Bildergalerie und Essay.
Frische - Farben - Februar.
- Encaustic zaubert - Gestaltung Roland Schönmüller
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Mit Elan in den Übergangsmonat – Stimmen gegen Melancholie und Müdigkeit.
Der Februar ist ein Monat zwischen den Welten:
Noch hängt der Winter schwer in den Ästen, doch das Licht tastet sich täglich ein Stück weiter vor. Wer genau hinhört, spürt in diesen Wochen ein leises Schwanken – zwischen Müdigkeit und Aufbruch, zwischen grauen Tagen und ersten Funken Hoffnung.
Wie bleibt man stabil, heiter, zuversichtlich? Ein kleiner Chor aus Generationen antwortet.
Schulkind, 3. Klasse
„Ich male jeden Tag ein Bild mit ganz vielen Farben. Wenn ich draußen spielen kann, ist alles besser. Und morgens mache ich das Fenster auf, damit das Licht reinkommt.“
Gymnastin, 17 Jahre
„Bewegung ist mein Zaubertrick. Wenn ich trainiere, wird der Kopf frei. Und wenn ich keine Lust habe, mache ich trotzdem fünf Minuten. Danach ist der Knoten meistens geplatzt.“
Jugendlicher, 15 Jahre
„Ich höre Musik, die mich pusht. Und ich treffe mich mit Freunden, auch wenn ich eigentlich nur liegen will. Allein sein macht’s dunkler.“
Junge Erwachsene, 24 Jahre
„Ich schreibe jeden Abend drei gute Dinge auf. Das hilft mir, nicht im Grau stecken zu bleiben. Und ich gehe raus – egal wie das Wetter ist.“
Mutter von zwei Kleinkindern
„Ich atme. Tief. Oft. Und ich akzeptiere, dass nicht jeder Tag glänzen muss. Kleine Rituale – Tee, Kerze, zehn Minuten für mich – halten mich auf Kurs.“
Familienvater von drei Kindern
„Ich brauche Struktur. Wenn ich morgens eine Runde laufe, bin ich den ganzen Tag stabiler. Und ich rede mit meiner Frau, wenn mir alles zu viel wird. Das entlastet.“
Seniorin, 78 Jahre
„Ich gehe jeden Tag ein Stück. Langsam, aber regelmäßig. Und ich rufe meine Enkel an – das wärmt mehr als jede Heizung.“
Rentner, 82 Jahre
„Ich gebe mir selbst Aufgaben: ein Buch, ein Fotoalbum, ein Gespräch im Ort. Wer sich bewegt – innerlich oder äußerlich – bleibt heller.“
Optimistisches Fazit
So unterschiedlich die Stimmen, so klar der gemeinsame Nenner:
Licht, Bewegung, Nähe, kleine Rituale und ein bisschen Selbstfreundlichkeit tragen durch den Februar.
Der Monat ist kein Gegner, sondern ein Übergang – ein stiller Trainingsraum für Zuversicht.
Und wer sich jetzt bewegt, wer lacht, wer spricht, wer hinausgeht, der spürt:
Der Frühling hat längst begonnen – zuerst im Kopf, dann im Herzen, schließlich im Land.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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