitgestaltung, Austausch und Lernen“, informiert Dominic Scholz, Leiter der Jugendarbeit im BRK-Kreisverband. „Im JRK setzen wir uns für Frieden und Völkerverständigung ein, machen uns stark für Gesundheit und Umwelt und kooperieren mit Jugendgruppen aus der ganzen Welt. Das JRK bietet viele verschiedene Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung und ehrenamtliches Engagement. Unter den sieben Grundsätzen des Roten Kreuzes – Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – lernen unsere Jugendrotkreuzler in ihrer Jugendgruppe Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.“

Nico Kempf und Marco Schlackl, Jugendbeauftragte des THW Ortsverbands Miltenberg:
Der Beginn der Jugendarbeit nimmt mit der Gründung der ersten Jugendgruppe unseres THW Ortsverbandes Miltenberg im Jahre 1978 ihren Anfang. Durchschnittlich 15 Kinder kommen zu unseren Übungseinheiten, die alle zwei Wochen Samstags nachmittags stattfinden. Im Rahmen der Ausbildungseinheiten und der Übungen vermitteln wir sowohl THW-spezifische Kenntnisse als auch soziale Kompetenzen wie zum Beispiel Kooperations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit, die für unsere vielfältigen Aufgaben unerlässlich sind.
Bei den Ausbildungseinheiten liegt der Fokus dabei auf der Vermittlung von fachlichen Fähigkeiten, während die Übungen in erster Linie der Vertiefung der Ausbildungsthemen und der praktischen Anwendung dienen. Wir legen hier aber auch Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen Problemlösungen entwickeln.
Einige typische Themenfelder unserer Ausbildung sind beispielsweise das Verhalten im Einsatz, wo die Verkehrsabsicherung geübt wird. Auch Erste Hilfe, also der Umgang mit verletzten Personen, die Erstversorgung von Wunden oder das Retten von Verletzten zählen zu den Themen. Weiterhin sind Fahren auf dem Wasser, sowohl manuell mit Paddeln als auch motorisiert, oder einsatztechnische Fähigkeiten wie die Benutzung von Einsatzgeräten wie Hebekissen, Schere, Spreizer, Stegbau, der Aufbau einer Stromversorgung oder das Bewegen von Lasten wichtig und werden daher regelmäßig von den Kindern geübt. Die Holz-, Metall- und Gesteinsbearbeitung ist ebenfalls Teil unserer Ausbildungsthemen.
Ganz wichtig ist uns der Austausch mit anderen Jugendgruppen. Dazu führen wir gemeinsame Aktionen wie Ausbildungen und Übungen mit anderen Jugendorganisationen wie befreundeten THW-Jugendgruppen, der Jugendfeuerwehr oder dem Jugendrotkreuz durch.
In der freien Jugendarbeit, die wir ebenfalls anbieten, widmen wir uns dem Umweltschutz und machen regelmäßig bei der Aktion saubere Flur mit, üben aber auch den Umgang mit Schadstoffen. Wir machen auch Modellbauworkshops, Schwimmbadbesuche oder Betriebsbesichtigungen. Darüber hinaus haben wir eine Facebook-Seite, die die Jugendlichen weitestgehend selbst betreiben.
Neben der umfangreichen Ausbildung kommen natürlich auch Spiel und Spaß bei uns nicht zu kurz. So machen wir jährlich eine Weihnachtsfeier mit Wanderung oder Plätzchen backen oder gehen Eis essen. Unser ganz besonderes Highlight ist aber unser alljährliches einwöchiges Jugendlager, bei dem wir neben Ausbildung und Übungen auch Firmenführungen und eine Lagerrallye unternehmen.
Wer mehr von unserer THW-Jugend erfahren möchte, kann gerne bei einem unserer nächsten Termine zum Schnuppern kommen. Wir treffen uns jeden zweiten Samstag von 16 Uhr bis 18 Uhr, das nächste Mal am 30. Juni oder am 14. Juli. Wir freuen uns!

Luisa Stark, Jugendbeauftragte des THW Ortsverbands Obernburg:
Unsere THW-Jugendgruppe war bei ihrer Gründung im Jahr 1985 eine der ersten im Landesverband Bayern. Wir haben im Moment über 30 Jugendliche in der Ausbildung, welche sich einmal im Monat samstags von 9 Uhr bis 16 Uhr treffen. Wenn wir uns auf Leistungsabzeichen oder Wettkämpfe vorbereiten bieten wir auch zusätzliche Ausbildungen an.
Eine attraktive Freizeitgestaltung ist uns wichtig. Deshalb unternehmen wir auch viel gemeinsam, beispielsweise Bowlen, Boot fahren, Ausflüge oder auch Zeltlager, teils zusammen mit anderen Jugendorganisationen wie der Jugendfeuerwehr. Die bei unseren Jugendlichen besonders beliebten Einsatzübungen, um das Erlernte anzuwenden, stehen ebenfalls auf dem Programm. Dazu kommen Wettkämpfe auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene, weil dabei sein einfach Spaß macht, man alte Bekannte wiedertrifft, Freundschaften pflegt, Netzwerke ausbaut und die Beziehungen zu anderen Jugendgruppen stärkt. Unser größter Erfolg bei den Wettkämpfen war der Sieg auf Bundesebene in Mönchengladbach 2014.
Alleine könnte ich das alles aber nicht stemmen. Ich werde von einem Team, welches zum Größten Teil aus ehemaligen Mitgliedern unserer Jugendgruppe besteht, unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin.

Fabio Aleo aus Bürgstadt:
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr in der Miltenberger THW-Jugend. Als meine Cousins mich damals mitgenommen haben, hat es mir dort gleich so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin. Am THW gefällt mir besonders die Abwechslung. Es gibt kein allgemein gültiges Schema, nach dem man vorgehen muss, nicht jeder Einsatz ist gleich. Es gefällt mir, mich immer wieder von Neuem auf die Situation einzulassen und zu improvisieren. Dabei hilft mir das Gelernte sehr. Das ist beispielsweise der Umgang mit den Gerätschaften, das Erlernen von Knoten, die auch im Alltag nützlich sind, Erste Hilfe oder das allgemein Erlernte. Auch das Freizeitprogramm unserer Jugendgruppe, in das wir eigene Ideen und Vorschläge einbringen können, finde ich super.
Seit etwa zwei Jahren engagiere ich mich zusätzlich als Jugendsprecher unserer Jugendgruppe. Hier vermittle ich zwischen uns Kindern und Jugendlichen und den Jugendbeauftragten.

Steffen Fuchs aus Mechenhard:
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr bei der Obernburger THW-Jugend und es gefällt mir dort sehr gut. Ein Freund hatte mich damals zu einer Schnupperausbildung mitgenommen. Mir machen der Zusammenhalt in der Gruppe und die Teamarbeit besonders viel Spaß. Unser Motto lautet nicht umsonst: THW Jugend Obernurg – ´Wir sind ein Team!´ Dieses Motto leben wir auch und bei uns hilft und unterstützt einer den anderen.
Besonders mag ich den Umgang mit Technik, welcher immer Bestandteil unserer Ausbildungen ist. Auch die bundesweiten Zeltlager oder die Zusammenarbeit mit den ´Erwachsenen´ Helfern des Technischen Zuges bei gemeinsamen Übungen und Ausbildungen finde ich toll. Das THW ist eine sinnvolle, nicht alltägliche Freizeitgestaltung, bei der ich schon viele Freunde gefunden habe.
Das erste Highlight dieses Jahres liegt gerade hinter uns. Unsere 3-Tagesübung, bei der wir in einem selbst errichteten Camp übernachtet haben und von dort zu unseren Einsätzen alarmiert wurden.
In der ersten Ferienwoche fahren wir für eine Woche zum Landesjugendlager nach Weilheim, wo wir als Bezirkssieger am Landeswettkamp der THW-Jugend Bayern teilnehmen.
Seit zwei Jahren bin ich Jugendsprecher unserer Jugendgruppe. Hier bin ich das Bindeglied zwischen uns Jugendlichen und den Erwachsenen des Ortsverbandes und vermittele zwischen uns Jugendlichen untereinander.

Sarah Eckert, Nicole Breunig und Lena Lindemans, Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr Boxbrunn:
Unsere Kinderfeuerwehr in Boxbrunn mit momentan 13 Kindern, die sich die Blaulichtzwerge nennen, ist noch sehr jung, sie wurde erst im April 2017 gegründet. Wir machen einmal im Monat Übungen, zu denen fast immer alle Kinder da sind. In den Übungsstunden vermitteln wir Wissen, aber natürlich darf der Spaß nicht zu kurz kommen. So sind diese Stunden immer praxisorientiert gestaltet, damit die Kinder nicht den Spaß verlieren. Wir versuchen, den Wissensdrang der Kinder auf spielerische Art und Weise zu stillen.
Die Kinder waren schon immer sehr begeistert für die Feuerwehr, da bei vielen von ihnen die Eltern selbst aktive Mitglieder sind. So wissen sie auch bereits einiges und haben schon oft bei den Übungen der Aktiven zugeschaut.
Die bisherigen Ausbildungsinhalte waren beispielsweise Verhaltensregeln bei den Übungsstunden oder was zu ´Rüstung´ eines Feuerwehrmanns gehört. Das Wort Rüstung stammt von den Kindern selbst und da sie dieses Wort immer wieder benutzen, haben wir es einfach übernommen. Auch haben wir mit ihnen besprochen, welche Aufgaben die Feuerwehr hat wie retten, löschen, bergen oder schützen. Weitere Ausbildungsinhalte waren die Absetzung eines Notrufs. Dazu haben wir die 5 W´s erklärt und einen Notruf praktisch mit dem Notruftelefon abgesetzt. Die Kinder haben bei der ´Leitstelle´ angerufen und eine auf Bildkarten abgebildete Situation erklärt. Auch das Löschen wurde schon geübt. Dazu haben wir verschiedene Schläuche angeschaut, Wasserspiele gemacht, ein Standrohr gesetzt, mit einem D-Schlauch mit Strahlrohr Kanister umgespritzt oder mit der Kübelspritze Tennisbälle von Pilonen gespritzt. Ebenso haben wir die Personenrettung mit dem Tragetuch besprochen, indem sich die Kinder gegenseitig druch einen Parcours getragen haben. Was muss man beim Tragen beachten? Wie fühlt es sich an, wenn man selbst in dem Tragetuch liegt? Ein weiteres Thema ist die Verkehrsabsicherung. Dazu haben die Kinder ihre Fahrzeuge wie Fahrräder, Roller oder Tretbulldogs von zuhause mitgebracht. Wir haben eine Straße aufgemalt und einen Unfall mit einem Hindernis simuliert. Zwei Kinder sollten anschließend den Verkehr regeln, die anderen mit ihren Fahrzeugen fahren. Und schließlich ist auch Erste Hilfe mit der stabilen Seitenlage und dem Anlegen von Druckverbänden bereits vermittelt worden. Etwas besonderes für die Kinder war sicherlich die Teilnahme an der Abschlussübung der Aktiven unserer Freiwilligen Feuerwehr, wo die Kinder uns anzogen, einen Notruf absetzten, die Feuerwehr alarmierten und einwiesen, verunglückte Personen mit dem Tragetuch retteten und sich den Übungsablauf genau anschauen konnten.
Eine gemeinsame Übung mit der Kinderfeuerwehr Amorbach haben wir schon angedacht und sind bereits im Austausch mit den Betreuern von Amorbach. Aber bevor es so weit ist, müssen wir erst einmal die Grundlagen legen.
Natürlich gibt es ab und zu auch ein paar ´Highlights´, beispielsweise die Fahrt mit dem Feuerwehrauto oder das Pizzaessen, das sich die Kinder gewünscht hatten. Total stolz waren sie bei der Übergabe der T-Shirts mit dem eigenen Logo der Blaulichtzwerge.
Wir drei Betreuerinnen sind übrigens selbst auch aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Boxbrunn. Hilfreich für die Betreuung sind unsere beruflichen Voraussetzungen, denn wir sind Erzieherin, Grundschullehrerin und gelernte Arzthelferin.

Patrick Barg, 1. Jugendwart der freiwilligen Feuerwehr Obernburg:
Die Jugendfeuerwehrgruppe der freiwilligen Feuerwehr Obernburg gibt es seit den 1980er Jahren. Die Kinder sind in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt. Die jüngeren Kinder unter 12 Jahren führen wir kindgerecht an einfache Übungen mit kleineren Geräten heran. Die größeren üben bereits Brandbekämpfung und Prävention, teilweise auch Erste Hilfe. Regelmäßig absolvieren die Kinder Wissens- und Leistungstests, beispielsweise die ´Jugendflamme´ oder die Jugendleistungsspange, damit sie selbst sehen, wo sie stehen. Generell versuchen wir, die Gruppenarbeit nach dem Motto ´was einer nicht kann, das kann der andere´ zu forcieren. Mit der Werbung für unsere Jugendfeuerwehrgruppe fangen wir bereits im Kindergarten an. Wer Lust hat bei uns mitzumachen und 10 Jahre alt ist, kann gerne zum Schnuppern vorbeikommen. Jeder ist bei uns willkommen!
Auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm kommt bei uns nicht zu kurz, denn Spaß ist ganz wichtig. So unternehmen wir Ausflüge, Bootstouren oder Kinobesuche, gehen Eislaufen oder Kegeln und beteiligen uns an 24-Stunden-Übungen oder bei Wettbewerben.
Im nächsten Jahr findet das Kreisjugendzeltlager mit über 200 Kindern und Jugendlichen bei uns in Obernburg statt. Darauf freuen wir uns schon.

Emely Stahl aus Obernburg:
Eigentlich bin ich schon immer bei der Feuerwehr, da viele aus meiner Familie ehrenamtliche Helfer sind. Offiziell bin ich seit 2011 dabei. Seit einiger Zeit bin ich auch Jugendsprecherin und damit direkte Ansprechpartnerin für die Jugend. In dieser Funktion wirke ich bei den regelmäßig stattfindenden Sitzungen mit dem Jugendvorstand mit. Die Jugendfeuerwehr macht mir viel Spaß, weil wir ein tolles Team sind. Über die Zeltlager, die wir mit anderen Gruppen gemeinsam machen, habe ich schon viele nette Leute kennengelernt. Wir haben ein breites Übungsspektrum mit Löschangriff, technischen Hilfeleistungen und ähnlichem. Das gefällt mir. Auch das Freizeitangebot mit Ausflügen, Zeltlager und vielen anderen Aktionen finde ich gut.
Natürlich gibt es, gerade bei den älteren von uns, Belastungssituationen im Zusammenhang mit Einsätzen. Hier bekommen wir vermittelt, dass jemand da ist, mit dem wir darüber reden können.

Josefine Pauly aus Boxbrunn:
Ich bin schon bei der Kinderfeuerwehr seit es die gibt. Mein Papa ist auch bei der Feuerwehr. Mir macht es hier so viel Spaß, weil wir immer was Anderes machen und die Sachen auch immer machen dürfen. So durften wir mit dem Feuerwehrauto fahren oder ´Feuer´ löschen und spritzen. Mir hat es auch gefallen, als wir den Notruf gemacht haben und da telefonieren durften. Da hatten wir Kärtchen, auf denen was abgebildet war. Schön war auch, als wir unsere Fahrzeuge mitbringen durften und dann damit gefahren sind und sogar am Unfall vorbei fahren mussten. Ich fand es auch toll, als wir unsere T-Shirts bekommen haben. Und das Pizzaessen hat mit sehr gut gefallen.

Anja Mücke und Michelle Zeller, Ortsgruppenleiterinnen des JRK Collenberg:
Die Jugendgruppe unseres BRK-Ortsverbandes wurde am 24. Oktober 1973 gegründet, besteht also schon seit fast 45 Jahren. Wir haben drei Altersgruppen, die sich einmal wöchentlich zur Gruppenstunde treffen und regelmäßig besucht werden. Meist fangen wir bereits im Kindergarten mit einem Kennenlerntag an, um die Kinder für unsere Arbeit zu begeistern. Sie dürfen dort Verbände anlegen und lernen die stabile Seitenlage kennen.
Diese beiden Themen sind auch Grundlage der ersten Ausbildungseinheiten. Dazu besprechen wir auch, wie und warum jemand bewusstlos ist, was man in diesem Fall machen sollte und ähnliches. Alle unsere Kinder können bei Wettbewerben oder Lehrgängen wie ´Trau Dich´ und ´Juniorhelfer´ teilnehmen, wo sie kindgerecht an das Thema Erste Hilfe herangeführt werden.
Fun und Action sind bei uns ein ganz wichtiger Faktor. Wir machen Filmvormittage, Ausflüge, Zeltlager, backen oder kochen gemeinsam, basteln und vieles mehr. Gemeinsame Übungen mit der Wasserwacht oder der Feuerwehr sorgen zusätzlich für Abwechslung. Unsere Jugendgruppen sind darüber hinaus sehr erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer, die sich auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene wacker geschlagen haben und bereits schon Landessieger waren.

Stefanie Hertwig und Sonja Ziel, Ortsgruppenleiterinnen des JRK Sulzbach:
Die Jugendrotkreuzgruppe unseres Ortsverbandes Sulzbach umfasst aktuell 27 aktive Kinder und wurde bereits 1952 gegründet. Aufgeteilt in drei Altersgruppen treffen sich die Kinder einmal wöchentlich am Dienstagnachmittag.
Bei den kleineren Kindern geht es vor allem um die spielerische Vermittlung des Themas Erste Hilfe, aber Spiele und Basteln kommen hier nicht zu kurz. Die Größeren bekommen Erste-Hilfe-Kenntnisse vermittelt und beschäftigen sich mit der Geschichte des Roten Kreuzes. Sie erfahren, wie man Menschen in Notsituationen betreut und sich für Schwächere einsetzt. Bei allen Übungen ist uns der Teamgeist sehr wichtig. So ist es selbstverständlich, dass wir auch gemeinsame Übungen mit der freiwilligen Feuerwehr, der Wasserwacht oder anderen Ortsgruppen absolvieren. Zudem beteiligen sich die Kinder bei Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks- oder Landesebene. Hier ist wieder Teamgeist gefragt.
Spiel und Spaß sind ebenfalls angesagt. In den Sommerferien geht es zum einwöchigen Zeltlager des Kreisverbandes. Wir wandern, klettern, gehen Eisessen, in den Indoorspielplatz oder die Eishalle, je nach Jahreszeit.

Luisa Karl aus Collenberg:
Durch meine Tante, die mich mal mitgenommen hat, bin ich zum Jugendrotkreuz gekommen. Seit ich dabei bin, habe ich schon viel gelernt, zum Beispiel Verbände anlegen, Reanimation und andere grundlegende Dinge. Ich weiß, wie man helfen kann. Das ist ein gutes Gefühl.
Vor zwei Jahren habe ich beim Landeswettbewerb teilgenommen, was mir viel Spaß gemacht hat. Wir haben dazu vorher die Praxis geübt, über die Geschichte des Roten Kreuzes gesprochen und uns auch auf den theoretischen Teil mit der Abfrage von Wissen vorbereitet. Beim Wettbewerb selbst gab es einen Kreativteil mit Basteln, Erste Hilfe in der Praxis und in der Theorie, die Geschichte des Roten Kreuzes und ein Schauspiel. Besonders gut gefällt es mir auch, wenn wir in den Gruppenstunden Verletzungen oder Wunden selbst schminken dürfen. Das Freizeitangebot mit gemeinsamen Spielen und anderen Dingen macht auch Spaß.

Pauline Christl aus Sulzbach:
Ich bin schon seit meinem 5. Lebensjahr beim Jugendrotkreuz in Sulzbach. Dazugekommen bin ich durch unser Mitteilungsblatt, in dem stand, dass eine Trau-dich-Gruppe neu eingeführt wird. Da bin ich dann gemeinsam mit meiner Schwester hingegangen und es gefiel mir gut, so dass ich dabei geblieben bin. Ich finde es schön, anderen Menschen zu helfen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, wie es geht und man helfen kann, wenn jemand Hilfe braucht. Ich kann zum Beispiel Verbände anlegen, jemanden in die stabile Seitenlage bringen oder eine verletzte Person beruhigen.
Wir treffen uns jeden Dienstag, um gemeinsam zu üben. Auch an Wettbewerben nehmen wir teil, auf die wir uns gemeinsam vorbereiten. Beim vorletzten Wettkampf haben wir es bis auf Landesebene geschafft. Wir haben dafür viel geübt, um gut zu sein und zu zeigen, was wir können und gelernt haben.

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