Wildes Tierleben: Spannende Natur-Erkundung im Maintal
Gibt es bei uns in der Region noch Biber?

Ausgestattet mit Ferngläsern konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen quirligen Biber live erleben.
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  • hochgeladen von Roland Schönmüller

Biber bei uns ?- Na klar gibt es die noch oder wieder! 

Man muss nur wissen, wo!

Erste Impressionen von einer Exkursion bei Miltenberg mit einem Experten, mit Wolfgang Neuberger aus Miltenberg.

Seit einigen Jahren sind im Landkreis Miltenberg wieder Biber heimisch geworden. Sie haben sich glücklicherweise mit ihren Familien überall in der Region in beschaulichen Rückzugsgebieten niedergelassen.

Am Samstagabend, dem 29. Juni 20129,  begaben sich mehr als ein Dutzend Naturfreunde mit Herrn Wolfgang Neuberger, dem Biber-Beauftragten des Landkreises Miltenberg, auf die Spur dieses faszinierenden Tieres.

Unter seiner fachkundigen Führung unternahmen die Interessierten  eine Erkundung des Auenbiotops Großheubach.

Höhepunkt war die Sichtung eines Bibers.

Bekannt ist,  dass die Tiere in diesem Biotop sehr treu gegen 19.30 Uhr ihre Dämmerungsaktivitäten beginnen.

Und so war es auch am späten Samstagabend. Ein älterer Biber verließ seinen Bau und schwamm ein paar Runden  in der Nähe seiner "Wohnanlage".

Ausgestattet mit Ferngläsern konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen quirligen Biber live erleben.

Gefallen hat den Naturliebhabern aber auch das sommerliche Ambiente mit weiteren Tieren, zum Beispiel Mönchsgrasmücken, Fischreihern, Graugänsen oder Schwänen.

Hintergrund-Informationen zum Biber:

Der Biber ist das größte Nagetier unserer nördlichen Halbkugel.

Mehr als 40 Kilogramm kann er schwer werden. Sein massiger Körper ist mit einem wasserabstoßenden Fell bedeckt.

Bis zu den Spitzen haben alle fünf Zehen Schwimmhäute. Die zweite Zehe verfügt über einen doppelten Nagel: sie ähnelt einem Vogelschnabel und dient dem Biber als „Kamm“ zum Putzen seines Fells.

Sein Schwanz dient als Horizontalruder im Wasser und stellt eine Art Gegengewicht dar, wenn schwere Lasten mit den beiden Vorderpfoten transportiert werden.

Bis zu 20 Minuten kann der Biber unter Wasser bleiben: das verdankt er seinem besonderen Atemsystem. Beim Tauchen verschließt er dabei Nase und und Ohren.

Er ist technisch sehr geschickt und siedelt sich gern an flachen Flüssen und Bächen an, wo viel Pflanzenwuchs vorherrscht.

Durch Dämme
schafft der Biber eine Reihe von Wasserflächen mit unterschiedlichem, nützlichem Niveau: so kann er sich besser vor Feinden schützen und sich hier bestens sowie schnell fortbewegen.

Zu seiner Biber-Burg gelangt er bekanntlich über einen Unterwasser-Eingang. Hier sichert er er auch seine Wintervorräte, selbst wenn die Wasseroberfläche zugefroren sein sollte.

Sein handwerkliches Geschick, das zur Anlage eines Biberdamm-Bauwerkes erforderlich ist, ist außergewöhnlich. Das Nagetier wird von keinem anderen Tier übertroffen.

Der Biber ist geschützt.

Weitere Bilder und Informationen folgen!

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