Bildergalerie und Essay.
Gelungene Ausstellung „Vertrieben: Generation neue Heimat“ in Miltenberg.
- Die erzählten Lebensgeschichten von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg machen nachdenklich und betroffen - ein Resümee dieses Besucherpaares.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
20 Jahre Städtepartnerschaft mit Dux und 65 Jahre Patenschaftsvertrag – Ein Blick auf Flucht und neue Heimat.
Miltenberg. Im Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft zwischen Miltenberg und der Stadt Dux, die seit nunmehr 20 Jahren besteht sowie dem 65-jährigen Bestehen des Patenschaftsvertrags mit den ehemaligen Einwohnern von Dux, setzte die Volkshochschule Miltenberg ein eindrucksvolles Zeichen für Erinnerungskultur und gesellschaftliches Engagement.
Die Ausstellung: „Vertrieben: Generation neue Heimat“
Vom 09. Oktober bis zum 02. November 2025 zeigt die Tafel-Ausstellung „Vertrieben: Generation neue Heimat“ in der Alten Volksschule, Westeingang, Erdgeschoss, Miltenberg. Die Ausstellung ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag, zwischen 15:00 und 19:00 Uhr, für Besucher zugänglich.
Organisiert wurde die sehenswerte Ausstellung von Katharina Göbel, Leiterin der Volkshochschule, in Kooperation mit Eva Arnold-Link, Leiterin der Stadtkultur.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von Menschen, die durch Krieg, Vertreibung oder politische Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten. Die renommierte Fotografin Verena Berg hat Zeitzeugen porträtiert, die während des Zweiten Weltkriegs fliehen mussten und in einer neuen Umgebung Wurzeln schlugen.
Begleitende Veranstaltungen und Vorträge
Das Rahmenprogramm der Ausstellung bot durch die Volkshochschule Miltenberg eine Reihe von Vorträgen und Gesprächsrunden, die verschiedene Aspekte von Flucht, Vertreibung und Neuanfang beleuchten. Die Veranstaltungen und Vorträge fanden alle in der Alten Volksschule, Westeingang, Mainstraße 62, Miltenberg statt und befassten sich mit folgenden Themen.
- „Vertrieben aus Deutschland“
- „Der Krieg in Jugoslawien und die Auswirkung auf Miltenberg“
- „Neue Heimat für Gastarbeitende“
- „Ukraine – Wandel im Umgang mit Flucht?“
- „Flüchtlingsströme 2015 und die Lehren daraus“
- „Geflohen aus Syrien“
Weitere Informationen sind auf der Homepage der Volkshochschule Miltenberg unter www.vhs-miltenberg.de verfügbar.
Gesellschaftliche Bedeutung und Förderung
Die Ausstellung und das Rahmenprogramm boten einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den Folgen von Vertreibung und Migration – Themen, die angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen nichts an Relevanz verloren haben. Durch die persönliche Begegnung mit Zeitzeugen und die Einblicke in verschiedenste Fluchtgeschichten wird das Bewusstsein für die Herausforderungen und Chancen von Integration gestärkt.
Die Volkshochschule Miltenberg erhielt für dieses Projekt eine finanzielle Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), wodurch die Realisierung und Professionalisierung der Ausstellung ermöglicht wurde.
Fazit: Mit der Ausstellung „Vertrieben: Generation neue Heimat“ schuf die Stadt Miltenberg in Kooperation mit ihren Partnern einen Raum der Erinnerung, des Austauschs und der Reflexion.
Sie lud alle Interessierten dazu ein, die Geschichten der Vertriebenen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich noch bis zum 2. November 2025 – nicht nur aus historischer, sondern auch aus gesellschaftlicher Perspektive.
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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