Bildergalerie und Essay.
Blitzerwoche - Pro und Contra.
- Viele Bürgerinnen und Bürger sehen in der Speedweek eine sinnvolle Maßnahme, um die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit stärker ins Bewusstsein zu rücken und durch erhöhten Kontrolldruck langfristig zu einem vorsichtigeren Fahrstil beizutragen.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Tempo, Technik, Transparenz.
Neutrale Behördenfassung mit Bezug zu aktuellen Blitzgeräten, zur Aktionswoche „Speedweek“ und zur Frage: Blitzermarathon – sinnvoll oder Abzocke
Die diesjährige Geschwindigkeitsüberwachung findet im Rahmen der europaweiten Aktionswoche „Speedweek“ statt, die vom 13. bis 19. April 2026 angesetzt ist. Der aktuelle Blitzermarathon bildet den zentralen Kontrolltag dieser Woche und wurde am Mittwoch, dem 15. April 2026, durchgeführt. Fast alle Bundesländer beteiligen sich an der Aktionswoche, darunter Bayern, Baden‑Württemberg, Hessen und Thüringen. Nordrhein‑Westfalen nimmt an der Speedweek teil, verzichtet jedoch auf den spezifischen 24‑Stunden‑Marathon. Ein weiterer Kontrollzeitraum ist europaweit für den 3. bis 9. August 2026 vorgesehen.
Die eingesetzten mobilen Messgeräte entsprechen der neuesten technischen Generation. Die präzise arbeitenden Lasersysteme ermöglichen eine zuverlässige Erfassung auch bei wechselnden Licht- und Witterungsbedingungen. Die Auswahl der Messpunkte erfolgte auf Grundlage aktueller Verkehrsanalysen, polizeilicher Erfahrungswerte und zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung. Kontrolliert wird insbesondere an unfallträchtigen Strecken sowie im Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten, wo überhöhte Geschwindigkeit ein erhöhtes Risiko darstellt.
Im Zuge der Aktionswoche wurden aus der Bürgerschaft unterschiedliche Rückmeldungen an die Kommunalverwaltungen herangetragen.
Viele Bürgerinnen und Bürger sehen in der Speedweek eine sinnvolle Maßnahme, um die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit stärker ins Bewusstsein zu rücken und durch erhöhten Kontrolldruck langfristig zu einem vorsichtigeren Fahrstil beizutragen.
Andere äußerten die Sorge, dass der Blitzermarathon als überzogene Maßnahme oder als fiskalisch motivierte Aktion wahrgenommen werden könnte. Auch der Hinweis, dass die Wirkung solcher Schwerpunktkontrollen nach Studienlage häufig zeitlich begrenzt sei, wurde mehrfach genannt. Gleichzeitig wurde betont, dass die öffentliche Ankündigung der Speedweek das Thema Verkehrssicherheit sichtbar mache und damit einen wichtigen präventiven Impuls setze.
Die Kommunalverwaltungen bewerten den Einsatz der modernen Blitzgeräte sowie die Teilnahme an der Speedweek insgesamt als sachlich begründete und technisch angemessene Maßnahmen innerhalb einer umfassenden Verkehrssicherheitsstrategie. Die unterschiedlichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass Verkehrssicherheit ein gemeinsames Anliegen bleibt und dass Akzeptanz vor allem dann entsteht, wenn Maßnahmen transparent erläutert und nachvollziehbar begründet werden. Ziel ist es, Mobilität, Sicherheit und Rücksichtnahme dauerhaft in Einklang zu bringen und die eingesetzten Instrumente weiterhin offen zu kommunizieren.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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