„Grüner Engel“ für Kitzretterin Doris Völker-Wamser

Sie freuen sich über den „Grünen Engel“: Hausens Bürgermeister Michael Bein (links), Doris Völker-Wamser und Landrat Jens Marco Scherf vor den Aktionsaufstellern.
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Im Auftrag des bayerischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, hat Landrat Jens Marco Scherf am Montag im Miltenberger Landratsamt die Auszeichnung „Grüner Engel“ an die bayernweit bekannte Kitzretterin Doris Völker-Wamser ausgehändigt.

Das Staatsministerium würdigt mit dem „Grünen Engel“ den herausragenden Einsatz von Menschen für Natur- und Umweltschutz. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Auszeichnung in diesem Jahr in Form einer digitalen Laudatio statt, die gedruckte Urkunde überreichte nun der Landrat an die Frau, die die Aktionen „Action for Kitz“ und „Kids for Kitz“ ins Leben gerufen hat.

Seit Jahren kämpft Völker-Wamser mit einer wachsenden Zahl von Mitstreiter*innen für die Rettung von Rehkitzen vor dem Mähtod. Sie entwickelte die beiden genannten Projekte für Kinder und Erwachsene mit dem Ziel, möglichst die gesamte Bevölkerung für die Umsetzung ihres Anliegens zu gewinnen. Bei „Kids for Kitz“ stellen Kinder und Jugendliche der Grund- und Mittelschulen Kitzscheuchen her und übergeben sie den Jägern. Mit Unterstützung des Bauern- und Jagdverbands sowie vieler Bürger*innen werden die Scheuchen dann im Rahmen von „Action for Kitz“ in die Wiesen gestellt und kurz vor der Mahd laufen die Helfer*innen die Wiesen ab, um Kitze fachgerecht aus der Gefahrenzone zu bringen. Eine wichtige Rolle kommt auch den Gemeinden zu, die die Helferlisten führen und die Freiwilligen aktivieren.

Einen großen Unterstützer haben die Kitzretter in Landrat Jens Marco Scherf gefunden, der Jahr für Jahr die kitzfreundlichste Gemeinde im Landkreis Miltenberg auszeichnet. „In diesem Jahr haben wir erstmals mehrere Bewerbungen bekommen“, weist Scherf auf das steigende Interesse an Völker-Wamsers Aktionen hin, die sogar bayernweit Kreise ziehen und nachgeahmt werden. „Die Aktionen bringen unterschiedliche Gruppen an einen Tisch“, freute sich Scherf über die Tatsache, dass alle miteinander etwas tun und nicht gegeneinander arbeiten. „Es geht nur gemeinsam“, so der Landrat.

In diesem Jahr haben die Kitzretter in Hausen, Hofstetten sowie Leidersbach mit Ortsteilen Wiesen in der Größe von 300 Fußballfeldern mit Drohnen abgesucht und 55 Rehkitze gerettet, erklärte Harry Wamser, der gemeinsam mit Heinz Bleicher und Benny Lebert die Drohnen bedient. Da die Kitzretter von mehreren Firmen eine besonders hochauflösende Drohnenkamera gespendet bekamen, können die Drohnen nun in kürzerer Zeit größere Flächen abfliegen, freute sich Völker-Wamser. Wie anstrengend das Durchkämmen der Wiesen ist, hat der Landrat selbst erlebt. Er ist einige Stunden mitgegangen und weiß den Einsatz aller Helfer*innen deshalb umso mehr zu schätzen.

Damit sich noch mehr Gemeinden an den Aktionen beteiligen, wendet die Initiatorin auch Zeit auf, in Rathäuser und Schulen zu gehen und für ihr Anliegen zu werben. Die Umsetzung sei aber nicht einfach, verwies Völker-Wamser auf viel Zeit für die Planung. Wörth und Kirchzell hätten sich jetzt Kameras besorgt, freute sie sich über weitere Mitstreiter*innen.

„Doris Völker-Wamser gelingt es, sehr unterschiedliche Interessengruppen und deren Persönlichkeiten aus Jägerschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft sowie Kommunalpolitik an einen Tisch zu bringen und sich anschließend für die gemeinsame Sache einzusetzen“ heißt es deshalb zurecht in der Laudatio des Staatsministers.

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