Bildergalerie und Essay.
Die partielle Mondfinsternis am 7. September 2025 - ein Highlight unter vielen Events in und um Miltenberg
- Die partielle Mondfinsternis am 7. September 2025 war ein lohnenswertes Ereignis für alle, die sich für Astronomie, Natur und Fotografie interessieren. Wer den Himmel im Auge behielt, konnte an diesem Abend ein Stück Magie erleben – und den faszinierenden Tanz von Erde, Mond und Sonne bestaunen. Ob alleine, in Gesellschaft oder bei einem Event: Diese Nacht wird vielen lange in Erinnerung bleiben.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Ein astronomisches Ereignis am nächtlichen Himmel.
Miltenberg. Am 7. September 2025 konnte man in Miltenberg und Umgebung am Abend zwischen 21.15 h und 22 Uhr am Himmel ein faszinierendes Schauspiel beobachten: Eine partielle Mondfinsternis.
Solche Ereignisse begeistern seit Jahrtausenden Menschen auf der ganzen Welt und verbinden astronomisches Wissen mit kultureller Bedeutung.
Was ist eine partielle Mondfinsternis?
Bei einer Mondfinsternis befindet sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond, sodass der Erdschatten auf den Mond fällt. Bei einer *totalen* Mondfinsternis taucht der gesamte Mond in den Kernschatten (Umbra) der Erde ein.
Bei einer *partiellen* Mondfinsternis hingegen wird nur ein Teil der Mondscheibe vom Kernschatten bedeckt; der Rest bleibt weiterhin vom Sonnenlicht beschienen.
In der Folge entsteht ein markanter, oft scharf abgegrenzter dunkler Abschnitt am Mond, während der übrige Teil weiterhin silbrig leuchtet.
Astronomische Hintergründe
Ursache der Finsternis
Die Bahn des Mondes um die Erde ist leicht gegen die Erdbahnebene geneigt, weshalb es nicht bei jedem Vollmond zu einer Finsternis kommt. Nur wenn Sonne, Erde und Mond fast exakt auf einer Linie stehen und der Mond sich dabei nahe eines seiner Bahnknoten (Schnittpunkte mit der Erdbahnebene) befindet, kann der Erdschatten den Mond treffen.
Unterschied zwischen Kern- und Halbschatten
Der Schatten der Erde besteht aus einem helleren *Halbschatten* (Penumbra) und dem dunkleren *Kernschatten* (Umbra). Nur im Kernschatten ist das Sonnenlicht vollständig abgeschirmt, während im Halbschatten immer noch ein Teil der Sonnenstrahlen den Mond erreicht. Bei einer partiellen Mondfinsternis durchläuft der Mond zuerst den Halbschatten und dann teilweise den Kernschatten.
Der Ablauf der Mondfinsternis am 7. September 2025
Am 7. September 2025 stand der Vollmond hoch am Himmel. Im Laufe der Nacht trat er langsam in den Erdschatten ein. Zunächst verdunkelte sich ein Rand des Mondes leicht – er bewegte sich durch den Halbschatten.
Erst als der Mond in den Kernschatten eintrat, war der Effekt auch mit bloßem Auge deutlich sichtbar: Ein immer größer werdendes Segment des Mondes wirkte wie herausgebissen.
Die maximale Phase der Finsternis wurde gegen Mitternacht erreicht. In Mitteleuropa war die Finsternis gut sichtbar, sofern das Wetter mitspielte und keine Wolken den Blick versperrten.
Wichtige Zeiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz waren:
Beginn des Eintritts in den Halbschatten: ca. 20:50 Uhr MESZ
Beginn des Eintritts in den Kernschatten: ca. 22:10 Uhr MESZ
Maximale Bedeckung: ca. 23:12 Uhr MESZ
Austritt aus dem Kernschatten: ca. 00:15 Uhr MESZ (8. September)
Ende der Finsternis: ca. 01:30 Uhr MESZ
Die Zeiten konnten je nach Ort geringfügig variieren.
Wie viel des Mondes wird bedeckt?
Während dieser partiellen Finsternis wurde etwa ein Viertel der Mondscheibe vom Kernschatten bedeckt.
Mit bloßem Auge war der Unterschied zwischen dem hellen und dem verdunkelten Teil des Mondes sehr gut zu erkennen.
Je klarer und trockener die Luft war, desto spektakulärer erschien der Kontrast.
Kulturelle und geschichtliche Bedeutung
Mondfinsternisse waren in vielen Kulturen mit Mythen, Omen und Ritualen verbunden. Sie galten als Zeichen der Götter, als Bedrohung oder als Chance für Neuanfänge.
In der Antike nutzten Astronom*innen Mondfinsternisse, um die Größe der Erde und die Entfernung zum Mond zu berechnen.
In der Neuzeit sind sie vor allem ein Anlass zur Bewunderung und zum Austausch von Wissen.
Wissenschaftliche Aspekte
Mondfinsternisse helfen der Forschung, mehr über die Erdatmosphäre zu erfahren.
Je nach Staubgehalt, Luftverschmutzung oder Vulkanereignissen kann der Schatten der Erde rötlich schimmern oder sehr dunkel erscheinen.
Die genaue Beobachtung und Messung solcher Finsternisse liefert wichtige Daten für die Klimaforschung.
Häufigkeit und nächste Termine
Mondfinsternisse sind gar nicht so selten: Pro Jahr gibt es mindestens zwei, manchmal sogar bis zu fünf. Allerdings ist längst nicht jede Finsternis von Mitteleuropa aus sichtbar.
Fazit
Die partielle Mondfinsternis am 7. September 2025 war ein lohnenswertes Ereignis für alle, die sich für Astronomie, Natur und Fotografie interessieren.
Wer den Himmel im Auge behielt, konnte an diesem Abend ein Stück Magie erleben – und den faszinierenden Tanz von Erde, Mond und Sonne bestaunen.
Ob alleine, in Gesellschaft oder bei einem Event: Diese Nacht wird vielen lange in Erinnerung bleiben.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.